EAGLE Help Version 5.12.0 Copyright © 2011 CadSoft Computer GmbH

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Erklärung der Hilfe-Funktion

Ist in einem
Layout-Editor-, Schaltplan-Editor-, oder Bibliotheks-Editor-Fenster ein Befehl aktiviert, dann wird nach Drücken der F1-Taste oder Eintippen von HELP die Hilfe-Seite für diesen Befehl aufgerufen.

Die Erklärung eines Befehls kann auch durch die Eingabe von

HELP befehl
aufgerufen werden.

Ersetzen Sie "befehl" beispielsweise durch MOVE, dann rufen Sie die Hilfe-Seite für den MOVE-Befehl auf.

Von jeder anderen Stelle aus öffnet F1 eine "kontextsensitive" Hilfe-Seite.

Folgende Hilfe-Seiten geben Auskunft für den Einstieg in das Programm.

EAGLE konfigurieren

Die folgenden Editor-Befehle können dazu verwendet werden, EAGLE individuell anzupassen. Sie können entweder direkt von der Kommandozeile eines Editor-Fensters eingegeben werden oder man kann Sie in die Datei
eagle.scr eintragen.

Für die Befehle ASSIGN und SET exisitieren auch Dialoge, die über das Options-Menü der Editor-Fenster aufgerufen werden.

Benutzer-Interface

Befehlsmenü MENU-Befehl..;
Tastenbelegung ASSIGN function_key-Befehl..;
Snap-Funktion SET SNAP_LENGTH number;
SET CATCH_FACTOR value;
SET SELECT_FACTOR value;
Inhalt von Menüs SET USED_LAYERS name | number;
SET WIDTH_MENU value..;
SET DIAMETER_MENU value..;
SET DRILL_MENU value..;
SET SMD_MENU value..;
SET SIZE_MENU value..;
SET ISOLATE_MENU value..;
SET SPACING_MENU value..;
SET MITER_MENU value..;
Wire Bend SET WIRE_BEND bend_nr;
Beep ein/aus SET BEEP OFF | ON;

Bildschirmdarstellung

Farbe für Grid-Linien SET COLOR_GRID color;
Farbe für Layer SET COLOR_LAYER layer color;
Fill Style für Layer SET FILL_LAYER layer fill;
Grid-Parameter SET MIN_GRID_SIZE pixels;
min. dargest. Textgröße SET MIN_TEXT_SIZE size;
Darst. der Netzlinien SET NET_WIRE_WIDTH width;
Darst. der Pads SET DISPLAY_MODE REAL | NODRILL;
SET PAD_NAMES OFF | ON;
Darst. der Buslinien SET BUS_WIRE_WIDTH width;
DRC-Füllmuster SET DRC_FILL fill_name;
Polygon-Berechnung SET POLYGON_RATSNEST OFF | ON;
Vector Font SET VECTOR_FONT OFF | ON;

Mode-Parameter

Package-Check SET CHECK_CONNECTS OFF | ON;
Grid-Parameter GRID options;
Replace-Modus SET REPLACE_SAME NAMES | COORDS;
UNDO-Buffer SET UNDO_LOG OFF | ON;
Wire-Optimierung SET OPTIMIZING OFF | ON;
Net-Wire beenden SET AUTO_END_NET OFF | ON;
Automatische Junctions SET AUTO_JUNCTION OFF | ON;

Voreinstellungen

Pad-Form CHANGE SHAPE shape;
Wire-Breite CHANGE WIDTH value;
Pad/Via-Durchmesser CHANGE DIAMETER diameter;
Pad/Via/Hole-Bohrd. CHANGE DRILL value;
Smd-Größe CHANGE SMD width height;
Text-Höhe CHANGE SIZE value;
Text-Linienbreite CHANGE RATIO ratio;
Text-Font CHANGE FONT font;
Polygon-Parameter CHANGE THERMALS OFF | ON;
Polygon-Parameter CHANGE ORPHANS OFF | ON;
Polygon-Parameter CHANGE ISOLATE distance;
Polygon-Parameter CHANGE POUR SOLID | HATCH;
Polygon-Parameter CHANGE RANK value;
Polygon-Parameter CHANGE SPACING distance;

Kommandozeilen-Optionen

EAGLE kann mit Kommandozeilen-Optionen aufgerufen werden. Dazu ist folgendes Format erforderlich:
eagle [ Optionen [ Dateiname [ Layer ] ] ]

Optionen

-Cxxx den angegebenen Befehl ausführen
-Dxxx Draw-Toleranz (0.1 = 10%)
-Exxx Drill-Toleranz (0.1 = 10%)
-Fxxx Flash-Toleranz (0.1 = 10%)
-N- keine Rückfragen in der Kommandozeile
-O+ Stift-Bewegungen optimieren
-Pxxx Plotter-Stift (Layer=Stift)
-Rxxx Bohrer-Datei
-Sxxx Script-Datei
-Uxxx Datei für Benutzereinstellungen
-Wxxx Blenden-Datei
-X- CAM-Prozessor ausführen
-a- Annulus-Blenden emulieren
-c+ positive Koordinaten
-dxxx Ausgabegerät (-d? für Liste)
-e- Blenden emulieren
-f+ Pads ausfüllen
-hxxx Seitenhöhe (inch)
-m- Ausgabe spiegeln
-oxxx Ausgabedateiname
-pxxx Stiftdurchmesser (mm)
-q- Quick-Plot
-r- Ausgabe um 90 Grad drehen
-sxxx Skalierungsfaktor
-t- Thermal-Blenden emulieren
-u- Ausgabe auf dem Kopf stehend
-vxxx Stiftgeschwindigkeit
-wxxx Seitenbreite (inch)
-xxxx X-Versatz (inch)
-yxxx Y-Versatz (inch)

Hierbei bedeutet xxx, dass weitere Daten, z. B. ein Dateiname oder eine Dezimalzahl an den Optionsbuchstaben angehängt werden müssen (ohne oder mit Leerzeichen), wie zum Beispiel bei

-Wmywheel.whl
-W mywheel.whl
-e      Blenden-Emulation ein
-e+     dto.
-e-     Blenden-Emulation aus
Bei Schalter-Optionen bedeutet ein '-', dass der Schalter standardmäßig ausgeschaltet ist, während er bei '+' standardmäßig eingeschaltet ist.

Schalter-Optionen (z.B. -e) können ohne Wiederholung des '-'-Zeichens verwendet werden:
-eatm Blenden-Emulation ein, Annulus- und Thermal-Emulation aus, Ausgabe spiegeln
-ea-t+ Blenden-Emulation ein, Annulus-Emulation aus, Thermal-Emulation ein

Benutzereinstellungen

Benutzereinstellungen werden in der eaglerc-Datei gespeichert, die normalerweise unter $HOME/.eaglerc abgelegt wird.
Unter Windows wird die Datei als eaglerc.usr in dem Verzeichnis abgelegt, welches durch den Registry-Eintrag "HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell Folders\AppData" definiert ist, sofern keine Umgebungsvariable namens HOME definiert ist.
Mit der Kommandozeilen-Option -U kann dies überschrieben werden, so dass die eaglerc-Datei an der angegebenen Stelle gespeichert wird. Wird als Dateiname das Zeichen '-' angegeben, wie in -U-, so wird keine eaglerc-Datei gelesen bzw. geschrieben.

Toleranzen definieren

Ohne '+'- oder '-'-Zeichen gilt eine Toleranzangabe für beide Richtungen:
-D0.10 stellt Draw-Toleranz auf ±10% ein
-D+0.1 -D-0.05 stellt Draw-Toleranz auf +10% und -5% ein

Befehle Ausführen

Wird ein Befehl über die Option '-C' angegeben, wie etwa
eagle -C "window (1 1) (2 2);" myboard.brd
so lädt EAGLE die angegebene Datei und führt den Befehl so aus, als wäre er in der Kommandozeile des Editor-Fensters eingegeben worden.

Folgende Bedingungen gelten für die Option '-C':

Um EAGLE zu starten ohne automatisch die Datei eagle.scr auszuführen oder ein Projekt zu laden, kann der Befehl auch leer sein:
eagle -C ""
Beachten Sie bitte, dass in diesem speziellen Fall ein Leerzeichen zwischen dem Options-Buchstaben und den Anführungszeichen sein muss, damit das Programm den explizit leeren String sieht. Es muss dann auch kein Dateiname angegeben werden, da ja kein Befehl ausgeführt werden soll.

Dateiname

Falls der angegebene Dateiname eagle.epf ist (evtl. mit vorangestelltem Verzeichnisnamen), so lädt EAGLE diese Projekt-Datei. Ansonsten wird, falls keine Dateinamenserweiterung angegeben ist, .brd als Default verwendet.

Schnelle Einführung

Um schnell mit EAGLE zurechtzukommen, sollten Sie mehr über folgende Themen wissen:
Bei Problemen wenden Sie sich bitte an unseren kostenlosen Technischen Support.

Control Panel und Editor-Fenster

Vom
Control Panel aus können Sie über das Datei-Menü oder durch Anklicken eines Icons die Fenster des Schaltplan-, Layout- und Bibliotheks-Editors öffnen.

Eingabe von Parametern und Werten

Parameter und Werte können über die EAGLE-Kommandozeile oder, wesentlich bequemer, über die Parameter-Toolbar eingegeben werden, die erscheint, wenn ein Befehl aktiviert ist. Da dies keiner großen Erklärung bedarf, wird an anderen Stellen im Hilfe-Text nicht explizit darauf hingewiesen.

Wann immer Koordinaten oder Abmessungen (z.B. Leiterbahnbreiten oder Pad-Durchmesser) angegeben werden können, können diese mit Einheiten versehen werden, wie etwa 50mil oder 0.8mm. Wird keine Einheit angegeben, so wird die aktuelle Grid-Einheit verwendet.

Schaltplan entwerfen

Schaltplan anlegen

Neuen Schaltplan mit "Datei/Neu" anlegen und mit "Datei/Speichern unter..." unter neuem Namen abspeichern.

Zeichnungsrahmen laden

Bibliothek FRAMES mit
USE laden und Rahmen mit ADD plazieren.

Symbole plazieren

Bibliotheken mit USE laden und Symbole plazieren (siehe ADD, MOVE, DELETE, ROTATE, NAME, VALUE). Fehlt ein bestimmtes Bauelement, dann mit Bibliotheks-Editor definieren.

Busse einzeichnen

Busse mit BUS einzeichnen. Geben Sie den Bussen Namen (NAME), aus denen hervorgeht, welche Signale sich herausführen lassen.

Netze einzeichnen

Die Verbindungen zwischen den Pins der Elemente definiert man mit NET. Dargestellt werden Netze im Net-Layer. Mit dem Befehl JUNCTION kennzeichnet man Verbindungen sich kreuzender Netze.

Schaltplan überprüfen

Electrical Rule Check (
ERC) durchführen und anhand der Meldungen Fehler korrigieren. Eventuell Netz- und Pin-Liste ausgeben (EXPORT). Mit dem SHOW-Befehl Netze am Bildschirm verfolgen.

Platine aus Schaltplan erzeugen

Mit dem
BOARD-Befehl bzw. durch Anklicken des Board-Icons erzeugen Sie eine Platine aus dem geladenen Schaltplan (falls noch keine Platine mit demselben Namen existiert).

Es entsteht eine Leerplatine, neben der die mit Luftlinien verbundenen Bauelemente plaziert sind. Versorgungs-Pins werden mit den Signalen verbunden, die ihrem Namen entsprechen, falls nicht explizit ein anderes Netz mit ihnen verbunden wurde.

Die Platine ist über die Forward&Back-Annotation mit dem Schaltplan verbunden. Damit ist gewährleistet, dass beide übereinstimmen. Um die Forward&Back-Annotation aufrechtzuerhalten, sollten Sie immer beide Dateien geladen haben, wenn Sie Änderungen am Schaltplan oder an der Platine durchführen.

Platinenumrisse und Plazierung festlegen

Gegebenenfalls die Leerplatine in Größe und Form verändern (MOVE, SPLIT). Elemente an gewünschte Position verschieben (MOVE) und überprüfen, ob die Plazierung günstig oder ungünstig ist (RATSNEST).

Sperrflächen definieren

Falls gewünscht, zeichnet man Sperrflächen für den Autorouter als Rechtecke, Polygone oder Kreise in die Layer tRestrict, bRestrict und vRestrict (siehe RECT, POLYGON, CIRCLE). Für den Autorouter begrenzen auch geschlossene Wire-Züge im Dimension-Layer die Route-Fläche.

Routen

Mit dem ROUTE-Befehl lassen sich jetzt die Luftlinien in Leitungen umwandeln. Diese Aufgabe kann man auch dem Autorouter (siehe Befehl AUTO) zuweisen.

Layout überprüfen

Design Rule Check (
DRC) durchführen und Fehler korrigieren (ERRORS). Eventuell Netz-, Bauteile- und Pin-Liste ausgeben (EXPORT).

Bauelement in Bibliothek definieren

Die Definition eines Bauelements erfordert drei Schritte, die aufeinander aufbauen.

Öffnen Sie eine Bibliothek mit Öffnen oder Neu im Datei-Menü.

Package definieren

Packages sind die Gehäuse der Bauelemente, die im Board dargestellt werden.

Klicken Sie das Edit-Package-Icon an, und tragen Sie den gewünschten Namen in das New-Feld ein.

Legen Sie das Raster fest (GRID).

Plazieren Sie die Pads (PAD) und legen Sie deren Namen (NAME) und Parameter fest (CHANGE).

Plazieren Sie mit dem TEXT-Befehl die Strings >NAME und >VALUE (repräsentieren den aktuellen Namen und Wert in der Platine), und zeichnen Sie das Gehäuse (WIRE-Befehl) in die entsprechenden Layer.

Symbol definieren

Symbole sind der Teil eines Devices, das im Schaltplan dargestellt wird.

Klicken Sie das Edit-Symbol-Icon an, und tragen Sie den gewünschten Namen in das New-Feld ein.

Plazieren Sie die Pins (PIN) und legen Sie deren Namen (NAME) und Parameter fest (CHANGE).

Plazieren Sie mit dem TEXT-Befehl die Strings >NAME und >VALUE (repräsentieren den aktuellen Namen und Wert im Schaltplan), und zeichnen Sie das Symbol (WIRE-Befehl) in die entsprechenden Layer.

Device definieren

Ein Device enthält die Definition eines gesamten Bauelements einschließlich Gehäuse und Schaltplan-Symbol(e).

Klicken Sie das Edit-Device-Icon an, und tragen Sie den gewünschten Namen in das New-Feld ein.

Weisen Sie dem Device ein Gehäuse zu (PACKAGE-Befehl).

Verwenden Sie den ADD-Befehl, um das Symbol oder die Symbole in das Device zu holen.

Klicken Sie auf das CONNECT-Icon, um festzulegen, welche Pins mit welchen Gehäuse-Pads verbunden sind.

Speichern Sie die Bibliothek, und sie kann anschließend vom Schaltplan- oder vom Board-Editor aus mit USE geladen werden.

Control Panel

Das Control Panel ist EAGLEs Steuerzentrale. Es enthält in der linken Fensterhälfte eine Baumstruktur und ein Informationsfenster in der rechten Hälfte.

Verzeichnisse einstellen

Die Haupteinträge in der Baumansicht repräsentieren die verschiedenen EAGLE-Dateitypen. Jeder der Einträge kann auf ein oder mehrere Verzeichnisse zeigen, die Dateien dieses Typs enthalten. Die Verzeichnisse werden im
Directories-Dialog definiert. Wenn einer der Haupteinträge auf ein Verzeichnis zeigt, sehen Sie nach dem Aufklappen des Eintrags (entweder durch einen Klick auf das kleine Symbol links oder durch einen Doppelklick auf den Eintrag selbst) direkt den Inhalt des Verzeichnisses. Wenn ein Haupteintrag auf mehrere Verzeichnisse zeigt, werden nach dem Aufklappen alle Verzeichniseinträge aufgelistet.

Kontext-Menü

Das Kontext-Menü eines Eintrags in der Baumstruktur erreichen Sie mit einem rechten Mausklick auf den entsprechenden Eintrag. Es enthält dann spezielle Punkte zu diesem Eintrag.

Beschreibungen

Die Beschreibung-Spalte der Baumansicht enthält eine Kurzbeschreibung des Eintrags (wenn vorhanden). Diese Beschreibungen werden aus der ersten nicht leeren Textzeile der folgenden Quellen erzeugt:

Verzeichnisse Die Datei mit dem Namen DESCRIPTION darin
Bibliotheken DESCRIPTION-Befehl in der Bibliothek
Devices DESCRIPTION-Befehl im Device-Editor
Packages DESCRIPTION-Befehl im Package-Editor
Design-Regeln Die Beschreibung der Design-Regel-Datei im DRC-Dialog
User-Language-ProgrammeText, durch die #usage-Anweisung gekennzeichnet
Script-Dateien Der Kommentar am Anfang der Script-Datei
CAM-Jobs DESCRIPTION-Befehl im CAM-Prozessor-Job

Drag&Drop

Sie können mit Hilfe von Drag&Drop Dateien und Verzeichnisse innerhalb der Baumstruktur kopieren oder bewegen. Es ist auch möglich, ein Device oder ein Package in das Schaltplan-, Layout- bzw. Library-Fenster zu ziehen und dort zu plazieren. Zieht man User-Language-Programme und Script-Dateien auf ein Editor-Fenster, werden sie darin ausgeführt. Design Rules werden einem Layout zugeordnet, wenn Sie einen entsprechenden Eintrag in das Layout-Editor-Fenster ziehen. Ziehen Sie eine Board-, Schaltplan- oder Library-Datei auf das jeweilige Editor-Fenster, so wird die Datei in den Editor geladen. All diese Funktionen erreichen Sie auch über das Kontext-Menü des entsprechenden Eintrags in der Baumstruktur.

Informations-Fenster

In der rechten Hälfte des Control Panels werden Informationen zum selektierten Punkt in der Baumstruktur angezeigt. Diese Informationen werden aus den Quellen erzeugt, die unter Beschreibungen angegeben sind. Bei Device und Package erhält man eine Voransicht des Elements.

Menü-Leiste

Die Menü-Leiste des Control Panels enthält folgende Punkte:

Datei

Neu Erzeugt eine neue Datei
Öffnen Öffnet eine existierende Datei
Zuletzt geöffnete ProjekteÖffnet eines der zuletzt bearbeiteten Projekte
Alles speichern Speichert alle modifizierten Editor-Dateien
Projekt schließenSchließt das aktuelle Projekt
Beenden Beendet das Programm

Ansicht

AktualisierenAktualisiert den Inhalt der Baumansicht
Sortieren Ändert die Sortierung der Baumansicht

Optionen

Verzeichnisse... Öffnet den Verzeichnis-Dialog
Sicherung... Öffnet den Sicherungs-Dialog
Benutzeroberfläche... Öffnet den Benutzeroberfläche-Dialog
Fensterpositionen... Öffnet den Fensterpositionen-Dialog

Fenster

Control Panel Zum Control Panel wechseln
1 Schaltplan - ... Zu Fenster 1 wechseln
2 Board - ... Zu Fenster 2 wechseln

Hilfe

Allgemein Öffnet eine allgemeine Hilfe-Seite
Kontext Öffnet die Hilfe-Seite für den momentanen Kontext
Control Panel Öffnet diese Hilfe-Seite
EAGLE Lizenz Öffnet den Lizenz-Dialog
Auf Update prüfen Prüft ob eine neue Version von EAGLE verfügbar ist
Über EAGLE Zeigt Details zu Ihrer EAGLE Version und Lizenz an

Statuszeile

Die Statuszeile unten im Control Panel enthält den vollständigen Namen des gegenwärtig selektierten Objektes.

Kontext-Menüs

Ein Klick mit der rechten Maustaste auf ein Objekt des
Control Panels öffnet ein Kontext-Menü das folgende Aktionen ermöglicht (nicht alle davon sind für alle Objekte zutreffend):

Neuer Ordner

Erzeugt ein neues Verzeichnis unterhalb des selektierten Ordners und schaltet den neu erzeugten Zweig der Baumansicht in den Umbenennen-Modus, so dass der gewünschte Name vergeben werden kann.

Beschreibung editieren

Lädt die DESCRIPTION-Datei in den HTML-Editor.

Umbenennen

Schaltet den Eintrag der Baumansicht in den Editier-Modus, so dass er umbenannt werden kann.

Kopieren

Öffnet einen Datei-Dialog in dem Sie den neuen Namen der zu kopierenden Datei bzw. des Verzeichnisses angeben. Dateien oder Verzeichnisse kann man auch mit Hilfe von Drag&Drop kopieren.

Löschen

Löscht die Datei oder das Verzeichnis. Sie werden vor dem Löschen gefragt, ob wirklich gelöscht werden soll.

Use

Ist eine Bibliothek als in use markiert, werden die Devices und Packages darin von der Suchfunktion berücksichtigt. Sie können auch durch einen Mausklick auf den Marker in der zweiten Spalte der Baumansicht die Bibliothek freigeben oder nicht.

Alle Bibliotheken laden

Alle Bibliotheken im Bibliothekspfad werden bei der Suche nach Devices und Packages berücksichtigt, d. h. alle Bibliotheken sind in use.

Keine Bibliothek laden

Keine der Bibliotheken ist in use (einschließlich der Bibliotheken, die nicht im Bibliothekspfad stehen).

Update

Tauscht alle Bauteile des geladenen Schaltplans oder Layouts, die aus dieser Bibliothek genommen wurden gegen die aktuelle Bauteile-Definition aus.

Update in Bibliothek

Tauscht alle in der geladenen Bibliothek verwendeten Gehäusedefinitionen gegen den aktuellen Stand aus dieser Bibliothek aus.

In Schaltplan einfügen

Startet den ADD-Befehl im Schaltplan-Editor für dieses Device. Das ist auch über Drag&Drop möglich.

In Platine einfügen

Startet den ADD-Befehl im Layout-Editor für dieses Package. Das ist auch über Drag&Drop möglich.

In Bibliothek kopieren

Kopiert das selektierte Device-Set oder Package in die geladene Bibliothek. Das ist auch über Drag&Drop möglich.

Neue Variante in der Bibliothek

Erzeugt eine neue Package-Variante mit dem selektierten Package im aktuellen Device-Set der geladenen Bibliothek. Das ist auch über Drag&Drop möglich.

Projekt öffnen/schließen

Öffnet oder schließt ein Projekt. Dazu können Sie auch auf den Marker rechts vom Projekt-Eintrag in der Baumansicht klicken.

Neu

Öffnet ein Fenster mit der neuen Datei des entsprechenden Typs.

Öffnen

Öffnet ein Editor-Fenster mit dieser Datei. Das ist auch mit über Drag&Drop möglich.

Drucken...

Druckt die Datei auf dem System-Drucker aus. Weitere Informationen zur Benutzung der Druck-Dialoge entnehmen Sie bitte dem Kapitel Drucken auf dem System-Drucker.

Wird eine Datei über dies Kontext-Menü Option ausgedruckt, so wird immer die Datei von der Platte gelesen, auch wenn Sie ein offenes Editor Fenster haben in dem Sie die Datei editieren! Benutzen Sie den PRINT-Befehl um eine Zeichnung aus einem offenen Editor Fenster heraus zu drucken.
Bitte beachten Sie, dass Polygone in Platinen beim Ausdrucken über das Kontext-Menü nicht automatisch freigerechnet werden! Es werden lediglich die Umrisse dargestellt. Um die Polygone freigerechnet auszudrucken, laden Sie die Zeichnung in ein Editor-Fenster, geben Sie RATSNEST ein und dann PRINT.

Im ... ausführen

Startet das gewählte User-Language-Programm bzw. Script im aktuellen Schaltplan, Board oder in der Bibliothek. Das ist auch über Drag&Drop möglich.

Im Board laden

Lädt diesen Satz von Design Rules für das aktuelle Board. Das ist auch überDrag&Drop möglich.

Verzeichnisse

Mit dem Verzeichnisse-Dialog definiert man die Pfade, in denen nach Dateien gesucht werden soll.

Alle Felder können ein oder mehrere, durch Doppelpunkt (':') getrennte Verzeichnisse enthalten, in denen nach den verschiedenen Dateitypen gesucht wird.
Unter Windows werden die einzelnen Verzeichnisnamen durch Strichpunkte (';') getrennt.
Wird einer der Befehle
OPEN, USE, SCRIPT oder RUN eingegeben, dann werden diese Pfade durchsucht, mit Priorität von links nach rechts. Wird der Datei-Dialog benutzt um eine Datei eines dieser Typen anzusprechen, so wird das Verzeichnis, in das der Anwender mittels des Datei-Dialogs navigiert hat, implizit an das Ende des jeweiligen Pfades angehängt.

Die Variablen $HOME und $EAGLEDIR werden verwendet, um das Home-Verzeichnis des Benutzers bzw. das EAGLE-Programm-Verzeichnis anzugeben.
Unter Windows gilt für $HOME entweder die Umgebungsvariable HOME (falls gesetzt), oder der Wert des Schlüssels "HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Shell Folders\Personal" in der Windows-Registry, der den gültigen Pfad des Verzeichnisses "Eigene Dateien" enthält.

Datensicherung

Der Datensicherung-Dialog ermöglicht es Ihnen, den automatischen Backup individuell einzustellen.

Max. Anzahl der Sicherungskopien

Definiert wie viele Backup-Kopien Ihrer EAGLE-Dateien "aufgehoben" werden wenn eine Datei normal mit dem WRITE-Befehl abgespeichert wird (Default: 9).

Intervall f. automat. Sicherung (Minuten)

Bestimmt das Zeitintervall nachdem EAGLE automatisch eine Sicherungskopie aller modifizierten Zeichnungsdateien erzeugt (default ist 5 min.).

Projektdatei automatisch sichern

Ist diese Option gewählt, werden Ihre Projekteinstellungen automatisch gesichert, wenn Sie das Programm verlassen. Bitte beachten Sie, dass das momentan geöffnete Projekt nicht abgespeichert wird, wenn Sie diese Option ausschalten, was zur Folge hat, dass die Einstellung nicht nicht in der eagle.epf-Datei des Projekts gespeichert wird. Daher ist diese Option wieder eingeschaltet, wenn Sie das Projekt das nächste Mal öffnen. Wenn Sie wollen, dass diese Option für das aktuelle Projekt ausgeschaltet bleibt, müssen Sie manuell "Datei/Alles speichern" aus dem Pulldown-Menü wählen, nachdem Sie die Option ausgeschaltet haben.

Benutzeroberfläche

Der Benutzeroberfläche-Dialog ermöglicht es, das Erscheinungsbild der
Editor-Fenster für Layout, Schaltplan und Bibliothek den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Symbolleisten und Menüs

Menüleiste aktiviert das Pulldown-Menü am oberen Rand des Editor-Fensters
Aktionsleiste aktiviert die Toolbar mit Buttons für "Datei", "Drucken" etc.
Parameterleiste aktiviert die dynamische Parameter-Toolbar, die alle Parameter des gerade aktiven Befehls enthält
Befehlsmenü aktiviert die Kommando-Toolbar
Textmenü aktiviert das Text-Menü
Seitenvorschau aktiviert die Vorschau für Schaltplanseiten

Layout

Hintergrund wählt die Hintergrundfarbe schwarz, weiß oder farbig im Layout-Editor
Mauszeiger wählt einen kleines Kreuz oder ein großes Fadenkreuz als Mauszeiger im Layout-Editor

Schaltplan

Hintergrund wählt die Hintergrundfarbe schwarz, weiß oder farbig im Schaltplan-Editor
Mauszeiger wählt ein kleines Kreuz oder ein großes Fadenkreuz als Mauszeiger im Schaltplan-Editor

Hilfe

Direkthilfe aktiviert die "Direkthilfe" Funktion, die einen kurzen Hinweis über die Bedeutung der Buttons gibt, wenn man den Mauszeiger über einen solchen bewegt
Benutzerführung aktiviert die "Benutzerführung", die einen Hilfetext anzeigt, der dem Benutzer bei aktivem Befehl jederzeit den nächsten sinnvollen Schritt angibt

Misc

Immer Vektor-Schrift Texte in Zeichnungen werden immer im EAGLE-eigenen Vektor-Font dargestellt, unabhängig welche Schriftart für einen Text ursprünglich gewählt wurde.
Mausrad-Zoomfaktor definiert den Zoom-Faktor für das Hinein- bzw. Herauszoomen mit einer Rädchenmaus in einem Editor-Fenster ('0' schaltet diese Funktion aus, das Vorzeichen bestimmt die Drehrichtung des Rädchens)

Fensterpositionen

Der Fensterpositionen-Dialog ermöglicht es, die Positionen aller momentan geöffneten Fenster abzuspeichern, so dass später, wenn ein Fenster des gleichen Typs erneut geöffnet wird, dieses an der gleichen Stelle wie zuvor erscheint.

Sie können auch alle gespeicherten Fensterpositionen löschen, so dass es wieder dem Window-Manager überlassen ist, wo neu geöffnete Fenster platziert werden.

Auf Update prüfen

Die Option "Hilfe/Auf Update prüfen" im Pulldown-Menü des Control-Panels öffnet einen Dialog, der anzeigt, ob auf dem CadSoft-Server eine neue Version von EAGLE zur Verfügung steht.

Der Konfigurieren-Button öffnet einen Dialog, in dem Sie angeben können ob und wie häufig eine automatische Überprüfung auf eine neue Version beim Programmstart stattfinden soll (standardmäßig geschieht dies einmal am Tag). Falls Sie einen Proxy benutzen müssen, um das Internet anzusprechen, so können Sie diesen auch im Konfigurationsdialog angeben. Geben Sie dazu im Feld "Host" den vollen Namen des Proxy-Rechners ein, ohne etwaigen http://-Präfix, und im Feld "Port" eine optionale Port-Nummer.

Falls Sie auch über Betaversionen von EAGLE informiert werden möchten, so können sie die Option "Auch auf Betaversionen prüfen" einschalten.

Tastatur und Maus

Die Steuertasten (Alt, Ctrl und Shift) werden benutzt um das Verhalten bestimmter Maus-Aktionen zu verändern. Beachten Sie bitte, dass abhänging vom verwendeten Betriebssystem bzw. Window-Manager manche dieser Tasten (in Kombination mit Maus-Aktionen) möglicherweise nicht an Applikationen weitergeleitet werden, was zur Folge hat, dass einige der hier beschriebenen Funktionen dann nicht verfügbar sind.

Auf deutschen Tastaturen wird die Ctrl-Taste meist als Strg bezeichnet und die Shift-Taste als "Umschalt-Taste". Da EAGLE an einigen Stellen Code-Buchstaben für die Bezeichnung dieser Tasten verwendet (siehe ASSIGN und Befehlseingabe) verwenden wir durchgehend die Bezeichnungen Ctrl und Shift.

Alt

Ein Druck auf die Alt-Taste schaltet auf ein alternatives GRID um. Dies kann typischerweise ein feineres Raster als das normale sein, wodurch es zum Beispiel schnell und einfach möglich ist etwas in einem dicht belegten Gebiet fein zu positionieren, wofür das normal Raster zu grob wäre. Das alternative Grid bleibt so lange aktiv, wie die Alt-Taste gedrückt gehalten wird.

Ctrl

Wird die Ctrl-Taste zusammen mit der rechten Maustaste gedrückt so wird zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her geschaltet (dies betrifft nur Befehle die Wire-Knickwinkel unterstützen, wie etwa WIRE).

Die Ctrl-Taste zusammen mit der linken Maustaste steuert spezielle Funktionen der einzelnen Befehle, wie zum Beispiel das Aufnehmen eines Objektes an seinem Aufhängepunkt beim MOVE-Befehl.

Falls ein Befehl eine Gruppe selektieren kann, so muss die Ctrl-Taste zusammen mit der rechten Maustaste gedrückt werden, um die Gruppe zu selektieren (ansonsten würde ein Kontext-Menü für das ausgewählte Objekt geöffnet).

Unter Mac OS X ist anstatt der Ctrl-Taste die Cmd-Taste zu verwenden.

Shift

Wird die Shift-Taste zusammen mit der rechten Maustaste gedrückt so wird die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels umgekehrt (dies betrifft nur Befehle die Wire-Knickwinkel unterstützen, wie etwa WIRE).

Die Shift-Taste zusammen mit der linken Maustaste steuert spezielle Funktionen der einzelnen Befehle, wie zum Beispiel das Löschen eines übergeordneten Objektes beim DELETE-Befehl.

Esc

Wird bei einem aktiven Befehl die Esc-Taste gedrückt, so wird die aktuelle Aktion dieses Befehls beendet, ohne dass der gesamte Befehl abgebrochen wird (falls die Kommandozeile Text enthält so wird dieser zuerst gelöscht und der nächste Druck auf die Esc-Taste wirkt auf den Befehl). Für den MOVE-Befehl zum Beispiel bedeutet dies, dass ein am Mauszeiger befindliches Objekt "fallengelassen" wird und ein anderes Objekt selektiert werden kann.

Crsr-Up/Down

Die Tasten Crsr-Up (Pfeil nach oben) bzw. Crsr-Down (Pfeil nach unten) erlauben es in der Kommandozeile des Editor-Fensters früher eingegeben Befehlszeilen wieder herzuholen ("History-Funktion").

Funktionstasten

Beliebige Kommandos können mit dem ASSIGN-Befehl auf Funktionstasten gelegt werden.

Linke Maustaste

Die linke Maustaste dient generell zum Selektieren, Zeichnen und Plazieren von Objekten.

Mittlere Maustaste

Die mittlere Maustaste wechselt den aktuellen Layer oder spiegelt das am Mauszeiger hängende Objekt.

Folgende Befehle unterstützen die mittlere Maustaste:
ADD Bauteil spiegeln
ARC aktiven Layer wechseln
CIRCLE aktiven Layer wechseln
COPY Objekt spiegeln
INVOKE Gatter spiegeln
LABEL aktiven Layer wechseln
MOVE Objekt oder Gruppe spiegeln
PASTE Gruppe spiegeln
POLYGON aktiven Layer wechseln
RECT aktiven Layer wechseln
ROUTE aktiven Layer wechseln
SMD aktiven Layer wechseln
TEXT aktiven Layer wechseln
WIRE aktiven Layer wechseln

Click&Drag mit der mittleren Maustaste verschiebt die Zeichnung innerhalb des Editor-Fensters.

Rechte Maustaste

Die rechte Maustaste wird im Wesentlichen dazu verwendet, eine Gruppe zu selektieren, am Mauszeiger hängende Objekte zu rotieren, den Wire-Knickwinkel zu ändern sowie für einige andere, befehlsspezifische Funktionen.

Wird ein Objekt mit der rechten Maustaste angeklickt, so wird ein kontextspezifisches Popup-Menü angezeigt, aus dem Befehle, die für dieses Objekt anwendbar sind, ausgewählt werden können. Falls gerade ein Befehl aktiv ist, der auf eine Gruppe angewendet werden kann, enthält das Popup-Menü einen entsprechenden Eintrag.

Folgende Befehle unterstützen die rechte Maustaste:
ADD Bauteil drehen
ARC Drehsinn des Kreisbogens ändern
BUS Wire-Knickwinkel ändern
CHANGE Change auf Gruppe anwenden
DELETE Gruppe löschen
GROUP Polygon schließen
INVOKE Gatter drehen
LABEL Label drehen
MIRROR Gruppe spiegeln
MOVE Objekt drehen bzw. Gruppe selektieren
NET Wire-Knickwinkel ändern
PAD Pad drehen
PASTE Gruppe drehen
PIN Pin drehen
POLYGON Wire-Knickwinkel ändern
RIPUP Ripup auf Gruppe anwenden
ROTATE Gruppe drehen
ROUTE Wire-Knickwinkel ändern
SMD Smd drehen
SPLIT Wire-Knickwinkel ändern
TEXT Text drehen
WIRE Wire-Knickwinkel ändern

Maus-Rädchen

Innerhalb eines Editor-Fensters kann mit dem Maus-Rädchen die Zoomstufe verändert werden.

Benachbarte Objekte selektieren

Wenn Sie an einer Stelle ein Objekt selektieren wollen, an der mehrere Objekte eng beieinander liegen, nimmt der Mauszeiger die Form eines Vierfach-Pfeils an, und es erscheint die Frage

Hervorgehobenes Objekt auswählen? (links=ja, rechts=weiter, ESC=abbrechen)

Drücken Sie die rechte Maustaste, um zyklisch durch alle in Frage kommenden Objekte "durchzutasten".

Mit der linken Maustaste wählen Sie das gewünschte Objekt aus.

Um die Auswahl ganz abzubrechen, drücken Sie die Esc-Taste.

Mit dem Befehl

SET Select_Factor select_radius;
können Sie beeinflussen, wie groß der "Selektionsradius" sein soll.

Wurde die ursprüngliche Selektion mit der rechten Maustaste gemacht, so erscheint ein kontextspezifisches Popup-Menü für das erste ausgewählte Objekt, welches als ersten Eintrag "Weiterschalten" enthält. Durch Klicken auf diesen Eintrag wird zyklisch durch die Objekte im Selektionsradius geschaltet.

Editor-Fenster

EAGLE kennt unterschiedliche Typen von Daten-Dateien. Jeder davon wird in einem eigenen Editor-Fenster-Typ bearbeitet. Wenn Sie eines der Objekte durch Doppelklick selektieren oder vom Control Panel aus eine Datei mit Datei/Öffnen laden, dann öffnet sich ein Editor-Fenster für diesen Dateityp.

Bibliotheks-Editor

Der Bibliotheks-Editor dient dazu, Bauelemente-Bibliotheken (*.lbr) zu editieren.

Nachdem Sie ein neues Bibliotheks-Editor-Fenster geöffnet haben, erscheint eine leere Arbeitsfläche, und Sie müssen mit dem EDIT Befehl angeben, welches Gehäuse (Package), Symbol oder Device Sie laden oder neu anlegen wollen.

Bibliotheks-Editier-Modus

Im Bibliotheks-Editier-Modus können Sie Packages, Symbole und Devices editieren.

Package: Die Gehäuse-Definition.

Symbol: Schaltzeichen, wie es im Schaltplan erscheinen soll.

Device: Definition des realen Bauteils. Enthält eine oder mehrere Package-Varianten und ein oder mehrere Symbole (Gates). Es dürfen unterschiedliche Symbole kombiniert werden.

Klicken Sie den Button Dev, Pac oder Sym, um Devices, Packages oder Symbole zu selektieren.

Wenn Sie ein neues Objekt anlegen wollen, schreiben Sie den Namen des neuen Objekts in das Feld New Sie können auch ein exitstierendes Objekt laden, indem Sie seinen Namen in dieses Feld eintippen. Wenn Sie die Extension des Datei-Namens nicht angeben, wird ein Objekt geladen, dessen Typ vom Choose... Prompt bestimmt wird. Andernfalls bestimmt die Extension den Typ.

Falls Ihre Lizenz das Schaltplan-Modul nicht einschließt, erscheinen die Object-Type-Buttons (Dev...) nicht im Menü.

Layout-Editor

Der Layout-Editor dient dazu, Layouts (*.brd) zu editieren.

Wenn im selben Verzeichnis eine Schaltplan-Datei (*.sch) mit demselben Namen existiert, wird beim Öffnen eines Layouts automatisch auch ein Schaltplan-Editor-Fenster mit dieser Datei als Icon auf den Desktop gelegt. Das ist notwendig, damit die Schaltplan-Datei geladen ist, wenn Änderungen an der Platine die Back-Annotation zum Schaltplan erforderlich machen.

Schaltplan-Editor

Der Schaltplan-Editor dient dazu, Schaltpläne (*.sch) zu editieren.

Wenn im selben Verzeichnis eine Layout-Datei (*.brd) mit demselben Namen existiert, wird beim Öffnen eines Layouts automatisch auch ein Layout-Editor-Fenster mit dieser Datei als Icon auf den Desktop gelegt. Das ist notwendig, damit die Layout-Datei geladen ist, wenn Änderungen an der Platine die Forward-Annotation zum Layout erforderlich machen.

Mit Hilfe der Combo-Box in der Action-Toolbar des Schaltplan-Editor-Fensters können Sie zwischen den einzelnen Schaltplan-Seiten wechseln oder neue Seiten anlegen. Sie können dazu auch den EDIT-Befehl verwenden.

Text-Editor

Der Text-Editor dient dazu, Textdateien zu editieren.

Die Textdatei muss eine reine ASCII-Datei sein und darf keine Steuerzeichen enthalten. Als Anwendungen sind in erster Linie vorgesehen: das Schreiben von User-Language-Programmen und Script-Dateien.

Verwenden eines externen Text-Editors

Falls Sie anstatt des in EAGLE eingebauten lieber einen externen Text-Editor verwenden wollen, so können Sie den zum Starten dieses Editors nötigen Befehl im Dialog "Optionen/Benutzeroberfläche" eintragen.

In diesem Befehl werden die folgenden Platzhalter durch aktuelle Werte ersetzt:

%Cdie Spalte, in die der Cursor positioniert werden soll (zur Zeit immer 1)
%Fder Name der zu ladenden Datei
%Ldie Zeile, in die der Cursor positioniert werden soll

Ist als Befehl lediglich ein Minuszeichen ('-') eingetragen, so wird EAGLE niemals ein Text-Editor-Fenster öffnen. Dies ist hilfreich für Benutzer, die ihren Text-Editor immer selbst starten wollen.

Folgende Einschränkungen gelten bei der Verwendung eines externen Text-Editors:

Editor-Befehle

Wechsel der Betriebsart/Dateibefehle

CLOSE Bibliothek nach Editieren schließen
EDIT Zeichnung laden/anlegen
EXPORT ASCII-Liste erzeugen (z.B. Netzliste)
OPEN Bibliothek zum Editieren laden
QUIT EAGLE verlassen
REMOVE Dateien/Bibliotheks-Elemente löschen
SCRIPT Befehlsdatei ausführen
USE Bibliothek zum Plazieren von Elementen laden
WRITE Zeichnung/Bibliothek speichern

Zeichnungen/Bibliotheken editieren

ADD Element in Zeichnung / Symbol in Device einfügen
ARC Kreisbogen zeichnen
ATTRIBUTE Attribute definieren
CIRCLE Kreis zeichnen
CLASS Netzklassen definieren
COPY Objekte/Elemente kopieren
CUT Vorher definierte Gruppe in Paste-Buffer laden
DELETE Objekt löschen
DESCRIPTION Beschreibung eines Objektes ändern
GROUP Gruppe für spätere Operation definieren
HOLE Nichtleitende Bohrung definieren
LAYER Layer definieren/wechseln
MIRROR Objekt spiegeln
MITER Wire-Verbindungsstellen abschrägen
MOVE Objekt bewegen oder rotieren
NAME Objekt mit Namen versehen
PASTE Paste-Buffer in Zeichnung einfügen
POLYGON Polygon zeichnen
RECT Rechteck zeichnen
ROTATE Objekt rotieren
SMASH NAME/VALUE zum Bewegen vorbereiten
SPLIT Wires/Linien (Netze etc.) knicken
TEXT Text zu einer Zeichnung hinzufügen
VALUE Wert für Element definieren/ändern
WIRE Linie oder geroutete Verbindung zeichnen

Spezielle Befehle für Platinen

DRC Design Rule Check durchführen
ERRORS DRC-Fehler anzeigen
LOCK Bauteilposition verriegeln
RATSNEST Kürzeste Luftlinien anzeigen
REPLACE Bauteil ersetzen
RIPUP Signal auflösen
ROUTE Signal routen
SIGNAL Signal (Luftlinie) definieren
VIA Durchkontaktierung (Via) plazieren

Spezielle Befehle für Schaltpläne

BOARD Platine aus einem Schaltplan erzeugen
BUS Buslinie zeichnen
ERC Electrical Rule Check ausführen
GATESWAP Äquivalente 'Gates' tauschen
INVOKE 'Gate' aus Device plazieren
JUNCTION Verbindungspunkt plazieren
LABEL Label für Bus oder Netz plazieren
NET Netz definieren
PINSWAP Äquivalente Pins tauschen

Spezielle Befehle für Bibliotheken

CONNECT Pin/Pad-Zuordnung festlegen
PACKAGE Package für Device definieren
PAD Pad in Package einfügen
PIN Pin in Symbol einfügen
PREFIX Default-Präfix für Device festlegen
REMOVE Elemente aus Bibliothek löschen
RENAME Symbol/Package/Device neu benennen
SMD Smd-Pad in Package einfügen
TECHNOLOGY Technologien für ein Device definieren
VALUE Definieren, ob Value-Text änderbar

Befehle für Bildschirmdarstellung und Benutzer-Interface

ASSIGN Tasten belegen
CHANGE EAGLE-Parameter ändern
DISPLAY Layer anzeigen/ausblenden
GRID Raster/Einheit definieren
MENU Befehls-Menü konfigurieren
SET Programm-Parameter einstellen
WINDOW Bildausschnitt verändern

Weitere Befehle

AUTO Autorouter starten
HELP Hilfe-Seite anzeigen
INFO Information über Objekt zeigen
MARK Messmarke setzen/entfernen
OPTIMIZE Wire-Segmente zusammenfassen
PRINT Ausdrucken auf dem System-Drucker
REDO Zurückgenommene Befehle ausführen
RUN User-Language-Programm ausführen
SHOW Objekt hell darstellen
UNDO Befehle zurücknehmen
UPDATE Bibliotheks-Objekte aktualisieren

Befehlseingabe

EAGLE-Befehle können auf vier verschiedene Arten eingegeben werden:
Diese Eingabearten können auch gemischt verwendet werden.

Für die Befehlsbeschreibungen gelten folgende Regeln:

Befehle und Parameter in GROSSBUCHSTABEN werden direkt eingegeben (bzw. aus dem Befehlsmenü mit der Maus selektiert). Bei der Eingabe werden Groß- und Kleinbuchstaben nicht unterschieden.

Parameter in Kleinbuchstaben werden durch Namen, Zahlenwerte oder Schlüsselwörter ersetzt. Beispiel:

Syntax: GRID grid_size grid_multiple;
Input: GRID 1 10;

Verkürzte Eingabe

Befehle und andere Schlüsselwörter können beliebig abgekürzt werden, solange sie nicht mit anderen Schlüsselwörtern verwechselt werden können.

Alternative Parameter

Das Zeichen | bedeutet, dass Parameter alternativ angegeben werden können. Beispiel:

Syntax: SET BEEP OFF | ON;
Input: SET BEEP OFF;
oder
SET BEEP ON;

Wiederholungspunkte

Die Zeichen .. bedeuten, dass die Funktion mehrfach ausgeführt werden kann bzw. dass mehrere Parameter vom gleichen Typ erlaubt sind. Beispiel:

Syntax: DISPLAY option layer_name..
Input: DISPLAY TOP PINS VIAS

Koordinatenangaben

Das Zeichen • bedeutet normalerweise, dass an dieser Stelle im Befehl mit der linken Maustaste ein Objekt anzuklicken ist. Beispiel:

Syntax: MOVE • •..
Input: MOVE
Mausklick auf erstes zu bewegendes Element
Mausklick auf das Ziel
Mausklick auf zweites zu bewegendes Element
etc.

An diesem Beispiel sehen Sie auch, wie die Wiederholungspunkte bei Befehlen mit Mausklicks zu verstehen sind.

Jeder Mausklick stellt eine Koordinatenangabe dar. Will man den Befehl textuell eingeben, dann kann man anstelle des Mausklicks die Koordinaten über die Tastatur in folgender Form eingeben:

(x y)
Dabei sind x und y Zahlen in der mit dem GRID-Befehl gewählten Einheit. Die textuelle Eingabemöglichkeit ist insbesondere für Script-Dateien erforderlich.
Soll eine andere als die im GRID-Befehl gewählte Einheit verwendet werden, so kann diese an die angegebenen Koordinaten angefügt werden, wie in
(100mil 200mil)
Erlaubte Einheiten sind mm, mic, mil und in. Es können auch unterschiedliche Einheiten für x und y verwendet werden.
Die spezielle Koordinate
(@)
kann dazu benutzt werden, die aktuelle Position des Mauszeigers im Zeichenfenster zu referenzieren. So würde zum Beispiel die Eingabe
MOVE R1 (@)
das Bauteil mit dem Namen R1 an die Position verschieben, auf der der Mauszeiger im Moment steht.

Nach der öffnenden Klammer darf eine beliebige Kombination der folgenden Steuerzeichen folgen um einen bestimmten Tastendruck zusammen mit dem "Mausklick" zu simulieren oder die Art der Koordinaten zu modifizieren:
>rechte Maustaste
A Alt-Taste
C Ctrl-Taste
P Polar-Koordinaten (relativ zur Marke, x = Radius, y = Winkel in Grad, gegen den Uhrzeigersinn)
R Relative Koordinaten (relativ zur Marke)
S Shift-Taste
Die Eingabe

(CR> 1 2)
würde zum Beispiel einem "Mausklick" mit der rechten Maustaste an den Koordinaten (1 2) relativ zur Marke, mit gedrückter Ctrl-Taste entsprechen (natürlich würde es vom konkreten Befehl abhängen was genau mit dieser Art von Eingabe geschehen würde). Falls momentan keine Marke gesetzt ist, beziehen sich Koordinaten mit R oder P auf den Ursprung der Zeichnung. Die Steuerzeichen sind unabhängig von Groß-/Kleinschreibung, ihre Reihenfolge spielt keine Rolle und es muss auch kein Leerzeichen zwischen ihnen und der ersten Ziffer der Koordinaten stehen. Das obige Beispiel könnte also ebenso als (r>c1 2) geschrieben werden. Als "Polar-Koordinaten" eingegebene Werte werden intern als die entsprechenden (x y) Koordinaten abgespeichert.

Als Beispiel für die Koordinateneingabe in Textform soll die Eingabe der Platinenumrisse mit exakten Maßen dienen:

GRID 1 MM;
CHANGE LAYER DIMENSION;
WIRE 0 (0 0) (160 0) (160 100) (0 100) (0 0);
GRID LAST;

Dezimalzahlen

Bei der Eingabe von Dezimalzahlen in der Kommandozeile des Editor-Fensters oder in Dialog-Eingabefeldern können Sie das Komma als Dezimal-Trennzeichen verwenden (also zum Beispiel 12,34), falls Ihre landesspezifischen Einstellungen dies zulassen. Allerdings sollten Sie beim Schreiben eines Scripts oder eines ULPs, welches EAGLE-Befehle über die exit()-Funktion zurückgibt, immer den Punkt als Dezimal-Trennzeichen verwenden (also 12.34). Ansonsten kann es sein, dass Ihr Script bzw. ULP nicht auf anderen Systemen lauffähig ist. Generell ist es empfehlenswert, immer den Punkt als Dezimal-Trennzeichen zu verwenden.

Strichpunkt

Der Strichpunkt (';') schließt einen Befehl ab. Ein Befehl muss dann mit einem Strichpunkt abgeschlossen werden, wenn er weniger als die maximal mögliche Zahl von Parametern enthält. Der Befehl
WINDOW;
frischt beispielsweise das Zeichenfenster auf, während
WINDOW FIT
das Zeichenfenster so skaliert, dass die gesamte Zeichnung sichtbar ist. Im zweiten Fall ist kein Strichpunkt erforderlich, weil bereits klar ist, dass kein weiterer Parameter folgen kann.

ADD

Funktion
Elemente in eine Zeichnung einfügen.
Symbole in ein Device einfügen.
Syntax
ADD package_name[@library_name] [name] [orientation] •..
ADD device_name[@library_name] [name [gate]] [orientation] •..
ADD symbol_name [name] [options] •..
Maustasten
Mittlere spiegelt das Bauteil.
Rechte dreht das Bauteil.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
UPDATE, USE, INVOKE

Der ADD-Befehl holt ein Schaltplan-Symbol (Gate) oder ein Package aus der aktiven Bibliothek und plaziert es in der Zeichnung.

Bei der Device-Definition holt der ADD-Befehl ein Symbol in das Device.

Üblicherweise klickt man den ADD-Befehl an und selektiert das Package/Symbol aus dem sich öffnenden Menü. Nun können die Parameter (falls erforderlich) per Tastatur eingegeben werden.

Wenn device_name Platzhalter enthält ('*' oder '?') und mehr als ein Device gefunden wird, öffnet sich der ADD-Dialog. Daraus kann dann das gewünschte Device gewählt werden. Beachten Sie, dass die Beschreibung Checkbox im ADD-Dialog ausgeschaltet wird, sobald ein ADD-Befehl mit einem Device-Namen in der Kommandozeile angegeben wird, egal ob der Name Platzhalter enthält oder nicht. Der Grund hierfür ist, dass ein in der Kommandozeile angegebener Device-Name nur in den Namen der Devices gesucht wird und nicht in deren Beschreibungen.

Plaziert wird das Package/Symbol mit der linken Maustaste, rotiert wird es mit der rechten. Nachdem es plaziert wurde, hängt sofort eine weitere Kopie am Mauszeiger.

Wenn bereits ein Device oder Package mit gleichem Namen (aus derselben Bibliothek) in der Zeichnung existiert und die Bibliothek seit dem Plazieren des ursprünglichen Elements modifiziert wurde, startet EAGLE automatisch einen Library-Update bei dem Sie gefragt werden, ob die Bauteile durch die neuere Bibliotheksdefinition ersetzt werden sollen. Achtung: Nach einem Library-Update sollten Sie immer den Design Rule Check (DRC) und den Electrical Rule Check (ERC) laufen lassen!

Package oder Symbol in Zeichnung holen

Platzhalter

Der ADD-Befehl kann mit Platzhaltern ('*' oder '?') arbeiten, um ein bestimmtes Element zu finden. Der ADD-Dialog zeigt alle gefundenen Elemente in einer Baumansicht und dazu auch eine Voransicht des Devices und der Package-Variante.

Um ein Element direkt zu plazieren, verwenden Sie die Syntax:

ADD devicename@libraryname
devicename darf Platzhalter enthalten und libraryname darf entweder direkt der Bibliotheksname (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder der volle Name mit Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") sein.

Namen

Der Parameter package_name, device_name bzw. symbol_name ist der Name, unter dem das Package/Device/Symbol in der Bibliothek abgelegt ist. Er wird üblicherweise aus einem Menü selektiert. Der Parameter name ist der Name, den das Element in der Zeichnung erhalten soll. Falls der Name als eine Orientierung oder Option interpretiert werden könnte, muss er in Hochkommas eingeschlossen werden. Wird er nicht explizit angegeben, erhält das Element einen generierten Namen.

Beispiel:

ADD DIL14 IC1 •
holt das Package DIL14 in die Platine und gibt ihm den Namen IC1.

Wird im Schaltplan kein Name angegeben, erhält das Gate als Namen den bei der Device-Definition mit PREFIX festgelegten Präfix, ergänzt um eine fortlaufende Zahl (z.B. IC1).

Beispiel:

ADD 7400 • • • • •
Hier werden der Reihe nach fünf Gatter aus Bausteinen des Typs 7400 plaziert. Sofern als Präfix "IC" definiert wurde und die Einzelgatter innerhalb eines 7400 die Namen A...D haben, erhalten die Gatter im Schaltplan die Namen IC1A, IC1B, IC1C, IC1D, IC2A (falls schon Elemente mit demselben Präfix plaziert wurden, wird die Zählung mit der nächsten laufenden Nummer fortgesetzt. Siehe auch INVOKE.

Während ein Objekt am Cursor hängt, können Sie den Namen, unter dem es in die Zeichnung eingefügt wird, ändern. Damit können Sie mehrere Bauteile gleichen Typs unter verschiedenen, explizit vergebenen Namen einfügen:

Beispiel:

ADD CAP C1 • C5 • C7 •

Bestimmte Gatter

Um ein bestimmtes Gatter eines neu hinzugefügten Bausteins zu holen kann nach dem Bauteilnamen der Name des Gatters angegeben werden:

Beispiel:

ADD 7400 IC1 A •
Dies ist vor allem dafür gedacht, wenn ein Schaltplan über ein Script generiert werden soll. Beachten Sie bitte, dass wenn ein bestimmtes Gatter geholt wird keine anderen Gatter mit Add-Level MUST oder ALWAYS automatisch mit geholt werden, und Sie müssen zumindest die MUST-Gatter mit dem INVOKE-Befehl aktivieren (ansonsten wird sie der Electrical Rule Check als fehlend melden).

Orientation

Dieser Parameter gibt die Ausrichtung des Objektes in der Zeichnung an. Normalerweise rotiert man Objekte mit der rechten Maustaste. In Script-Dateien verwendet man die textuellen Angaben für diesen Parameter:

[S][M]Rnnn

S setzt das Spin-Flag, welches die Funktion abschaltet, die Texte von unten oder rechts lesbar hält (nur im Board-Kontext verfügbar)
M setzt das Mirror-Flag, welches das Objekt an der Y-Achse spiegelt
Rnnnsetzt die Rotation auf den angegebenen Wert, der im Board-Kontext im Bereich 0.0...359.9 (mit einer Auflösung von 0.1 Grad) und im Schaltplan-Kontext einer der Werte 0, 90, 180 oder 270 sein darf (Winkel dürfen auch negativ angegeben werden, sie werden dann in den entsprechenden positiven Wert umgewandelt)

Die Schlüsselbuchstaben S, M und R können als Groß- oder Kleinbuchstaben angegeben werden und es muss mindestens R gefolgt von einer Zahl vorhanden sein.

Ist das Mirror-Flag sowohl in einem Bauteil als auch in einem in dessen Package befindlichen Text gesetzt, so heben sich diese in ihrer Wirkung auf. Das gleiche gilt für das Spin-Flag.

Beispiele:

R0 keine Rotation
R90 um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht
R-90 um 90° im Uhrzeigersinn gedreht (wird in 270° umgerechnet)
MR0 an der Y-Achse gespiegelt
SR0 Texte werden mit "Spin" dargestellt
SMR33.3um 33.3° gegen den Uhrzeigersinn gedreht, gespiegelt und mit "Spin"

Default: R0

ADD DIL16 R90 (0 0);
plaziert ein 16poliges DIL-Gehäuse, das um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn gedreht ist, an den Koordinaten (0 0).

Fehlermeldungen

Soll ein Gate aus einem unvollständig definierten Device geholt werden, erscheint eine Fehlermeldung (siehe BOARD-Befehl). Dies lässt sich mit dem Befehl "SET CHECK_CONNECTS OFF;" verhindern. Vorsicht: Der BOARD-Befehl führt diese Prüfung auf alle Fälle durch. Sie abzuschalten ist also nur sinnvoll, wenn man keine Platine erzeugen will.

Symbol in Device holen

Bei der Device-Definition holt der ADD-Befehl ein vorher definiertes Symbol in das Device. Als Optionen sind zwei Parameter (Swaplevel und Addlevel) möglich, die in beliebiger Reihenfolge eingegeben werden können. Beide lassen sich mit dem CHANGE-Befehl voreinstellen und ändern. Auch der im ADD-Befehl angegebene Wert bleibt als Voreinstellung erhalten.

Swaplevel

Der Swaplevel ist eine Zahl im Bereich 0..255, wobei gilt:

0: Das Symbol (Gate) kann im Schaltplan nicht mit einem anderen vertauscht werden.
1..255 Das Symbol (Gate) kann im Schaltplan mit jedem anderen Symbol dieses Typs vertauscht werden, das denselben Swaplevel hat (auch zwischen verschiedenen Devices).

Default: 0

Addlevel

Für diesen Parameter gibt es folgende Möglichkeiten:
Next Wenn ein Device mehr als ein Gate aufweist, werden in den Schaltplan der Reihe nach die Symbole mit Addlevel Next geholt.
Must Wird ein beliebiges Symbol eines Device in den Schaltplan geholt, dann muss auch ein mit dem Addlevel Must definiertes Symbol im Schaltplan erscheinen. Dies geschieht automatisch. Es kann nicht gelöscht werden, bevor nicht alle anderen Symbole aus diesem Device gelöscht sind. Falls nur noch Must-Symbole aus einem Device vorhanden sind, löscht der DELETE-Befehl das ganze Device.
Always Wie Must, allerdings kann ein Symbol mit Addlevel Always gelöscht und mit INVOKE wieder in den Schaltplan geholt werden.
Can Gibt es in einem Device Next-Gates, dann werden Can-Gates nur geholt, wenn sie explizit mit INVOKE angefordert werden. Ein Symbol mit Addlevel Can wird mit ADD nur dann in den Schaltplan geholt, wenn das Device nur Can- und Request-Gates enthält.
RequestDiese Eigenschaft wird sinnvollerweise für Versorgungs-Symbole von Bausteinen verwendet. Request-Gates können nur explizit in den Schaltplan geholt werden (INVOKE) und werden intern nicht mitgezählt. Das hat zur Folge, dass in Bausteinen mit nur einem Gatter und einem Versorgungsspannungs-Symbol der Gatter-Name nicht zum Bauteil-Namen hinzugefügt wird. Im Falle eines 7400 mit vier Gattern (plus Versorgungsspannung) heißen die einzelnen Gatter im Schaltplan beispielsweise IC1A, IC1B, IC1C und IC1D. Ein 68000 mit nur einem Gate, dem Prozessor-Symbol, heisst dagegen im Schaltplan z. B. IC1, da sein separates Spannungsversorgungs-Symbol als Gate nicht mitzählt.

Beispiel:

ADD PWR 0 REQUEST •
holt das Symbol PWR (z. B. ein Versorgungssymbol) und definiert dafür den Swaplevel 0 (nicht tauschbar) und den Addlevel Request.

ARC

Funktion
Zeichnen von Kreisbögen.
Syntax
ARC ['signal_name'] [CW | CCW] [ROUND | FLAT] [width] • • •
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Rechte ändert den Drehsinn.
Siehe auch
CHANGE, WIRE, CIRCLE

Mit dem ARC-Befehl zeichnet man Kreisbögen. Der erste und zweite Mausklick (linke Maustaste) definieren zwei gegenüberliegende Punkte auf dem Kreisumfang. Danach lässt sich mit der rechten Maustaste festlegen, ob der Bogen im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn dargestellt werden soll. Mit dem abschließenden Mausklick legt man den Winkel des Bogens fest.

Mit den Parametern CW (Clockwise) und CCW (Counterclockwise) kann man festlegen, ob der Bogen im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn dargestellt werden soll. ROUND bzw. FLAT bestimmt ob die Enden des Kreisbogens rund oder flach sein sollen.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, wird der Kreisbogen mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Kreisbogen so plaziert wird, dass er unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den ARC-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Strichstärke

Der Parameter width gibt die Strichstärke an, er lässt sich mit dem Befehl
CHANGE WIDTH width;
voreinstellen oder verändern und ist identisch mit der aktuellen Strichstärke für Wires.

Kreisbögen mit einem Winkel von 0 oder 360 Grad oder einem Radius von 0 werden nicht akzeptiert.

Beispiel für textuelle Eingabe:

GRID inch 1;
ARC CW (0 1) (0 -1) (1 0);
erzeugt einen Viertelkreis im ersten Quadranten mit Mittelpunkt im Ursprung.

ASSIGN

Funktion
Tastenbelegung zuweisen.
Syntax
ASSIGN
ASSIGN function_key befehl..;
ASSIGN function_key;

function_key = modifier+key
modifier = jede Kombination aus S (Shift), C (Ctrl), A (Alt) und M (Cmd, nur auf Mac OS X)
key = F1..F12, A-Z, 0-9, BS (Backspace)

Siehe auch
SCRIPT, Tastatur und Maus

Mit dem ASSIGN-Befehl kann man die Funktionstasten F1 bis F12, die Buchstabentasten A bis Z, die (oberen) Zifferntasten 0 bis 9 und die Backspace-Taste (jeweils auch in Kombination mit Zusatztasten) mit einzelnen oder mehreren Befehlen belegen.

Der ASSIGN-Befehl ohne Parameter listet die aktuelle Tastenbelegung in einem Dialog auf, in dem die Einstellungen auch verändert werden können.

Die beim Betätigen der Taste auszuführende Befehlssequenz sollte man der Klarheit wegen in Hochkommas einschließen.

Soll als key eine der Tasten A-Z oder 0-9 verwendet werden, so muss der modifier mindestens A, C oder M enthalten.
Der M modifier ist nur unter Mac OS X verfügbar.

Bitte beachten Sie, dass eine eventuell auf einer Taste liegende Betriebssystem-Funktion durch den ASSIGN-Befehl überschrieben wird (je nach verwendetem Betriebssystem kann es sein, dass bestimmte Tastenkombinationen nicht mit dem ASSIGN-Befehl überschrieben werden können).
Falls Sie eine Buchstabentaste zusammen mit dem Modifier A belegen (zum Beispiel A+F), so steht ein eventueller Hotkey im Pulldown-Menü nicht mehr zur Verfügung.

Um eine Tastenbelegung wieder zu entfernen geben Sie ASSIGN nur mit dem function_key Code (ohne Befehl) ein.

Beispiele

ASSIGN F7 'change layer top; route';
ASS A+F7 'cha lay to; rou';
ASSIGN C+F10 menu add mov rou ''';''' edit;
ASSIGN CA+R 'route';
Die beiden ersten Eingaben bewirken das gleiche, da EAGLE nicht nur bei Befehlen, sondern auch bei den Parametern Abkürzungen zulässt, solange sie eindeutig sind.

Beachten Sie, dass hier z. B. der Befehl "CHANGE layer top" mit Strichpunkt abgeschlossen ist und der ROUTE-Befehl nicht. Im ersten Fall enthält der Befehl nämlich alle Parameterangaben, während im zweiten Fall noch Koordinatenangaben fehlen (die dann sinnvollerweise mit der Maus eingegeben werden). Der ROUTE-Befehl darf also nicht mit Strichpunkt abgeschlossen werden.

Befehlsmenü einstellen

Will man mit ASSIGN eine Taste so belegen, dass sie ein neues Menü einstellt, dann muss das im MENU-Befehl enthaltene Trennzeichen (Strichpunkt) von jeweils drei Hochkommas eingeschlossen sein, wie im dritten Beispiel zu sehen.

Voreinstellung der Tastenbelegung

F1 HELP Hilfe-Funktion
Alt+F2 WINDOW FIT Zeichnung formatfüllend darst.
F2 WINDOW; Bildschirminhalt auffrischen
F3 WINDOW 2 In das Bild hineinzoomen, Fakt. 2
F4 WINDOW 0.5 Herauszoomen um Faktor 2
F5 WINDOW (@); Neues Zentrum an der Position des Mauszeigers
F6 GRID; Raster ein-/ausblenden
F7 MOVE MOVE-Befehl
F8 SPLIT SPLIT-Befehl
F9 UNDO Befehl(e) zurücknehmen
F10 REDO Befehl erneut ausführen
Alt+BS UNDO Befehl(e) zurücknehmen
Shift+Alt+BS REDO Befehl erneut ausführen

ATTRIBUTE

Funktion
Definition von Attributen für Bauteile.
Syntax
ATTRIBUTE name [ 'value' ] [ options ]
ATTRIBUTE part_name attribute_name
ATTRIBUTE part_name attribute_name 'attribute_value' [ [ orientation ] • ]
ATTRIBUTE part_name attribute_name DELETE
ATTRIBUTE * [ name [ 'value' ] ]
ATTRIBUTE * name DELETE
ATTRIBUTE •..
Siehe auch
TECHNOLOGY, NAME, VALUE, SMASH, TEXT

Siehe Beschreibung der orientation bei ADD.

Ein Attribut ist eine beliebige Kombination aus einem Namen und einem Wert, welche dazu benutzt werden kann, einem bestimmten Bauteil jede Art von Information zuzuordnen.

Attribute können in der Bibliothek definiert werden (für einzelne Devices), im Schaltplan oder im Board (für konkrete Bauteile). Attribute, die auf der Device-Ebene definiert wurden, werden für jedes Bauteil dieses Typs im Schaltplan verwendet. Im Schaltplan können jedem Bauteil weitere Attribute hinzugefügt werden, und bestehende Attribute von den Devices können mit anderen Werten überschrieben werden (falls die Attribute als variabel definiert wurden). Ein Element im Board hat alle Attribute des zugehörigen Bauteils im Schaltplan und kann weitere, eigene Attribute haben.

Attribute in der Bibliothek

In einer Bibliothek kann der ATTRIBUTE-Befehl dazu verwendet werden, die Attribute einer bestimmten Technology-Variante zu definieren. Die Syntax hierfür lautet
ATTRIBUTE name [ 'value' ] [ options ]
Der name darf aus beliebigen Buchstaben, Ziffern und den Zeichen '_', '#' und '-' bestehen und beliebig lang sein; das erste Zeichen darf allerdings nicht '-' sein. Die Groß-/Kleinschreibung spielt bei den Namen keine Rolle, so dass PartNo und PARTNO der gleiche Name sind. Der value darf beliebige Zeichen enthalten und muss in Hochkommas angegeben werden.

Gültige options sind:
delete Löscht das Attribut mit dem angegebenen Namen aus allen Technology-Varianten (in diesem Fall darf kein 'value' angegeben werden).
variableDas Attribut wird als variabel markiert, so dass es im Schaltplan überschrieben werden kann (dies ist die Standardeinstellung).
constantAttribute, die als konstant markiert sind, können nicht im Schaltplan überschrieben werden (es sei denn, der Anwender besteht darauf). Wird ein neues Attribut in einem Device als konstant definiert, so erhalten auch alle anderen Technologien diese Einstellung.
Optionen können abgekürzt werden und Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle.

Ein bereits bestehendes Attribut kann zwischen variabel und konstant umgeschaltet werden, ohne dass sein Wert erneut angegeben werden muss:
ATTRIBUTE ABC '123' (standardmäßig variabel)
ATTRIBUTE ABC constant(ABC behält den Wert '123')
Wird der Wert eines Attributes verändert, so bleibt seine konstant/variabel-Einstellung unverändert (es sei denn, sie wird explizit angegeben).

Die Attribut-Namen NAME, PART, GATE, DRAWING_NAME, LAST_DATE_TIME, PLOT_DATE_TIME und SHEET sind nicht erlaubt, da sie mit den bereits existierenden Text Variablen kollidieren würden. Ist ein Attribut namens VALUE definiert, so wird dessen Wert zum Initialisieren des tatsächlichen Wertes eines Bauteils beim Einsetzen in den Schaltplan verwendet (vorausgesetzt, das Device-Set hat 'Value On').

Attribute im Schaltplan

Im Schaltplan kann der ATTRIBUTE-Befehl dazu verwendet werden, einem Bauteil Attribute zuzuweisen. Der Wert eines solchen Attributs überschreibt dann den des gleichnamigen Attributs aus der Bibliothek (falls das Device ein solches Attribut hat und das Überschreiben zulässt). Einem Bauteil können auch Attribute zugewiesen werden, die nicht in der Bibliothek definiert wurden.

Wird nach dem Selektieren des ATTRIBUTE-Befehls auf ein Bauteil geklickt, so erscheint ein Dialog in dem alle Attribute dieses Bauteils aufgelistet sind und bearbeitet werden können.

Um ein Attribut vollständig textuell zu definieren kann folgende Syntax benutzt werden:

ATTRIBUTE part_name attribute_name 'attribute_value' orientation •
Beachten Sie bitte, dass im Falle eines Bauteils, das aus mehreren Gattern besteht, tatsächlich eines dieser Gatter ausgewählt wird. Bei der Auswahl über einen Mausklick ist bereits klar, welches Gatter gemeint ist, wohingegen bei der textuellen Auswahl der vollständige Name bestehend aus Bauteil- und Gattername angegeben werden sollte. Ein konkretes Bauteil kann nur ein Attribut mit einem bestimmten Namen haben, dieses kann aber zu jedem (oder allen) seiner Gattern hinzugefügt werden. Wird nur der Bauteilname angegeben, so wird implizit das erste sichtbare Gatter ausgewählt.

Werden keine Koordinaten angegeben (und der Befehl mit ';' abgeschlossen), so hängt das Verhalten davon ab, ob das gegebene Attribut für dieses Bauteil bereits existiert (entweder im Device oder im Schaltplan). Existiert das Attribut bereits, so wird lediglich sein Wert geändert. Falls es noch nicht existiert, so wird ein neues Attribut mit dem gegebenen Namen und Wert angelegt und am Aufhängepunkt des ausgewählten Gatters des Bauteils platziert.

Um ein Attribut von einem Bauteil zu entfernen kann der Befehl

ATTRIBUTE part_name attribute_name DELETE
verwendet werden.

Bei der Definition von Attributen über die Kommandozeile oder ein Script verwenden Sie bitte den CHANGE DISPLAY Befehl um einzustellen, welche Teile des Attributs (Name, Wert, beides oder nichts davon) sichtbar sein sollen.

Attribute im Board

Im Board können den Bauteilen Attribute auf die gleiche Weise zugewiesen werden wie im Schaltplan. Standardmäßig haben die Bauteile im Board alle Attribute, die für das jeweils zugehörige Bauteil im Schaltplan (und dessen Device in der Bibliothek) definiert wurden. Gleichnamige Attribute eines zusammengehörenden Paares von Bauteilen im Schaltplan und im Board haben immer den selben Wert (über die Forward&Back-Annotation). Bauteile im Board können zusätzliche Attribute erhalten, die nicht im Schaltplan oder in der Bibliothek definiert wurden.

Globale Attribute

Globale Attribute können in Boards und Schaltplänen definiert werden indem als Bauteilname ein '*' eingegeben wird (was gleichbedeutend ist damit, dass das Attribut für alle Bauteile gilt). Alternativ können die globalen Attribute auch über die Menü-Option "Bearbeiten/Globale Attribute..." definiert werden. Die globalen Attribute von Board und Schaltplan werden getrennt voneinander behandelt und sind nicht über Forward&Back-Annotation verbunden.

Solch ein Attribut könnte zum Beispiel der Autor der Zeichnung sein, und kann im Schriftfeld des Zeichnungsrahmens verwendet werden. Es wird dann auf jeder Schaltplan-Seite angezeigt, die einen Zeichnungsrahmen enthält in dem sich eine gleichnamige Text Variable befindet.

Layer auswählen

Im Gegensatz zu anderen Befehlen (wie etwa WIRE) merkt sich der ATTRIBUTE-Befehl den zuletzt verwendeten Layer selbst. Das hat den Vorteil, dass Attribute immer im richtigen Layer landen, egal welche Layer andere Befehle verwenden. Der Nachteil ist, dass die übliche Vorgehensweise, den Layer in einem Script auszuwählen, wie etwa
LAYER Layer;
WIRE (1 2) (3 4);
hier nicht funktioniert. Der Layer muss gewählt werden, wenn der ATTRIBUTE-Befehl bereits aktiv ist. Dies kann folgendermaßen geschehen:
ATTRIBUTE Parameter
LAYER Layer
weitere Parameter;
Beachten Sie, dass die ATTRIBUTE-Zeile nicht mit einem ';' abgeschlossen ist, und dass der LAYER-Befehl in einer neuen Zeile beginnt.
Die Befehle
ATTRIBUTE
LAYER Layer;
setzen den Layer für nachfolgende ATTRIBUTE-Befehle.

Beispiele

Zuerst müssen das Package und die Technology (falls es mehr als eine gibt) gewählt werden, dann können die Attribute für diese Technology definiert werden:
PACKAGE N;
TECHNOLOGY LS;
ATTRIBUTE PartNo '12345-ABC';
ATTRIBUTE Temp '100K' constant;
ATTRIBUTE Remark 'mount manually';

AUTO

Funktion
Autorouter aktivieren.
Syntax
AUTO;
AUTO signal_name..;
AUTO ! signal_name..;
AUTO •..;
AUTO FOLLOWME
AUTO LOAD|SAVE filename;
Siehe auch SIGNAL, ROUTE, WIRE, RATSNEST, SET

Der AUTO-Befehl aktiviert den integrierten Autorouter. Werden Signalnamen angegeben oder Signale mit der Maus selektiert, werden nur diese Signale verlegt. Ohne weitere Parameter verlegt der Autorouter alle Signale. Das Zeichen "!" gibt an, dass alle Signale ausser den angegebenen zu routen sind. Es muss vor allen Signalnamen stehen und darf nur einmal vorkommen.

Die Optionen LOAD und SAVE können dazu verwendet werden die Autorouter-Parameter aus der angegebenen Datei zu laden bzw. sie in diese zu speichern. Falls filename nicht die Extension ".ctl" hat wird diese automatisch angefügt.

Ohne Parameter (oder wenn das abschließende ';' nicht angegeben wird), öffnet der AUTO-Befehl einen Dialog, in dem die Steuerparameter für den Routing-Algorithmus eingestellt werden können. Die spezielle Option FOLLOWME öffnet diesen Dialog in einem Modus, in dem nur die für den Follow-me-Router maßgeblichen Parameter verändert werden können.

Beispiel

AUTO ! GND VCC;
Der abschließende Strichpunkt ist in jedem Fall erforderlich, es sei denn, der Autorouter wird vom Menü aus mit "Start" gestartet. Die Aktivitäten des Autorouters können Sie am Bildschirm mitverfolgen.

Das Menü des Autorouter-Befehls erscheint nach Eingabe von AUTO ohne abschließenden Strichpunkt.

Platzhalter

Falls der signal_name-Parameter angegeben wurde, so sind die Zeichen '*', '?' und '[]' Platzhalter und haben folgende Bedeutung:

* steht für eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen
? steht für genau ein Zeichen
[...]steht für irgend eines der Zeichen zwischen den Klammern

Soll eines dieser Zeichen genau so gesucht werden, wie es ist, so muss es in eckige Klammern eingeschlossen werden. Zum Beispiel findet abc[*]ghi die Zeichenfolge abc*ghi, aber nicht abcdefghi.

Ein Bereich von Zeichen kann als [a-z] angegeben werden, was für eines der Zeichen aus dem Bereich 'a'...'z' steht.

Polygone

Beim Starten des Autorouters werden alle Polygone neu freigerechnet.

Protokolldatei

Informationen zum Routing-Vorgang enthält die Datei name.pro, die ebenfalls automatisch angelegt wird.

Routing-Fläche

Der Autorouter legt ein umschließendes Rechteck um alle Objekte des Boards und nimmt die Größe dieses Rechtecks als maximale Route-Fläche. Wires im Dimension-Layer stellen für den Autorouter Sperrlinien dar. Das heisst, mit geschlossenen Linienzügen in diesem Layer kann man den Route-Bereich begrenzen.

Signale

Als Signale erkennt der Autorouter Wires und Polygone in den Layern Top, Bottom und Route2...15, sowie die mit SIGNAL definierten Luftlinien.

Sperrflächen

Objekte in den Layern bRestrict, tRestrict und vRestrict werden als Sperrflächen für Löt- und Bestückungsseite sowie für Durchkontaktierungen (Vias) behandelt.

Falls der Autorouter keine Signale in einem Layer verlegen soll, ist in das Feld für die Vorzugsrichtung "N/A" einzutragen.

Wahl des Rasters

Bei der Wahl des Rasters ist zu beachten, dass möglichst keine Pads für den Router "unsichtbar" werden. Das heisst, jedes Pad soll mindestens einen Routing-Rasterpunkt belegen, sonst kann es passieren, dass der Autorouter eine Verbindung nicht legen kann, die ansonsten ohne Probleme zu verlegen wäre - einfach weil er das entsprechende Pad nicht auf seinem Raster darstellen kann.

Abbruch

Wird der Autorouter durch einen Klick auf den STOP-Button abgebrochen, so werden die bis dahin noch nicht verlegten Luftlinien nicht automatisch neu berechnet. Benutzen hierzu Sie den RATSNEST-Befehl.

BOARD

Funktion
Erzeugt eine Board-Datei aus einem Schaltplan.
Syntax
BOARD [ grid ]
Siehe auch
EDIT

Der BOARD-Befehl erzeugt eine Layout-Datei aus einem Schaltplan.

Wenn die Platine bereits existiert, wird sie in ein Layout-Editor-Fenster geladen.

Wenn die Platine nicht existiert, werden Sie gefragt, ob Sie eine neue Datei anlegen wollen. Wird der grid Parameter angegeben, so werden die Bauteile in dem angegebenen Raster platziert, wie in

BOARD 5mm
womit die Bauteile in einem 5mm Raster platziert würden (Default ist 50mil). Die Zahl muss mit Einheit angegeben werden und der Maximalwert ist 10mm.

Der BOARD-Befehl überschreibt niemals eine existierende Platinen-Datei. Wenn eine Datei mit diesem Namen existiert, muss sie erst mit REMOVE gelöscht werden, bevor der BOARD-Befehl sie neu anlegen kann.

Platine aus Schaltplan erzeugen

Wird eine Platine zum erstenmal geladen, prüft das Programm, ob im selben Verzeichnis ein Schaltplan mit demselben Namen existiert. Wenn ja, fragt das Programm, ob aus dem Schaltplan die Platine erstellt werden soll.
Wenn ein Schaltplan geladen ist, können Sie die zugehörige Platine erzeugen, indem Sie
edit .brd
in die Kommandozeile des Editor-Fensters eintippen.

Alle relevanten Daten der Schaltplan-Datei (name.sch) werden dann in eine Board-Datei (name.brd) konvertiert. Das neue Board wird automatisch mit einer Größe von 160x100mm (Light Edition: 100x80mm) angelegt. Alle Packages mit den im Schaltplan definierten Verbindungen sind links neben der leeren Platine plaziert. Power-Pins sind bereits verbunden (siehe PIN-Befehl).

Falls Sie andere als die standardmäßig angelegten Platinenumrisse benötigen, brauchen Sie einfach nur die entsprechenden Linien zu löschen und die gewünschten Umrisse mit dem WIRE-Befehl in den Layer Dimension zu zeichnen. Wählen Sie dazu bitte eine Strichbreite von 0, da es sich hierbei nur um Hilfslinien handelt.

Eine Board-Datei kann nicht angelegt werden:

BUS

Funktion
Zeichnen von Bussen im Schaltplan.
Syntax
BUS [bus_name] • [curve | @radius] •..
Maustasten
Rechte ändert den Knickwinkel (siehe SET Wire_Bend).
Shift+Rechte kehrt die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels um.
Ctrl+Rechte schaltet zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her.
Siehe auch NET, NAME, SET

Mit dem Befehl BUS zeichnet man Busse in den Bus-Layer eines Schaltplans. Der Busname hat die Form

SYNONYM:Teilbus,Teilbus,..
wobei SYNONYM ein beliebiger Name sein darf. Teilbus ist entweder ein Netzname oder ein Busname mit Index in der Form:
Name[LowestIndex..HighestIndex]
Folgende Bedingungen müssen erfüllt sein:

0 <= LowestIndex <= HighestIndex <= 511

Wird ein Teilbus mit einem Index verwendet, darf der Name nicht mit einer Zahl enden, da sonst nicht klar wäre, welche Zahl zum Namen und welche zum Index gehörten.

Wenn der Bus auf einem anderen Bus abgesetzt wird, endet die Linie an dieser Stelle. Dieses Verhalten kann über "SET AUTO_END_NET OFF;" oder durch Deselektieren der Option "Netze und Busse automatisch beenden" unter "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" abgeschaltet werden.

Wird der curve oder @radius Parameter angegeben, so kann ein Kreisbogen als Teil des Busses gezeichnet werden (siehe die ausführliche Beschreibung beim WIRE-Befehl).

Beispiele für Busnamen

A[0..15]
RESET
DB[0..7],A[3..4]
ATBUS:A[0..31],B[0..31],RESET,CLOCK,IOSEL[0..1]
Gibt man keinen Busnamen an, wird ein Name der Form B$1 automatisch vergeben. Dieser Name lässt sich zu jeder Zeit mit dem NAME-Befehl verändern. Die Breite der Linien, die einen Bus darstellen, lässt sich z. B. mit
SET BUS_WIRE_WIDTH 40;
auf 40 Mil einstellen (Default: 30 Mil).

Negierte Signale

Der Name eines negierten Signals ("active low") kann überstrichen dargestellt werden, wenn ihm ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt wird, wie in
  ATBUS:A[0..31],B[0..31],!RESET,CLOCK,IOSEL[0..1]
was als
                          _____
  ATBUS:A[0..31],B[0..31],RESET,CLOCK,IOSEL[0..1]
dargestellt würde. Einzelheiten hierzu finden Sie in der Beschreibung des TEXT-Befehls.

CHANGE

Funktion
Ändern von Parametern.
Syntax
CHANGE option • •..
Maustasten
Ctrl+Rechte ändert Parameter der Gruppe.
Der CHANGE-Befehl dient generell dazu, Eigenschaften von Objekten zu ändern oder voreinzustellen. Objekte, die schon in der Zeichnung vorhanden sind, werden einfach der Reihe nach mit der Maus selektiert, nachdem der Befehl und der entsprechende Parameter vorher eingegeben (bzw. aus einem Menü mit der Maus ausgewählt) wurden.

Nachfolgend plazierte Objekte erhalten die mit CHANGE geänderten Eigenschaften. Damit ist es möglich, mit diesem Befehl Parameter voreinzustellen.

Alle Zahlenangaben beziehen sich auf die aktuelle Maßeinheit (siehe GRID).

Gruppe ändern

Will man den CHANGE-Befehl auf eine Gruppe ausführen, definiert man zuerst die Gruppe mit dem
GROUP-Befehl, dann gibt man den CHANGE-Befehl mit den entsprechenden Parametern ein und klickt die Gruppe anschließend mit der rechten Maustaste an.

Möglichkeiten des CHANGE-Befehls

Layer wechseln CHANGE LAYER name | number
Text ändern CHANGE TEXT [ text ]
Texthöhe CHANGE SIZE value
Textstärke CHANGE RATIO ratio
Text Font CHANGE FONT VECTOR | PROPORTIONAL | FIXED
Wire-Breite CHANGE WIDTH value
Wire-Linientyp CHANGE STYLE value
Arc-Ende CHANGE CAP ROUND | FLAT
Pad-Form CHANGE SHAPE SQUARE | ROUND | OCTAGON | LONG | OFFSET
Pad-/Via-/Smd-Flags CHANGE STOP | CREAM | THERMALS | FIRST OFF | ON
Pad-/Via-Durchmesser CHANGE DIAMETER diameter
Pad-/Via/Hole-Bohrd. CHANGE DRILL value
Via Layer CHANGE VIA from-to
Smd-Maße CHANGE SMD width height
Pin-Parameter CHANGE DIRECTION NC | IN | OUT | I/O | OC | HIZ | PAS | PWR | SUP
CHANGE FUNCTION NONE | DOT | CLK | DOTCLK
CHANGE LENGTH POINT | SHORT | MIDDLE | LONG
CHANGE VISIBLE BOTH | PAD | PIN | OFF
CHANGE SWAPLEVEL number
Polygon-Parameter CHANGE THERMALS OFF | ON
CHANGE ORPHANS OFF | ON
CHANGE ISOLATE distance
CHANGE POUR SOLID | HATCH
CHANGE RANK value
CHANGE SPACING distance
Gate-Parameter CHANGE SWAPLEVEL number
CHANGE ADDLEVEL NEXT | MUST | ALWAYS | CAN | REQUEST
Netzklasse CHANGE CLASS number | name
Package-Variante CHANGE PACKAGE part_name [device_name] | 'device_name' [part_name]
Technologie CHANGE TECHNOLOGY part_name [device_name] | 'device_name' [part_name]
Attribute-Anzeige CHANGE DISPLAY OFF | VALUE | NAME | BOTH
Frame-Parameter CHANGE COLUMS value
CHANGE ROWS value
CHANGE BORDER NONE | BOTTOM | RIGHT | TOP | LEFT | ALL
Label CHANGE XREF OFF | ON

CIRCLE

Funktion
Kreis in eine Zeichnung einfügen.
Syntax
CIRCLE • •.. [Kreismitte, Radius]
CIRCLE width • •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Siehe auch
CHANGE, WIRE

Mit dem CIRCLE-Befehl zeichnet man Kreise in den aktiven Layer.

Der CIRCLE-Befehl in den Layern tRestrict, bRestrict und vRestrict dient zum Anlegen von Sperrflächen. Dabei sollte eine Linienstärke (width) von 0 gewählt werden.

Der Parameter "width" gibt die Strichstärke des Kreises an. Er entspricht demselben Parameter des WIRE-Befehls und kann mit dem Befehl

CHANGE WIDTH breite;
geändert bzw. voreingestellt werden. Dabei ist breite der gewünschte Wert in der gegenwärtigen Einheit.

Kreise mit Strichstärke 0 werden gefüllt dargestellt.

Beispiel für Parameterangabe in Textform

GRID inch 1;
CIRCLE (0 0) (1 0);
erzeugt einen Kreis mit einem Radius von 1 Zoll um den Ursprung (0 0).

CLASS

Funktion
Definieren und Wählen von Netzklassen.
Syntax
CLASS
CLASS number|name
CLASS number [ name [ width [ clearance [ drill ] ] ] ] [ number:clearance .. ]
Siehe auch
Design Rules, NET, SIGNAL, CHANGE

Der CLASS-Befehl wird zur Definition von Netzklassen verwendet.

Ohne Angabe von Parametern, wird ein Dialog geöffnet, der es erlaubt Netzklassen festzulegen.

Wird nur number oder name angegeben, wählt man die Netzklasse mit der entsprechenden Nummer bzw. dem Namen für die folgenden NET- und SIGNAL-Befehle vor.

Wird number und name angegeben, werden dieser Netzklasse die folgenden Werte für die Parameter zugeordnet. Diese Netzklasse ist gleichzeitig für die folgenden NET- und SIGNAL-Befehle vorgewählt. Werden nach name nicht alle Parameter angegeben, gelten die Werte der Reihe nach für width, clearance, drill bzw. interspace. Soll beispielsweise nur drill geändert werden, müssen also auch die Parameter für width und clearance angegeben werden.

Wird number negativ gewählt, löscht man die Netzklasse mit dem Absolutwert der angegebenen number. Die Default-Netzklasse 0 kann man nicht löschen.

Bei den Namen der Netzklassen wird nicht zwischen Groß- und Kleinbuchstaben unterschieden. SUPPLY hat z. B. dieselbe Bedeutung wie Supply oder SuPpLy.

Werden mehrere Netzklassen in einer Zeichnung verwendet, braucht der Autorouter länger um seine Arbeit zu erledigen. Daher ist es sinnvoll nur soviele Netzklassen wie unbedingt nötig zu verwenden (die Anzahl der tatsächlich benutzten Netzklassen ist ausschlaggebend, nicht die Anzahl der definierten Netzklassen).

Um Probleme bei CUT-und-PASTE-Aktionen zwischen verschiedenen Zeichnungen zu vermeiden, ist es sinnvoll den unterschiedlichen Netzklassen in verschiedenen Zeichnungen dieselben Nummern zu geben.

Der Autorouter verlegt die Signal in der Reihenfolge der benötigten Breite (width + clearance), beginnend mit denen, die am meisten Platz benötigen. Der Bus-Router verlegt nur Signale mit Netzklasse 0.

Für bestehende Netze/Signale kann CLASS mit dem CHANGE-Befehl geändert werden. Änderungen der Netzklassen mit dem CLASS-Befehl werden nicht im UNDO/REDO-Puffer gespeichert.

Width

Der width-Parameter bestimmt die Mindestbreite, die alle Objekte in dieser Netzklasse haben müssen.

Clearance

Der clearance-Parameter bestimmt den Mindestabstand zwischen Objekten verschiedener Signale in dieser Netzklasse zu Objekten in anderen Netzklassen.

Drill

Der drill-Parameter bestimmt den Mindest-Bohrdurchmesser, den alle Objekte in dieser Netzklasse haben müssen (bezieht sich nur auf Objekte, die auch tatsächlich einen drill-Parameter haben, wie etwa Pads und Vias).

Clearance zwischen Netzklassen

Wird eine Clearance in der Form number:clearance angegeben, so definiert sie den Mindestabstand zwischen Signalen in dieser Netzklasse und solchen in der Netzklasse mit der angegebenen number. Der Befehl
CLASS 3 1:0.6mm 2:0.8mm
definiert einen Mindestabstand von 0.6mm zwischen Signalen in den Netzklassen 1 und 3, sowie einen von 0.8mm zwischen Signalen in den Netzklassen 2 und 3. Beachten Sie bitte, dass die Nummern in number:clearance kleiner oder gleich der Nummer der Netzklasse selbst ('3' im obigen Beispiel) sein müssen. Demnach wäre
CLASS 3 1:0.6mm 2:0.8mm 3:0.2mm
ebenfalls gültig, während
CLASS 3 1:0.6mm 2:0.8mm 3:0.2mm 4:0.5mm
nicht erlaubt ist

CLOSE

Funktion
Schließt ein Editor-Fenster.
Syntax
CLOSE
Siehe auch
OPEN, EDIT, WRITE, SCRIPT

Der CLOSE-Befehl schließt ein Editor-Fenster. Wenn die geladene Datei verändert worden ist, werden Sie gefragt, ob sie abgespeichert werden soll.

Dieser Befehl ist in erster Linie für Script-Dateien erforderlich.

CONNECT

Funktion
Zuordnung von Pins und Pads.
Syntax
CONNECT
CONNECT symbol_name.pin_name pad_name..
CONNECT pin_name pad_name..
Siehe auch
PREFIX, OPEN, CLOSE, SCRIPT

Dieser Befehl wird im Device-Editier-Modus angewendet. Er dient dazu, den Pins des Schaltplan-Symbols (Device), das gegenwärtig bearbeitet wird, die entsprechenden Pads des zugehörigen Gehäuses zuzuweisen. Zuvor muss mit dem PACKAGE-Befehl festgelegt worden sein, welches Package für das Device verwendet werden soll.

Wird der CONNECT-Befehl ohne Parameter aufgerufen, so erscheint ein Dialog in dem die Pad/Pin-Zuweisungen interaktiv definiert werden können.

Device hat ein Symbol

Ist im Device nur ein Symbol vorhanden, kann der Parameter symbol_name entfallen, z.B.
CONNECT gnd 1 rdy 2 phi1 3 !irq 4 nc1 5 ...

Device hat mehrere Symbole

Sind im Device mehrere Symbole vorhanden, sind als Parameter symbol_name und pin_name (mit Punkt als Trennzeichen) sowie pad_name anzugeben, z.B.:
CONNECT A.I1     1   A.I2   2   A.O  3;
CONNECT B.I1     4   B.I2   5   B.O  6;
CONNECT C.I1    13   C.I2  12   C.O  11;
CONNECT D.I1    10   D.I2   9   D.O  8;
CONNECT PWR.GND  7;
CONNECT PWR.VCC  14;
In diesem Fall werden die Anschlüsse der vier NAND-Gatter eines 7400 zugewiesen. Das Device enthält fünf Symbole mit den Bezeichnungen A, B, C, D, PWR. Die Eingänge der Gatter heißen im Schaltplan I1 und I2; der Ausgang heisst O.

Der CONNECT-Befehl kann beliebig oft ausgeführt werden. Er kann alle Pin/Pad-Zuweisungen enthalten oder nur einen Teil davon. Jeder neue CONNECT-Befehl überschreibt die bisherigen Definitionen.

Gate- oder Pin-Namen mit Punkten

Soll ein Gate- oder ein Pin-Name einen Punkt enthalten, kann dieser ohne weiteres verwendet werden. Es sind keine besonderen Zeichen (Esc-Character oder Anführungszeichen) nötig.

Beispiel

ed 6502.dev;
prefix 'IC';
package dil40;
connect gnd 1 rdy 2 phi1 3 !irq 4 nc1 5 !nmi 6 \
        sync 7 vcc 8  a0 9 a1 10 a2 11 a3 12 a4 \
        13 a5 14 a6 15 a7 16 a8 17 a9 18 a10 19 \
        a11 20 p$0 21 a12 22 a13 23 a14 24 a15 \
        25 d7 26 d6 27 d5 28 d4 29 d3 30 d2 31 \
        d1 32 d0 33 r/w 34 nc2 35 nc3 36 phi0 37 \
        so 38 phi2 39 !res 40;
Hier sorgt das Zeichen "\" am Zeilenende dafür, dass am Beginn der nächsten Zeile keine Zeichenfolge mit einem Befehl verwechselt werden kann. Als Bestandteil eines Pin-Namens drückt das Zeichen "!" aus, dass es sich um ein invertiertes Signal handelt (z.B. "!irq").

Eine Verwechslung mit Befehlen kann man auch vermeiden, indem man Parameter in Hochkommas einschließt.

COPY

Funktion
Kopieren von Objekten.
Syntax
COPY • •..
COPY deviceset@library [name]
COPY package@library [name]
Maustasten
Ctrl+Linke selektiert ein Objekt an seinem Aufhängepunkt.
Ctrl+Rechte selektiert die Gruppe.
Mittlere spiegelt das selektierte Objekt bzw. die Gruppe.
Rechte dreht das selektierte Objekt bzw. die Gruppe.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
GROUP, CUT, PASTE, ADD, INVOKE, POLYGON

Mit dem COPY-Befehl lassen sich Objekte selektieren und anschließend an eine andere Stelle derselben Zeichnung kopieren. Beim Kopieren von Bauteilen generiert EAGLE einen neuen Namen und behält den Wert (Value) bei. Beim Kopieren von Signalen (Wires), Bussen und Netzen wird der Name beibehalten. In allen anderen Fällen wird ein neuer Name generiert.

Leitungen kopieren

Kopiert man Wires oder Polygone, die zu einem Signal gehören, dann gehört die Kopie zum selben Signal. Bitte beachten Sie, dass aus diesem Grund der DRC keinen Fehler feststellt, wenn z. B. zwei Wires mit COPY überlappend plaziert werden. Wird ein Netz- oder Bus-Wire im Schaltplan kopiert, so gehört dieser zum gleichen Segment wie der ursprüngliche Wire, selbst wenn optisch keine Verbindung zu erkennen ist. Dies kann zu unerwarteten Effekten führen, zum Beispiel bei einem späteren Umbenennen. COPY sollte daher auf Netz- bzw. Bus-Wires nicht angewendet werden.

Bauteile kopieren

Beim Kopieren eines Bauteils in einem Schaltplan wird immer eine komplette neue Instanz dieses Bauteils hinzugefügt, auch wenn nur ein einzelnes Gatter eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils selektiert wurde. Zusätzlich zu dem selektierten Gatter werden all jene Gatter des zugehörigen Devices, welche Add-Level MUST oder ALWAYS haben, automatisch auch hinzugefügt.

Wenn Sie lediglich ein weiteres Gatter eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils verwenden wollen, sollten Sie stattdessen den INVOKE-Befehl benutzen.

Bibliothekselemente kopieren

Durch Angabe von COPY deviceset@library oder COPY package@library kann ein Device-Set oder ein Package aus einer gegebenen Bibliothek in die aktuell geladene Bibliothek kopiert werden. Wird zusätzlich noch name angegeben, so erhält das kopierte Objekt den angegebenen Namen. Dies kann ebenso über das Kontext-Menü der Bibliotheksobjekte oder über Drag&Drop aus der Baumansicht des Control Panels erfolgen.

Beachten Sie bitte, dass etwaige existierende Bibliotheksobjekte (Device-Sets, Symbole oder Packages), die von dem kopierten Bibliotheksobjekt verwendet werden, automatisch upgedatet werden.

Eine Gruppe kopieren

Das Kopieren einer Gruppe durch Anklicken mit der rechten Maustaste wird durch eine implizite CUT-Operation, gefolgt von einem PASTE realisiert.

CUT

Funktion
Gruppe in den Paste-Puffer laden.
Syntax
CUT •
CUT;
Siehe auch
PASTE, GROUP

Teile einer Zeichnung (z. B. auch eine ganze Platine) lassen sich mit Hilfe der Befehle GROUP, CUT und PASTE in andere Zeichnungen übernehmen.

Zuerst definiert man eine Gruppe (GROUP). Dann aktiviert man den Befehl CUT, gefolgt von einem Referenzpunkt (Mausklick oder Angabe einer Koordinate (x y)) der den Paste-Puffer mit den selektierten Objekten lädt. CUT; setzt den Referenzpunkt automatisch etwa in der Mitte der selektierten Objekte (genauer: am nächstgelegenen Rasterpunkt). Jetzt kann man die Platine oder die Bibliothek wechseln und mit PASTE den Pufferinhalt in die neue Zeichnung kopieren. Falls erforderlich, werden neue Namen generiert. Der Pufferinhalt bleibt erhalten und kann mit weiteren PASTE-Befehlen erneut kopiert werden.

Referenzpunkt

Wird beim CUT-Befehl mit der Maus ein Punkt angeklickt, dann befindet sich beim PASTE-Befehl der Mauszeiger an dieser Stelle der Gruppe (genauer: am nächstgelegenen Rasterpunkt). Ansonsten befindet sich der Mauszeiger bei PASTE etwa in der Mitte der Gruppe.

Hinweis

Im Gegensatz zu anderen (Windows-) Programmen entfernt der CUT-Befehl von EAGLE die markierte Gruppe nicht physikalisch aus der Zeichnung, sondern kopiert die Gruppe lediglich in den Paste-Buffer.

DELETE

Funktion
Löschen von Objekten.
Syntax
DELETE •..
DELETE name ..
DELETE SIGNALS
Maustasten
Shift+Linke löscht das übergeordnete Objekt in der Hierarchie.
Ctrl+Linke löscht die Verbindungsstelle zweier Wires.
Ctrl+Rechte löscht die Gruppe.
Siehe auch
RIPUP, DRC, GROUP

Der DELETE-Befehl löscht das selektierte Objekt aus der Zeichnung.

Bauteile, Pads, Smds, Pins und Gatter lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet. Beim Selektieren eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils im Schaltplan muss der volle, aus dem Bauteil- und dem jeweiligen Gatternamen bestehende Name angegeben werden.

Attribute von Bauteilen können dadurch selektiert werden, dass die Kombination aus Bauteilname und Attributname angegeben wird, wie etwa R5>VALUE.

Mit der rechten Maustaste wird eine zuvor mit GROUP definierte Gruppe gelöscht.

Nach dem Löschen einer Gruppe können Luftlinien, die durch das Entfernen von Bauelementen neu entstanden sind, "übrigbleiben", da diese nicht in der ursprünglich definierten Gruppe enthalten waren. In solchen Fällen sollte mit RATSNEST eine Neuberechnung der Luftlinien durchgeführt werden.

Bei aktiver Forward&Back-Annotation können im Board keine Wires oder Vias aus Signalen gelöscht werden, die an Bauelemente angeschlossen sind. Ebenso können keine Bauelemente gelöscht werden, an die Signale angeschlossen sind. Änderungen dieser Art müssen im Schaltplan vorgenommen werden.

Um eine bereits verlegte Verbindung im Board wieder in eine Luftlinie zu verwandeln, verwenden Sie den RIPUP-Befehl.

Der DELETE-Befehl wirkt nur auf sichtbare Layer (siehe DISPLAY-Befehl).

Löschen von Wire-Verbindungsstellen

Wird der DELETE-Befehl mit gedrückter Ctrl-Taste auf die Verbindungsstelle zweier Wires angewendet, so werden diese zu einem einzelnen, geradlinigen Wire zusammengefasst. Die beiden Wires müssen dazu im gleichen Layer liegen, die gleiche Breite, den gleichen Linien-Typ und runde Enden (im Falle von Kreisbögen) haben.

Löschen von Polygon-Kanten

Bei Polygonen löscht der DELETE-Befehl jeweils eine Ecke. Sind nur noch drei Ecken vorhanden, wird das ganze Polygon gelöscht.

Löschen von Bauelementen

Bauelemente auf der Top-Seite lassen sich nur löschen, wenn der tOrigins-Layer sichtbar ist und wenn (bei aktiver Forward&Back-Annotation) keine Signale mit dem Element verbunden sind (siehe auch REPLACE). Entsprechend lassen sich Bauelemente auf der Bottom-Seite nur löschen, wenn der bOrigins-Layer eingeblendet ist.

Löschen von Junction-Punkten, Netzen und Bussen

Es gelten folgende Regeln:

Löschen von Supply-Symbolen

Wird das letzte Supply-Symbol einer gegebenen Versorgungsspannung von einem Netzsegment, das den Namen dieses Supply-Symbols trägt, gelöscht, erhält dieses Netzsegment einen neuen, automatisch generierten Namen (sofern kein anderes Supply-Symbol mehr diesem Segment zugeordnet ist) oder den Namen eines noch verbleibenden anderen Supply-Symbols.

Löschen von Signalen

Selektiert man mit dem DELETE-Befehl Wires oder Vias, die zu einem Signal gehören, dann sind drei Fälle zu unterscheiden: Werden Wires oder Vias eines Signals gelöscht, das Polygone enthält, dann bleiben alle Polygone in dem Teil des Signals, der den ursprünglichen Namen behält (normalerweise der "größere" Teil).

Alle Signale löschen

DELETE SIGNALS kann dazu verwendet werden, alle Signale aus einer Platine zu entfernen, um z. B. eine neue oder geänderte Netzliste einzulesen. Es werden nur solche Signale entfernt, die an Pads angeschlossen sind. Andere (wie z.B. Eckwinkel im Top- und Bottom-Layer, die intern auch als Signal behandelt werden) bleiben unberührt.

Falls ein Bauteil gelöscht werden soll, das den Namen SIGNALS trägt, so muss dieser in einfache Hochkommas gesetzt werden.

Löschen von übergeordneten Objekten

Wird ein Objekt mit gedrückter Shift-Taste angeklickt, so wird das in der Hierarchie nächsthöhere Objekt gelöscht. Im Einzelnen gilt dies für folgende Objekte:

Gatter Löscht das gesamte Bauteil, in dem sich dieses Gatter befindet (auch wenn die Gatter auf mehrere Schaltplan-Seiten verteilt sind). Bei aktiver Forward&Backannotation werden die Leiterbahnen, die an dem Bauteil im Board angeschlossen sind, nicht in Luftlinien umgewandelt (was beim Löschen einzelner Gatter geschehen würde), ausgenommen die Fälle wo ein Pin des gelöschten Bauteils nur direkt mit genau einem anderen Pin und keinem Net-Wire verbunden ist
Polygon Wire Löscht das gesamte Polygon
Net/Bus Wire Löscht das gesamte Netz- bzw. Bus-Segment

Der DRC erzeugt unter Umständen Fehlerpolygone, die man nicht mit DELETE löschen kann, sondern mit DRC Clear.

DESCRIPTION

Funktion
Definiert die Beschreibung eines Devices, Packages oder einer Bibliothek.
Syntax
DESCRIPTION
DESCRIPTION description_string;
Siehe auch
CONNECT, PACKAGE, VALUE

Mit diesem Befehl erzeugt oder editiert man die Beschreibungstexte eines Devices, eines Packages oder einer Bibliothek im Bibliotheks-Editor.

Description_string kann HTML-Steuerzeichen enthalten.

Die erste nicht leere Zeile von description_string wird als Kurzbeschreibung (headline) im Control Panel angezeigt.

Der DESCRIPTION-Befehl ohne Angabe von Parametern öffnet einen Dialog, der das Editieren des Textes erlaubt. Der obere Teil des Dialogs zeigt den formatierten Text, sofern er Steuerzeichen des HTML-Formats enthält, während der untere Teil für die Eingabe des Textes genutzt wird. Ganz oben im Dialog sehen Sie das Feld headline. In diesem wird die Kurzbeschreibung ohne HTML-Steuerzeichen angezeigt.

Die Beschreibung der Bibliothek kann von der Kommandozeile aus nur editiert werden, wenn die Bibliothek neu geöffnet und bisher kein Device, Symbol oder Package editiert wurde. Sie kann aber jederzeit über das Pulldown-Menü "Bibliothek/Beschreibung..." verändert werden.
Die Beschreibung eines Devices oder eines Packages kann immer über die Kommandozeile oder das Pulldown-Menü "Bearbeitung/Description..." verändert werden.

Beispiel

DESCRIPTION '<b>Quad NAND</b><p>\nFour NAND gates with 2 inputs each.';
Das Resultat sieht so aus:

Quad NAND

Four NAND gates with 2 inputs each.

DISPLAY

Funktion
Auswählen der sichtbaren Layer.
Syntax
DISPLAY
DISPLAY [option] layer_number..
DISPLAY [option] layer_name..
Siehe auch
LAYER, PRINT

Gültige options sind: ALL, NONE, LAST, ? und ??

Mit dem DISPLAY-Befehl wählt man diejenigen Layer aus, die auf dem Bildschirm sichtbar sein sollen. Dabei darf als Parameter die Layer-Nummer oder der Layer-Name angegeben werden (auch gemischt). Gibt man den Parameter ALL an, werden alle Layer sichtbar. Mit dem Parameter NONE kann man alle Layer ausblenden. Beispiel:

DISPLAY NONE BOTTOM
Nach diesem Befehl ist nur der Bottom-Layer sichtbar.

Wird der Parameter LAST angegeben, so werden die zuvor sichtbaren Layer dargestellt.

Bitte beachten Sie, dass von den Signal-Layern (1 bis 16) nur diejenigen zur Verfügung stehen, die im Layer-Setup in den Design Rules eingetragen sind.

Stellt man dem Layer-Namen oder der Layer-Nummer ein Minuszeichen voran, wird er ausgeblendet. Beispiel:

DISPLAY BOTTOM -TOP -3
In diesem Fall wird Bottom eingeblendet, und Top sowie der Layer mit der Nummer 3 werden ausgeblendet.

Manche Befehle (PAD, SMD, SIGNAL, ROUTE) aktivieren automatisch bestimmte Layer.

Wird der DISPLAY-Befehl ohne Parameter aufgerufen, so erscheint ein Dialog in dem alle Einstellungen vorgenommen werden können.

Nicht definierte Layer

Die Optionen '?' und '??' werden verwendet, zu kontollieren, was passiert, wenn ein nicht definierter Layer über DISPLAY aufgerufen wird. Jeder nicht definierte Layer, der einem '?' folgt, erzeugt eine Warnmeldung, die der Benutzer entweder bestätigen kann oder mit Cancel den DISPLAY-Befehl abbrechen kann. Nicht definierte Layer, die nach '??' folgen, werden kommentarlos ignoriert. Diese Optionen sind besonders beim Schreiben von Script-Dateien nützlich, die in der Lage sein sollen beliebige Dateien zu modifizieren, unabhängig davon welche Layer in der Datei letztendlich definiert wurden.
DISPLAY TOP BOTTOM ? MYLAYER1 MYLAYER2 ?? OTHER WHATEVER
Im Beispiel oben müssen die Layer TOP und BOTTOM definiert sein. Ansonsten wird der Befehl mit einer Fehlermeldung abgebrochen. Das Fehlen von MYLAYER1 und MYLAYER2 wird in einer Warnung angezeigt. Die Aktion kann vom Benutzer abgebrochen werden. Die Layer OTHER und WHATEVER werden angezeigt, wenn vorhanden, ansonsten werden sie einfach ignoriert.

Die Optionen '?' und '??' dürfen in einer Befehlssequenz beliebig oft verwendet werden.

Pads und Vias

Verwendet man Pads und Vias mit unterschiedlichen Formen in den einzelnen Layern, werden alle Formen, die in den sichtbaren (über DISPLAY aktivierten) Signal-Layern verwendet werden, übereinander dargestellt.

Wählt man für den Layer 17 (Pads) bzw. 18 (Vias) die Farbe 0 (das entspricht der Hintergrundfarbe), werden Pads und Vias in der Farbe und dem Füllmuster des jeweiligen Signal-Layers gezeichnet. Ist kein Signal-Layer eingeblendet, werden auch keine Pads oder Vias dargestellt.

Wählt man für den Layer 17 (Pads) bzw. 18 (Vias) eine andere Farbe und es ist kein Signal-Layer sichtbar, werden Pads und Vias in der Form des obersten und untersten Signal-Layers dargestellt.

Das gilt auch für Ausdrucke mit PRINT.

Objekte selektieren

Um Objekte selektieren zu können (z. B. mit MOVE, DELETE) muss der entsprechende Layer sichtbar sein. Elemente in Platinen lassen sich nur selektieren, wenn der tOrigins-Layer (bzw. bOrigins bei gespiegelten Elementen) sichtbar ist!

Vermeiden Sie die Layer-Namen ALL und NONE, sowie Namen, die mit einem Minuszeichen beginnen.

Parameter-Aliase

Parameter-Aliase können dazu benutzt werden, bestimmte Parameter-Einstellungen des DISPLAY-Befehls zu definieren, die später unter einem gegebenen Namen angesprochen werden können. Die Aliase können auch benutzt werden indem Sie auf den DISPLAY-Button klicken und die Maustaste gedrückt halten bis die Liste erscheint. Ein Klick auf den Button mit der rechten Maustaste läßt die Liste ebenfalls erscheinen.

Die Syntax zur Bearbeitung dieser Aliase ist:

DISPLAY = name parameter
Definiert den Alias name, der in die angegebenen parameter expandiert wird. Der name darf aus beliebig vielen Buchstaben, Ziffern und Unterstrichen bestehen, und Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle. Er muss mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen und darf keines der Options-Schlüsselworte sein.
DISPLAY = name @
Definiert den Alias name, der in die aktuelle Parameter-Einstellung des Befehls expandiert wird.
DISPLAY = ?
Erfragt vom Benutzer einen Namen zur Definition eines Aliases für die aktuelle Parameter-Einstellung des Befehls.
DISPLAY = name
Öffnet den DISPLAY-Dialog und erlaubt es dem Benutzer einen Satz von Layern einzustellen, der als Alias unter dem angegebenen Namen gespeichert wird.
DISPLAY = name;
Löscht den Alias mit dem angegebenen Namen.
DISPLAY name
Expandiert den Alias mit dem angegebenen Namen und führt den DISPLAY-Befehl mit dem resultierenden Satz von Parametern aus. Der name kann abgekürzt werden und es dürfen andere Parameter vor und nach dem Alias angegeben werden (auch andere Aliase). Beachten Sie bitte, dass im Falle einer abgekürzten Eingabe Aliase Vorrang vor anderen Schlüsselwörtern des Befehls haben.
Beispiel:

DISPLAY = MyLayers None Top Bottom Pads Vias Unrouted

Definiert den Alias "MyLayers" der, wenn er wie in

DISPLAY myl

benutzt wird, genau die Layer Top, Bottom, Pads, Vias und Unrouted anzeigt (ohne den "None"-Parameter würden die angegebenen Layer zusätzlich zu den bereits sichbaren angezeigt). Beachten Sie bitte die abgekürzte Verwendung des Aliases, und dass die Groß-/Kleinschreibung keine Rolle spielt.

DRC

Funktion
Design Rule Check (Platine prüfen)
Syntax
DRC
DRC • • ;
DRC LOAD|SAVE filename;
Siehe auch
Design Rules, CLASS, SET, ERC, ERRORS

Der DRC-Befehl prüft das Layout gegenüber einem gültigen Satz von Design Rules.

Beachten Sie bitte, dass elektrisch nicht relevante Objekte (Wires in Packages, Rechtecke, Kreise und Texte) untereinander nicht auf Mindestabstandsverletzungen ("Clearance") geprüft werden.

Die gefundenen Fehler werden als Fehlerpolygone in den zugehörigen Layern dargestellt und können mit dem ERRORS-Befehl bearbeitet werden.

Geben Sie den DRC-Befehl ohne weitere Parameter an, öffnet sich der Design-Rules-Dialog. Von hier aus kann man die Design Rules einstellen und die Prüfung starten.

Wird der DRC-Befehl mit zwei Koordinatenpaaren angegeben (oder im DRC-Dialog der Button Select angeklickt), prüft der DRC nur innerhalb des angegebenen Rechtecks. Es werden nur die Fehler angezeigt, die innerhalb des Rechteck liegen.

Falls Sie DRC-Fehler erhalten, die auch nach einer entsprechenden Änderung der Design Rules nicht verschwinden, überprüfen Sie bitte die Netzklasse des beanstandeten Objektes. Möglicherweise wird der Fehler wegen eines der Parameter dieser Klasse gemeldet.

Um alle Fehlerpolygone zu löschen verwenden Sie

ERRORS CLEAR

Die Optionen LOAD und SAVE können dazu verwendet werden die Design Rules aus der angegebenen Datei zu laden bzw. sie in diese zu speichern. Falls filename nicht die Extension ".dru" hat wird diese automatisch angefügt.

SET-Befehle, die den DRC beeinflussen

Der SET-Befehl kann dazu verwendet werden, um das Verhalten des DRC-Befehls zu verändern:
SET DRC_FILL fill_name;
Legt das für die DRC-Fehlerpolygone verwendete Füllmuster fest. Default: LtSlash.

EDIT

Funktion
Lade-Befehl.
Syntax
EDIT name
EDIT name.ext
EDIT .ext
EDIT .sX [ .sY ]
Siehe auch
OPEN, CLOSE, BOARD

Der EDIT-Befehl wird verwendet, um eine Platine oder einen Schaltplan zu editieren bzw. neu anzulegen. Ausserdem dient der Befehl dazu, Symbole, Devices und Packages zu laden, wenn man eine Bibliothek bearbeitet.

EDIT name.brd lädt eine Platine
EDIT name.sch lädt einen Schaltplan
EDIT name.pac lädt ein Package
EDIT name.sym lädt ein Symbol
EDIT name.dev lädt ein Device
EDIT .s3 lädt Seite 3 eines Schaltplans
EDIT .s5 .s2 verschiebt Seite 5 vor Seite 2 und lädt sie (falls Seite 5 nicht existiert, wird eine neue Seite vor Seite 2 eingefügt)
EDIT .s2 .s5 verschiebt Seite 2 vor Seite 5 und lädt sie (falls Seite 5 nicht existiert, wird Seite 2 zur letzten Seite)

Platzhalter in Namen sind erlaubt (z. B. edit *.brd).

Gibt man EDIT ohne weitere Parameter ein, können Sie die Datei oder das Objekt mit Hilfe des sich öffnenden Menüs wählen.

Um von einem Schaltplan zu einer Platine mit dem gleichen Namen zu wechseln, kann man den Befehl

EDIT .brd
verwenden. Umgekehrt kommt man von der Platine in den entsprechenden Schaltplan mit
EDIT .sch
Eine andere Seite eines Schaltplans kann man mit
EDIT .sX
(X ist die Seitennummer) oder mit Hilfe der Combo-Box in der Action-Toolbar laden. Falls die angegebene Seitennummer nicht existiert, wird eine neue Seite angelegt.

Sie können auch zwischen Schaltplanseiten wechseln indem Sie auf ein Icon in der Vorschau für Schaltplanseiten klicken. Drag&drop in der Vorschau erlaubt es, Seiten umzusortieren. Bitte beachten Sie, dass das Hinzufügen, Löschen oder Umsortieren von Schaltplanseiten den Undo-Puffer löscht, während das bloße Umschalten zwischen existierenden Seiten dies nicht tut.

Will man Symbole, Devices oder Packages editieren, dann ist zuerst eine Bibliothek mit OPEN zu öffnen und dann der entsprechende EDIT-Befehl zu geben.

Welches Verzeichnis?

Der EDIT-Befehl holt Dateien aus dem Projektverzeichnis.

ERC

Funktion
Electrical Rule Check (Prüfung auf elektrische Fehler).
Syntax
ERC
Siehe auch
DRC, ERRORS, Konsistenzprüfung

Dieser Befehl prüft Schaltpläne auf elektrische Fehler. Die Ergebnisse werden im ERRORS Dialog angezeigt.

Konsistenzprüfung

Der ERC-Befehl führt auch eine Konsistenzprüfung zwischen Schaltplan und zugehöriger Platine durch, sofern die Board-Datei vor dem Start des ERC geladen worden ist. Als Ergebnis des ERC wird die automatische Forward&Back-Annotation ein- oder ausgeschaltet, abhängig davon, ob die Dateien konsistent sind oder nicht.

Bitte beachten Sie, dass der ERC Unterschiede zwischen impliziten Power-Pins und Supply-Pins im Schaltplan und den tatsächlichen Signalverbindungen im Layout feststellen kann. Solche Unstimmigkeiten können entstehen, wenn Sie die Supply-Pins im Schaltplan modifizieren, nachdem Sie mit dem BOARD-Befehl eine Platinen-Datei erzeugt haben. Wenn die Power-Pins nur "implizit" verbunden sind, können diese Änderungen nicht immer in das Layout übertragen werden.
Werden solche Fehler festgestellt, bleibt die Forward&Back-Annotation weiterhin erhalten. Allerdings müssen die Supply-Pins überprüft werden!

ERRORS

Funktion
Zeigt Fehler, die vom ERC bzw. DRC gefunden wurden.
Syntax
ERRORS
ERRORS CLEAR
Siehe auch
ERC, DRC

Zur Auswertung der vom ERC bzw. DRC gefundenen Fehler dient der Befehl ERRORS. Wird er aktiviert, dann öffnet sich ein Fenster, in dem alle gefundenen Fehler aufgelistet sind. Wurde für die geladene Zeichnung noch kein ERC bzw. DRC durchgeführt, so wird zunächst die entsprechende Prüfung automatisch gestartet.

Die Liste im ERRORS-Dialog besteht aus bis zu vier Abschnitten, die jeweils Konsistenzfehler, Fehler, Warnungen bzw. Gebilligte Meldungen enthalten.

Selektiert man einen Eintrag aus der Liste, wird die jeweilige Meldung durch eine Bezugslinie im Zeichenfenster angezeigt.

Ein Doppelklick auf einen Fehlereintrag zentriert die Zeichenfläche auf die Position des Fehlers. Aktivieren Sie die Option "Zentriert", geschieht dies automatisch.

Eine Meldung als behandelt markieren

Der Behandelt Button markiert eine Meldung als behandelt. Sie ist zwar noch in der Liste enthalten, aber es erfolgt keine Fehleranzeige im Zeichenfenster mehr (ausser wenn der Listeneintrag selektiert wird). Hierdurch können Meldungen nach Behebung des jeweiligen Problems als "abgearbeitet" gekennzeichnet werden, ohne die Prüfung erneut durchzuführen. Nach dem nächsten ERC bzw. DRC verschwindet die Meldung entweder ganz, oder sie wird wieder als unbehandelt markiert, falls das Problem immer noch besteht.

Eine Meldung billigen

Falls ein Fehler bzw. eine Warnung nicht behoben werden kann, aber offensichtlich kein wirkliches Problem darstellt (was der Benutzer zu entscheiden hat), kann Sie durch Drücken des Buttons Billigen in den Abschnitt Gebilligt verschoben werden. Meldungen in diesem Abschnitt erzeugen keine Fehleranzeigen im Zeichenfenster (ausser wenn der Listeneintrag selektiert wird) und sind implizit als "behandelt" markiert. Falls nach dem nächsten ERC bzw. DRC die entsprechenden Probleme nicht mehr bestehen, werden die zugehörigen Meldung in diesem Abschnitt gelöscht. Alle gebilligten Meldungen werden in der Zeichnungsdatei mit abgespeichert um zu dokumentieren, welche Meldungen vom Benutzer explizit als unproblematisch eingestuft wurden. Beachten Sie bitte, dass Konsistenzfehler nicht gebilligt werden können - diese müssen auf jeden Fall behoben werden um die Forward&Back-Annotation zu aktivieren.

Die Liste löschen

Der Alle löschen Button löscht alle Einträge aus der Liste, bis auf die gebilligten Meldungen. Hierdurch können die Fehleranzeigen im Zeichenfenster abgestellt werden. Der nächste ERC bzw. DRC erzeugt die Meldungen wieder, sofern sie dann noch zutreffen.

Die Liste kann auch durch Eingabe des Befehls

ERRORS CLEAR
gelöscht werden.

EXPORT

Funktion
ASCII- und Grafik-Dateien erzeugen.
Syntax
EXPORT SCRIPT filename;
EXPORT NETLIST filename;
EXPORT NETSCRIPT filename;
EXPORT PARTLIST filename;
EXPORT PINLIST filename;
EXPORT DIRECTORY filename;
EXPORT IMAGE filename|CLIPBOARD [MONOCHROME|WINDOW] resolution;
Siehe auch
SCRIPT, RUN

Der EXPORT-Befehl dient dazu, EAGLE-Daten in Form von Textdateien (ASCII-Dateien) zur Verfügung zu stellen oder Grafikdaten aus der aktuellen Zeichnung zu erzeugen.

Standardmäßig wird die erzeugte Datei in das Projekt-Verzeichnis geschrieben.

Der EXPORT-Befehl erzeugt folgende Textdateien:

SCRIPT

Die mit OPEN geöffnete Bibliothek wird als Script-Datei ausgegeben. Damit besteht die Möglichkeit, Bibliotheken mit einem Text-Editor zu bearbeiten und anschließend wieder einzulesen.

Wenn mit EXPORT eine Bibliothek in eine Script-Datei verwandelt und dieses anschließend wieder eingelesen wird, so sollte dafür eine NEUE (leere!) Bibliothek geöffnet werden, da es sonst vorkommen kann, dass Objekte mehrfach definiert werden! Der Vorgang des Script-Einlesens kann u. U. erheblich beschleunigt werden, wenn vorher

Set Undo_Log Off;
eingegeben wird (nicht vergessen, es nachher wieder einzuschalten, da sonst kein Undo möglich ist!).

NETLIST

Gibt eine Netzliste des geladenen Schaltplans oder der geladenen Platine aus. Es werden nur Netze berücksichtigt, die mit Elementen verbunden sind.

NETSCRIPT

Gibt die Netzliste des geladenen Schaltplans in Form einer Script-Datei aus, das in eine Platine (mit bereits plazierten Elementen bzw. mit durch DELETE SIGNALS gelöschten Signalen) eingelesen werden kann. Beachten Sie bitte, dass zum Einlesen des Scripts in die Platine kein mit dieser Platine konsistenter Schaltplan geladen sein darf.

PARTLIST

Gibt eine Bauteile-Liste des Schaltplans oder der Platine aus. Es werden nur Bauteile mit Pins/Pads berücksichtigt.

PINLIST

Gibt eine Liste mit den Pad- und Pin-Namen aller Bauteile aus, die zu jedem Pin die Direction sowie den Namen des angeschlossenen Netzes enthält.

DIRECTORY

Gibt das Inhaltsverzeichnis der gerade geöffneten Bibliothek aus.

IMAGE

Bei der Ausgabe eines IMAGE wird eine Grafikdatei mit der angegebenen Datei-Erweiterung erzeugt. Folgende Formate sind verfügbar:

.bmp Windows-Bitmap-Datei
.png Portable-Network-Graphics-Datei
.pbm Portable-Bitmap-Datei
.pgm Portable-Grayscale-Bitmap-Datei
.ppm Portable-Pixelmap-Datei
.tif TIFF-Datei
.xbm X-Bitmap-Datei
.xpm X-Pixmap-Datei

Der resolution-Parameter definiert die Bildauflösung (in 'dpi').

Ist filename der besondere Name CLIPBOARD (egal ob groß- oder klein geschrieben), wird das Bild in die Zwischenablage des Systems kopiert.

Das optionale Schlüsselwort MONOCHROME erzeugt ein schwarz/weißes Bild.

Das optionale Schlüsselwort WINDOW erzeugt ein Bild des momentan im Editor-Fenster sichtbaren Ausschnitts. Ohne dieses Schlüsselwort enthält das Bild die gesamte Zeichnung.

FRAME

Funktion
Rahmen in eine Zeichnung einfügen.
Syntax
FRAME [ columns [ rows ] ] [ borders ] • •
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Siehe auch
LABEL

Der FRAME-Befehl erzeugt einen Rahmen mit nummerierten Spalten und Zeilen. Die beiden Punkte definieren zwei gegenüberliegende Ecken des Rahmens. Mit der mittleren Maustaste können Sie den Layer wählen, in den der Rahmen gezeichnet wird.

Der columns-Parameter definiert die Zahl der Spalten des Rahmens. Es können bis zu 127 Spalten verwendet werden. Standardmäßig werden die Spalten von links nach rechts durchnummeriert. Falls der Wert für columns negativ ist, läuft die Nummerierung von rechts nach links.

Der rows-Parameter definiert die Zahl der Zeilen des Rahmens. Es können bis zu 26 Zeilen verwendet werden. Die Zeilen werden von oben nach unten mit Buchstaben bezeichnet, beginnend mit 'A'. Falls der Wert für rows negativ ist, läuft die Bezeichnung von unten nach oben. Wird rows angegeben, so muss vorher auch columns angegeben werden.

Wird der borders-Parameter angegeben, so legt dieser fest auf welchen Seiten des Rahmens ein Rand mit Zahlen bzw. Buchstaben angezeigt wird. Gültige Werte hierfür sind Left, Top, Right und Bottom. Standardmäßig wir der Rand an allen vier Seiten des Rahmens angezeigt. Sobald eine dieser Optionen angegeben wird, wird der Rand nur an den gewünschten Seiten dargestellt. Die speziellen Werte None und All können benutzt werden um an keiner bzw. allen Seiten einen Rand darzustellen.

Eine Zeichnung kann zwar mehrere Rahmen enthalten, für die Ermittlung der Positionen von Bauteilen und Netzen wird aber immer nur der erste benutzt. Diese Positionen können zum Beispiel in einem User Language Programm verwendet werden um eine Liste aller Bauteile mit Ihren Positionen im jeweiligen Rahmen auszugeben. Sie werden auch benutzt zur automatischen Berechnung von Querverweisen bei Labels.

Aufgrund der speziellen Bedeutung des Rahmens hat dieser keine eigene Rotation und reagiert auch nicht auf den ROTATE-Befehl

Ein Rahmen kann direkt in eine Board- oder Schaltplanzeichnung eingefügt werden. Normalerweise werden Sie aber eher ein spezielles Symbol bzw. Package erzeugen, welches eventuell auch noch ein Schriftfeld enthält, und das Sie dann in allen Ihren Zeichnungen verwenden können. Die mitgelieferte Bibliothek "frames" enthält bereits einige solcher Zeichnungsrahmen.

Beispiel

FRAME 10 5 TOP LEFT • •
erzeugt einen Rahmen mit 10 Spalten (nummeriert von links nach rechts) und 5 Zeilen (markiert von oben nach unten mit 'A' bis 'E'), bei dem die Spalten- und Zeilenmarkierungen nur am oberen und linken Rand dargestellt werden.

GATESWAP

Funktion
Äquivalente Gates vertauschen.
Syntax
GATESWAP • •..;
GATESWAP gate_name gate_name..;
Siehe auch
ADD

Mit diesem Befehl kann man Gates in einem Schaltplan vertauschen. Dabei müssen die beiden Gates identisch sein (dieselben Pins haben) und in der Device-Definition denselben Swaplevel (größer als 0) bekommen haben. Sind diese Bedingungen erfüllt, können auch Gates aus unterschiedlichen Devices vertauscht werden.

Der als Parameter anzugebende Name ist der im Schaltplan sichtbare Name (z. B. U1A für Gate A im Bauteil U1).

Wird ein Bauteil durch den GATESWAP-Befehl "unbenutzt", wird es automatisch aus dem Schaltplan entfernt.

GRID

Funktion
Rasterdarstellung und -einheit einstellen.
Syntax
GRID option..;
GRID;
Tastatur
F6: GRID; schaltet das Raster ein bzw. aus.
Siehe auch
SCRIPT

Mit dem GRID-Befehl definiert man, ob und wie das Raster auf dem Bildschirm dargestellt wird. Ausserdem legt dieser Befehl die verwendete Rastereinheit fest.

GRID;
schaltet das Raster ein bzw. aus.

Objekte lassen sich nur auf dem eingestellten Raster plazieren. Für Platinen im Zollraster darf deshalb z. B. kein mm-Raster verwendet werden.

Folgende options sind möglich:

GRID ON; Raster darstellen
GRID OFF; Raster ausschalten
GRID DOTS; Raster als Punkte darstellen
GRID LINES; Raster als Linien darstellen
GRID MIC; Rastereinheit ist Mikrometer
GRID MM; Rastereinheit ist mm
GRID MIL; Rastereinheit ist Mil (0.001 Inch)
GRID INCH; Rastereinheit ist Inch (Zoll)
GRID FINEST; Raster auf kleinstmöglichen Wert einstellen (1/10000 mm)
GRID grid_size; Rasterabstand in der aktuellen Einheit
GRID LAST; Setzt die Grid-Parameter auf die zuletzt
eingestellten Werte
GRID DEFAULT; Einstellung auf Standardwerte
GRID grid_size grid_multiple;
grid_size = Rasterabstand
grid_multiple = Rasterfaktor
GRID ALT ...; Definiert das alternative Grid

Beispiele

Grid mm;
Set Diameter_Menu 1.0 1.27 2.54 5.08;
Grid Last;
In diesem Fall kann man zur zuletzt eingestellten Grid-Definition zurückkehren, ohne sie zu kennen.
GRID mm 1 10;
gibt an, dass ein Rasterabstand von 1 mm eingestellt und jede zehnte Rasterlinie angezeigt werden soll.

Beim GRID-Befehl sind auch mehrere Parameter zulässig:

GRID inch 0.05 mm;
Der erste Zahlenwert im GRID-Befehl entspricht dem Rasterabstand, der zweite (falls vorhanden) dem Rasterfaktor.

Hier wird das Raster zunächst auf 0.05 Zoll eingestellt, dann wird die Koordinatenanzeige auf mm umgestellt. Die Koordinaten werden in diesem Fall zwar in mm angezeigt, trotzdem ist das Raster nach wie vor auf 1/20 Zoll eingestellt!

GRID DEFAULT;
Setzt das Raster auf den Standardwert für den aktuellen Zeichnungstyp.
GRID mil 50 2 lines on alt mm 1 mil;
Definiert ein 50 mil Raster das als Linien dargestellt wird (wobei nur jede zweite Linie sichtbar ist) und setzt das alternative Raster auf eine Größe von 1 mm, angezeigt in mil.

Ein Druck auf die Alt-Taste schaltet auf das alternative Grid um. Dies kann typischerweise ein feineres Raster als das normale sein, wodurch es zum Beispiel schnell und einfach möglich ist etwas in einem dicht belegten Gebiet fein zu positionieren, wofür das normal Raster zu grob wäre. Das alternative Grid bleibt so lange aktiv, wie die Alt-Taste gedrückt gehalten wird.

Parameter-Aliase

Parameter-Aliase können dazu benutzt werden, bestimmte Parameter-Einstellungen des GRID-Befehls zu definieren, die später unter einem gegebenen Namen angesprochen werden können. Die Aliase können auch benutzt werden indem Sie auf den GRID-Button klicken und die Maustaste gedrückt halten bis die Liste erscheint. Ein Klick auf den Button mit der rechten Maustaste läßt die Liste ebenfalls erscheinen.

Die Syntax zur Bearbeitung dieser Aliase ist:

GRID = name parameter
Definiert den Alias name, der in die angegebenen parameter expandiert wird. Der name darf aus beliebig vielen Buchstaben, Ziffern und Unterstrichen bestehen, und Groß-/Kleinschreibung spielt keine Rolle. Er muss mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen und darf keines der Options-Schlüsselworte sein.
GRID = name @
Definiert den Alias name, der in die aktuelle Parameter-Einstellung des Befehls expandiert wird.
GRID = ?
Erfragt vom Benutzer einen Namen zur Definition eines Aliases für die aktuellen Grid-Parameter.
GRID = name
Öffnet den GRID-Dialog und erlaubt es dem Benutzer einen Satz von Parametern einzustellen, der als Alias unter dem angegebenen Namen gespeichert wird.
GRID = name;
Löscht den Alias mit dem angegebenen Namen.
GRID name
Expandiert den Alias mit dem angegebenen Namen und führt den GRID-Befehl mit dem resultierenden Satz von Parametern aus. Der name kann abgekürzt werden und es dürfen andere Parameter vor und nach dem Alias angegeben werden (auch andere Aliase). Beachten Sie bitte, dass im Falle einer abgekürzten Eingabe Aliase Vorrang vor anderen Schlüsselwörtern des Befehls haben.
Beispiel:

GRID = MyGrid inch 0.1 lines on

Definiert den Alias "MyGrid" der, wenn er wie in

GRID myg

benutzt wird, das aktuelle Grid auf die angegebenen Parameter einstellt. Beachten Sie bitte die abgekürzte Verwendung des Aliases, und dass die Groß-/Kleinschreibung keine Rolle spielt.

GROUP

Funktion
Definieren einer Gruppe.
Syntax
GROUP •..
GROUP ALL
GROUP;
Maustasten
Linke&Ziehen definiert eine rechteckige Gruppe.
Shift+Linke fügt die neue Gruppe zu einer bestehenden hinzu.
Ctrl+Linke invertiert die Gruppenzugehörigkeit des selektierten Objekts.
Ctrl+Shift+Linke invertiert die Gruppenzugehörigkeit des in der Hierarchie nächsthöheren Objekts.
Rechte schließt das Gruppen-Polygon.
Siehe auch
CHANGE, CUT, PASTE, MIRROR, DELETE

Mit dem GROUP-Befehl definiert man eine Gruppe von Objekten, auf die man anschließend bestimmte Befehle anwenden kann. Natürlich kann auch eine ganze Zeichnung als Gruppe definiert werden.

Die Objekte selektiert man, indem man nach Aktivieren des GROUP-Befehls mit der Maus ein Rechteck aufzieht oder ein Polygon zeichnet, das mit dem Betätigen der rechten Maustaste geschlossen wird. In die Gruppe werden nur Objekte aus den sichtbaren Layern übernommen.

Das Schlüsselwort ALL kann dazu benutzt werden eine Gruppe zu definieren, die die gesamte Zeichnungsfläche einschließt.

Zur Gruppe gehören:

Gruppe bewegen

Um eine Gruppe zu bewegen, verwendet man den MOVE-Befehl mit der rechten Maustaste. Bewegt werden alle Objekte, die vorher mit dem GROUP-Befehl selektiert worden sind. Wires, von denen nur ein Eckpunkt innerhalb des Polygons liegt, werden an diesem Ende bewegt, während das andere fest bleibt. "Hängt" die Gruppe am Mauszeiger, lässt sie sich wiederum mit der rechten Maustaste rotieren.

Die Gruppendefinition bleibt wirksam, bis eine neue Zeichnung geladen wird oder bis der Befehl

GROUP;
ausgeführt wird.

Gruppe erweitern

Wenn Sie bei einem beliebigen Mausklick zur Definition einer Gruppe die Shift-Taste drücken, so wird die neu definierte Gruppe zur bereits vorhandenen hinzugefügt (falls es bereits eine gibt).

Einzelne Objekte

Durch Anklicken eines einzelnen Objekts bei gedrückter Ctrl-Taste ist es möglich, die Gruppenzugehörigkeit dieses Objekts zu invertieren. Wird dabei zusätzlich auch noch die Shift-Taste gedrückt, so wird die Gruppenzugehörigkeit des in der Hierarchie nächsthöheren Objekts invertiert. Klicken Sie beispielsweise mit dem GROUP-Befehl bei gedrückter Ctrl- und Shift-Taste im Schaltpan auf eine Netz-Linie, so wird die Gruppenzugehörigkeit des gesamten Segments invertiert.

HELP

Funktion
Hilfe-Seite anzeigen.
Syntax
HELP
HELP command
Tastatur
F1: HELP ruft die kontextsensitive Hilfe-Funktion auf.
Dieser Befehl ruft ein Hilfe-Fenster mit Hinweisen zum Programm auf, die vom momentanen Status abhängig sind (kontextsensitiv).

Wird im HELP-Befehl ein Befehlsname (command) angegeben, dann erhält man die Beschreibung dieses Befehls.

Beispiel

HELP GRID;
Es erscheint die Beschreibung des GRID-Befehls.

HOLE

Funktion
Bohrloch in Platine oder Package einfügen.
Syntax
HOLE drill •..
Siehe auch
VIA, PAD, CHANGE

Mit diesem Befehl definiert man Bohrungen ohne Durchkontaktierung in Platinen oder Packages. Der Parameter drill gibt den Bohrdurchmesser in der aktuellen Einheit an. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Beispiel

HOLE 0.20 •
Falls die eingestellte Maßeinheit "Inch" ist, hat das Hole einen Durchmesser von 0.20 Zoll.

Der eingegebene Bohrdurchmesser (gilt auch für Pads und Vias) bleibt für nachfolgende Operationen erhalten. Er kann mit dem Befehl

CHANGE DRILL value •
verändert werden.

Ein Hole kann nur selektiert werden, wenn der Holes-Layer eingeblendet ist (DISPLAY).

Eine Bohrung (Hole) erzeugt das zugehörige Bohrsymbol im Layer Holes und einen Kreis mit dem entsprechenden Durchmesser im Layer Dimension. Die Zuordnung von Symbolen zu bestimmten Bohrdurchmessern kann im "Optionen/Einstellungen/Bohrsymbole" Dialog geändert werden. Der Kreis im Dimension-Layer ist besonders für den Autorouter wichtig, der den eingestellten Mindestabstand zwischen Vias/Wires und Dimension-Linien damit auch zum Bohrloch einhält.

In Versorgungs-Layern erzeugen Holes Annulus-Symbole.

In den Layern tStop und bStop erzeugen Holes die Lötstopmaske, deren Durchmesser sich aus den Design Rules ergibt.

INFO

Funktion
Eigenschaften von Objekten anzeigen und verändern.
Syntax
INFO •..
INFO name ..
Siehe auch
CHANGE, SHOW

Der INFO-Befehl gibt zu einem Objekt umfassende Informationen, z.B. Wire-Breite, Layer und so weiter. In diesem Dialog können die Objekt-Eigenschaften auch verändert werden.

Bauteile, Pads, Smds, Pins und Gatter lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet. Beim Selektieren eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils im Schaltplan muss der volle, aus dem Bauteil- und dem jeweiligen Gatternamen bestehende Name angegeben werden.

Attribute von Bauteilen können dadurch selektiert werden, dass die Kombination aus Bauteilname und Attributname angegeben wird, wie etwa R5>VALUE.

INVOKE

Funktion
Bestimmte Gates von Bauteilen holen.
Syntax
INVOKE • orientation •
INVOKE Part_Name Gate_Name orientation •
Maustasten
Mittlere spiegelt das Gate.
Rechte dreht das Gate.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
COPY, ADD

Addlevel und Orientation siehe ADD-Befehl.

Will man gezielt ein bestimmtes Gate eines Bauelements in den Schaltplan holen (z.B. ein Power-Gate mit Addlevel Request), dann benutzt man den INVOKE-Befehl.

Ein Gate kann man aktivieren, indem man

Mit dem abschließenden Mausklick positioniert man das neue Gate.

Wird im Dialog ein bereits aktiviertes Gate selektiert, so wechselt der Default-Button zu "Anzeigen" und ein Klick darauf zoomt das Editor-Fenster auf das selektierte Gate, wobei wenn nötig auch auf die entsprechende Seite gewechselt wird.

Gates auf verschiedenen Seiten

Soll ein Gate aus einem Bauelement geholt werden, das sich auf einer anderen Seite des Schaltplans befindet, ist als Parameter der Name des Bauelements anzugeben. In diesem Fall zeigt die rechte Spalte des Popup-Menüs, auf welchen Seiten sich die verwendeten Gates befinden.

JUNCTION

Funktion
Markierungspunkt für zusammengehörige Netze setzen.
Syntax
JUNCTION •..
Siehe auch
NET

Löschen von Junctions, siehe DELETE-Befehl.

Mit diesem Befehl lassen sich die Kreuzungspunkte zusammengehöriger Netze mit einem Punkt markieren. Ein Junction-Punkt lässt sich nur auf einem Netz plazieren. Wird ein Junction-Punkt an einer Stelle gesetzt, an der sich unterschiedliche Netze kreuzen, dann wird der Benutzer gefragt, ob er die Netze verbinden will.

Wird eine Netzlinie auf einem Punkt abgesetzt auf dem schon mindestens zwei weitere Netzlinien und/oder Pins liegen, wird automatisch ein Verbindungspunkt (Junction) gesetzt. Diese Funktion kann über "SET AUTO_JUNCTION OFF;" oder durch Deselektieren des Punkts "Junctions automatisch setzen" im Menü "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" abgeschaltet werden.

Auf dem Bildschirm werden Junctions immer mit mindestens fünf Pixel Durchmesser dargestellt, damit sie auch in kleinen Zoom-Stufen noch sichtbar sind.

LABEL

Funktion
Busse und Netze beschriften.
Syntax
LABEL [XREF] [orientation] • •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Rechte dreht das Label.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
NAME, BUS

Mit diesem Befehl kann man den Namen eines Busses oder Netzes im Schaltplan an eine beliebige Stelle plazieren. Der erste Mausklick sorgt dafür, dass der Name des selektierten Busses oder Netzes "am Mauszeiger hängenbleibt". Der Text kann dann mit der rechten Maustaste rotiert werden. Mit der mittleren Maustaste wählt man den Ziel-Layer für den Label-Text aus. Der zweite Mausklick mit der linken Maustaste plaziert den Text an eine beliebige Stelle.

Als Option kann die Schreibrichtung (orientation) auch textuell angegeben werden. Das ist vor allem für Script-Dateien sinnvoll. Die entsprechenden Schlüsselwörter sind im ADD-Befehl aufgeführt (R0, R90 usw.).

Es können beliebig viele Labels je Bus/Signal plaziert werden.

Label-Texte lassen sich nicht mit CHANGE TEXT ändern.

Labels werden vom Programm wie Texte behandelt, aber ihr "Wert" entspricht immer dem Namen des zugehörigen Busses oder Netzes. Ändert man den Namen eines Busses/Netzes mit dem NAME-Befehl, dann ändern sich automatisch alle zugehörigen Labels.

Selektiert man beim SHOW-Befehl einen Bus, ein Netz oder ein Label, dann werden alle zugehörigen Busse, Netze bzw. Labels hell dargestellt.

Querverweis-Labels

Wird das optionale Schlüsselwort XREF angegeben, so wird das Label ein "Querverweis-Label". Querverweis-Labels können in Schaltplänen mit mehreren Seiten benutzt werden, um anzuzeigen welches die nächste Seite ist, auf der ein bestimmtes Netz vorkommt (bitte beachten Sie, dass dies nur für Netze gilt, nicht für Busse!). Das XREF-Schlüsselwort ist hauptsächlich für die Verwendung in Scripts gedacht. Normalerweise richtet sich diese Einstellung danach, was vorher mit CHANGE XREF bzw. durch Anklicken der Xref-Schaltfläche in der Parameter-Toolbar gewählt wurde.

Das Format, in welchem ein Querverweis-Label angezeigt wird, kann über die "Format für Querverweis-Labels" Zeichenfolge im Dialog "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" oder über den SET Befehl festgelegt werden. Folgende Platzhalter sind definiert und können in beliebiger Reihenfolge verwendet werden:

%F aktiviert das Zeichnen eines Rahmens um das Label
%N der Name des Netzes
%S die nächste Seitennummer
%C die Spalte auf der nächsten Seite
%R die Zeile auf der nächsten Seite

Das Standard-Format ist "%F%N/%S.%C%R". Neben den definierten Platzhaltern können Sie auch beliebige andere ASCII-Zeichen verwenden.

Die Werte für Spalte und Zeile sind nur verfügbar, wenn auf der nächsten Seite, auf der das Netz vorkommt, ein Zeichnungsrahmen platziert wurde. Wird %C oder %R benutzt und es befindet sich kein Rahmen auf der Seite, zeigen sie ein Fragezeichen ('?') an.

Bei der Ermittlung der Spalte und Zeile eines Netzes auf einer Schaltplanseite wird zunächst die Spalte und dann die Zeile innerhalb dieser Spalte betrachtet. Hierbei haben XREF-Labels Vorrang vor normalen Labels, und diese wiederum Vorrang vor Netz-Wires. Für höhere Seitennummern werden die Rahmen-Koordinaten des am weitesten links oben liegenden Feldes genommen, während für niedrigere Nummern die des am weitesten rechts unten liegenden Feldes genommen werden.

Die Orientierung eines Querverweis-Labels bestimmt ob es auf eine "höhere" oder "niedrigere" Seitennummer verweist. Labels mit einer Orientierung von R0 oder R270 zeigen zum rechten bzw. unteren Rand der Zeichnung und beziehen sich daher auf eine höhere Seitennummer. Entsprechend verweisen Labels mit einer Orientierung von R90 oder R180 auf eine niedrigere Seitennummer. Hat ein Label eine Orientierung von R0 oder R270, aber das Netz, an dem es hängt, kommt auf keiner höheren Seite vor, so wird stattdessen ein Verweis auf die nächst niedrigere Seite angezeigt (entsprechendes gilt für R90 und R180). Kommt das Netz ausschließlich auf der aktuellen Seite vor, so wird keinerlei Querverweis angezeigt, sondern nur der Netzname (mit Rahmen, falls das Format den %F Platzhalter enthält).

Ein Querverweis-Label, welches auf das Ende eines Netz-Wires platziert wird, verbindet sich mit dem Wire, so dass sich der Wire mit dem Label mitbewegt und umgekehrt.

Das Format für Querverweis-Labels wird in der Schaltplan-Zeichnung gespeichert.

Ein Querverweis-Label kann entweder mit dem CHANGE-Befehl oder über seinen Eigenschaften-Dialog in ein normales Label verwandelt werden.

Layer auswählen

Im Gegensatz zu anderen Befehlen (wie etwa WIRE) merkt sich der LABEL-Befehl den zuletzt verwendeten Layer selbst. Das hat den Vorteil, dass Labels immer im richtigen Layer landen, egal welche Layer andere Befehle verwenden. Der Nachteil ist, dass die übliche Vorgehensweise, den Layer in einem Script auszuwählen, wie etwa
LAYER Layer;
WIRE (1 2) (3 4);
hier nicht funktioniert. Der Layer muss gewählt werden, wenn der LABEL-Befehl bereits aktiv ist. Dies kann folgendermaßen geschehen:
LABEL Parameter
LAYER Layer
weitere Parameter;
Beachten Sie, dass die LABEL-Zeile nicht mit einem ';' abgeschlossen ist, und dass der LAYER-Befehl in einer neuen Zeile beginnt.
Die Befehle
LABEL
LAYER Layer;
setzen den Layer für nachfolgende LABEL-Befehle.

LAYER

Funktion
Wechseln und Definieren von Layern.
Syntax
LAYER layer_number
LAYER layer_name
LAYER layer_number layer_name
LAYER [??] -layer_number
Siehe auch
DISPLAY

Zeichenebene auswählen

Der LAYER-Befehl mit einem Parameter dient dazu, den (vorhandenen) Layer auszuwählen, in den gezeichnet werden soll. Wird der Befehl aus dem Menü ausgewählt, öffnet sich ein Popup-Menü, in dem man den gewünschten Layer selektieren kann. Bei Eingabe über die Tastatur ist als Parameter die Layer-Nummer oder der Layer-Name (wie er im Popup-Menü erscheint) zulässig.

Der ROUTE-Befehl ändert den aktiven Layer automatisch.

Bestimmte Layer stehen nicht in allen Betriebsarten zur Verfügung, da sie nicht überall einen Sinn haben.

Bitte beachten Sie, dass von den Signal-Layern (1 bis 16) nur diejenigen zur Verfügung stehen, die im Layer-Setup in den Design Rules eingetragen sind.

Layer definieren

Der LAYER-Befehl mit zwei Parametern dient dazu, einen neuen Layer zu definieren oder einen vorhandenen umzubenennen. Die Eingabe von z.B.:
LAYER 101 BEISPIEL;
erzeugt einen neuen Layer mit der Nummer 101 und dem Namen BEISPIEL.

Werden in einer Zeichnung Bibliothekselemente plaziert (mit ADD oder REPLACE), die zusätzliche Layer enthalten, dann werden diese Layer automatisch in der Zeichnung angelegt.

Die vordefinierten Layer haben spezielle Bedeutung. Man kann zwar ihren Namen ändern, aber ihre besondere Funktion bleibt aufgrund ihrer Nummer erhalten.

Wenn Sie eigene Layer definieren, sollten Sie nur die Layer-Nummern ab 100 verwenden. Bei kleineren Nummern kann es sein, dass Sie in späteren EAGLE-Versionen spezielle Bedeutung bekommen.

Layer löschen

Der LAYER-Befehl mit dem der Layer-Nummer vorangestellten Minuszeichen löscht den Layer mit dieser Nummer, z. B.:
LAYER -103;
löscht den Layer mit der Nummer 103. Voraussetzung ist, dass der Layer leer ist. Ist das nicht der Fall, wird die Fehlermeldung

"layer is not empty: #"

ausgegeben, wobei # die Layer-Nummer repräsentiert. Falls Sie jegliche Fehlermeldungen beim Löschen eines Layers vermeiden wollen, so können Sie die Option '??' angeben. Das kann in Scripts nützlich sein, die bestimmte Layer zu löschen versuchen, wo es aber keinen Fehler darstellt wenn ein Layer nicht leer oder überhaupt nicht vorhanden ist.

Versorgungs-Layer

Die Layer 2...15 werden als Versorgungs-Layer (supply layer) betrachtet falls ihr Name mit dem '$'-Zeichen beginnt und es ein Signal mit dem gleichen Namen (ohne vorangestelltes '$') gibt.

Alle zu diesem Signal gehörenden Pads und Vias werden vom RATSNEST-Befehl und dem Autorouter implizit als verbunden angenommen.

Versorgungs-Layer werden "invertiert" betrachtet, das heisst alle auf einem solchen Layer sichtbaren Objekte resultieren in "kupferfreien" Zonen auf der Platine. Das Programm generiert automatisch Thermal- und Annulus-Symbole um die Pads und Vias an diese Layer anzuschließen bzw. sie davon zu isolieren.

Sie sollten keine zusätzlichen Objekte in einen Versorgungs-Layer zeichnen, ausser zum Beispiel Wires entlang der Platinenumrisse, wodurch verhindert wird, dass das Kupfer bis zu den Kanten der fertigen Platine reicht (was zu Kurzschlüssen durch metallene Gehäuse oder Befestigungsschrauben führen könnte). Beachten Sie bitte, dass keine Prüfungen stattfinden, ob ein Versorgungs-Layer auch wirklich alle Pads und Vias verbindet. Falls zum Beispiel ein vom Benutzer gezeichnetes Objekt ein Pad isoliert, das an diesen Versorgungs-Layer angeschlossen werden sollte, wird nicht automatisch eine Luftlinie für diese (fehlende) Verbindung erzeugt. Das gleiche gilt wenn mehrere Annulus-Symbole einen "Ring" um ein Thermal-Symbol bilden (und dadurch das Pad von seinem Signal isolieren). Ebenso ist zu beachten, dass sich die Abmessungen der Annulus-Symbole in einem Supply-Layer ausschließlich nach dem in den Design Rules unter "Supply" angegebenen Wert für "Annulus" richten, und dass hier weder die unter "Clearance" noch die in den Netzklassen angegebenen Mindestabstände eingehen.

Eine sicherere und flexiblere Methode um Versorgungs-Layer zu realisieren bietet der POLYGON-Befehl.

Vordefinierte EAGLE-Layer, nach Layer-Nummern geordnet

Layout

1 Top Leiterbahnen oben
2 Route2 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
3 Route3 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
4 Route4 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
5 Route5 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
6 Route6 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
7 Route7 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
8 Route8 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
9 Route9 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
10 Route10 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
11 Route11 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
12 Route12 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
13 Route13 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
14 Route14 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
15 Route15 Innenlage (Signal- oder Versorgungs-Layer)
16 Bottom Leiterbahnen unten
17 Pads Pads (bedrahtete Bauteile)
18 Vias Vias (durchgehend)
19 Unrouted Luftlinien
20 Dimension Platinen-Umrisse (und Kreise für Holes)
21 tPlace Bestückungsdruck oben
22 bPlace Bestückungsdruck unten
23 tOrigins Aufhängepunkte oben (Kreuz automatisch generiert)
24 bOrigins Aufhängepunkte unten (Kreuz automatisch generiert)
25 tNames Servicedruck oben (Bauteile-Namen, NAME)
26 bNames Servicedruck unten (Bauteile-Namen, NAME)
27 tValues Bauteile-Werte oben (VALUE)
28 bValues Bauteile-Werte unten (VALUE)
29 tStop Lötstopmaske oben (automatisch generiert)
30 bStop Lötstopmaske unten (automatisch generiert)
31 tCream Lotpaste oben
32 bCream Lotpaste unten
33 tFinish Veredelung oben
34 bFinish Veredelung unten
35 tGlue Klebemaske oben
36 bGlue Klebemaske unten
37 tTest Test- und Abgleichinformationen oben
38 bTest Test- und Abgleichinformationen unten
39 tKeepout Sperrflächen für Bauteile oben
40 bKeepout Sperrflächen für Bauteile unten
41 tRestrict Sperrflächen für Leiterbahnen oben
42 bRestrict Sperrflächen für Leiterbahnen unten
43 vRestrict Sperrflächen für Vias
44 Drills Bohrungen, durchkontaktiert
45 Holes Bohrungen, nicht durchkontaktiert
46 Milling CNC-Fräser-Daten zum Schneiden der Plat.
47 Measures Bemaßungen
48 Document allgemeine Dokumentation
49 Reference Passermarken
51 tDocu Bauteiledokumentation oben
52 bDocu Bauteiledokumentation unten

Schaltplan

91 Nets Netze
92 Busses Busse
93 Pins Anschlusspunkte für Schaltplansymbole
mit Zusatzinformationen
94 Symbols Umrisse der Schaltplansymbole
95 Names Namen bei Schaltplansymbolen
96 Values Werte/Typenbezeichnung bei Schaltplansymbolen
97 Info Allgemeine Informationen
98 Guide Hilfslinien

Layer können immer mit ihrem Namen oder Nummer angegeben werden.

LOCK

Funktion
Verriegelt die Position und Orientierung eines Bauteils im Board.
Syntax
LOCK •..
LOCK name ..
Maustasten
Ctrl+Rechte wirkt auf die Gruppe.
Shift+Linke macht die Verriegelung wieder rückgängig ("entriegelt" das Bauteil).
Ctrl+Shift+Rechte "entriegelt" alle Bauteile in der Gruppe.
Siehe auch
MIRROR, MOVE, ROTATE SMASH

Der LOCK-Befehl kann auf Bauteile in einem Board angewendet werden und verhindert, dass diese bewegt, gedreht oder gespiegelt werden können. Dies ist nützlich für Dinge wie Steckerleisten, die an einer genau festgelegten Stelle montiert werden müssen und nicht unbeabsichtigt verschoben werden dürfen.

Der Aufhängepunkt eines verriegelten Bauteils wird als 'x' dargestellt, um anzuzeigen, dass das Bauteil verriegelt ist.

Wird eine Gruppe bewegt, die verriegelte Bauteile enthält, so bewegen sich diese Bauteile (sowie die an ihren Pads endenden Wires) nicht mit der Gruppe mit.

Losgelöste Texte eines verriegelten Bauteils können weiterhin einzeln bewegt werden, bewegen sich aber nicht als Teil einer Gruppe mit.

Bauteile lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet.

Ein "verriegeltes" Bauteil kann "entriegelt" werden, indem es bei gedrückter Shift-Taste (und natürlich aktiviertem LOCK-Befehl) angeklickt wird.

MARK

Funktion
Marke in der Zeichenfläche definieren.
Syntax
MARK •
MARK;
Siehe auch
GRID

Mit dem MARK-Befehl definiert man einen Punkt in der Zeichenfläche, der als Bezugspunkt zum Ausmessen von Strecken dienen kann. Die Koordinaten relativ zu diesem Punkt werden in der gegenwärtig eingestellten Einheit (GRID) links oben auf dem Bildschirm mit vorangestelltem 'R' angezeigt. Der Bezugspunkt wird als weißes Kreuz dargestellt. Um genau messen zu können, sollten Sie vorher ein Raster einstellen das fein genug ist.

Die Eingabe 'MARK;' schaltet die Marke ein oder aus.

MENU

Funktion
Text-Menüleiste verändern.
Syntax
MENU option ..;
MENU;
Siehe auch
ASSIGN, SCRIPT

Mit dem MENU-Befehl kann man das Text-Menü nach eigenen Wünschen ändern.

Die vollständige Spezifikation für den option-Parameter ist:

option    := command | submenu | delimiter
command   := [ icon ] text1 [ ':' text2 ]
submenu   := [ icon ] text '{' option [ '|' option ] '}'
icon      := '[' filename ']'
delimiter := '---'
Eine Option des MENU-Befehls kann ein einfacher Befehl sein, wie z. B.
MENU Display Grid;
der die Befehle Display und Grid als Inhalt des Text-Menüs definiert. Display und Grid werden sowohl als Menütext als auch als Kommando interpretiert.
Sie kann auch ein selbstdefinierter Befehl sein, wie z. B.
MENU 'MyDisp : Display None Top Bottom Pads Vias;' 'MyGrid : Grid mil 100 lines on;';
Das Text-Menü enthält die beiden selbstdefinierten Befehle MyDisp und MyGrid. Nach Anklicken eines Buttons im Menü wird die nach ':' definierte Befehlssequenz (text2, s.o.) der entsprechenden Option ausgeführt.
Sie kann auch eine Schaltfläche erzeugen, die Untermenüs enthalten kann, wie z. B.
MENU 'Grid { Fine : Grid inch 0.001; | Coarse : Grid inch 0.1; }';
Es wird ein Button mit dem Namen Grid erzeugt, der nach dem Anklicken ein Untermenü mit den beiden Optionen Fine und Coarse enthält.
Das '|' ist als Trennzeichen nur bei Untermenü-Einträgen erforderlich (submenu, s.o.).

Die besondere Option '---' kann man verwenden, um einen Trennstrich im Menü zu erzeugen. Das fördert die Übersichtlichkeit im Menü.

Ein Befehls-Button kann ein Icon anzeigen, indem dem Button-Text der Dateiname eines Icons in eckigen Klammern vorangestellt wird, wie in

MENU '[/path/to/myicon.png] Set a fine grid : Grid inch 0.001;';
Hier zeigt der Button nur das angegebene Icon an und "Set a fine grid" wird als "Direkthilfe" verwendet, die angezeigt wird, wenn der Mauszeiger über den Button bewegt wird. Der Dateiname muss nicht zusätzlich in Hochkommas gesetzt werden (etwa um Leerzeichen zu maskieren).
Wird ein Icon in einem Untermenü verwendet, etwa in
MENU 'Grid { [/path/to/myicon.png] Set a fine grid : Grid inch 0.001; }';
so werden, wie bei anderen Menüs auch, sowohl das Icon als auch der Text angezeigt.
Enthält der Dateiname des Icons keinen Verzeichnispfad, so wird es im aktuellen Arbeitsverzeichnis und im EAGLE 'bin'-Verzeichnis gesucht.

Bitte beachten Sie, dass jede option, die mehr als ein Wort oder einen Text, der als Befehl interpretiert werden kann, enthält, in einfache Hochkommas eingeschlossen werden muss. Wenn Sie den MENU-Befehl in einer Script-Datei verwenden, um ein komplexes Text-Menü zu definieren und dabei die Menü-Definition zur besseren Lesbarkeit über mehrere Zeilen verteilen wollen, ist es notwendig, die Zeilen mit einem Backslash ('\') zu beenden, wie z. B.

MENU 'Grid {\
             Fine : Grid inch 0.001; |\
             Coarse : Grid inch 0.1;\
           }';

Beispiele

MENU Move Delete Rotate Route ';' Edit;
erzeugt ein Menü, das die Befehle Move bis Route, den Strichpunkt als Befehlsabschlusszeichen und den Edit-Befehl enthält.

Der Befehl

MENU;
stellt wieder das Standard-Menü ein. Beachten Sie, dass der Eintrag ';' immer im Menü enthalten sein sollte. Er wird zum Beenden vieler Befehle benötigt.

Komplexes Beispiel:

MENU '[draw.png] Draw {\
                        Wire {\
                               Continous : CHANGE STYLE Continuous; WIRE |\
                               DashDot :  CHANGE STYLE DashDot; WIRE |\
                               Help : HELP WIRE;\
                             }|\
                        Rectangle {\
                                    RECT |\
                                    Help : HELP RECT; \
                                  }\
                       }\
      [export.png] Export {\
                            Script : EXPORT SCRIPT |\
                            Image : EXPORT IMAGE\
                          }\
      MyScript : SCRIPT MyScript.scr;';
Dieses Menü besteht aus den 3 Einträgen Draw, Export und MyScript, wobei Draw und Export Untermenüs haben und mit Icons versehen sind. Draw besteht aus den Untermenüs Wire und Rectangle, wobei Wire aus den Einträgen Continous, DashDot und Help und Rectangle aus den Einträgen RECT (Text und Befehl RECT) und Help zusammengesetzt sind.
Das Untermenü von Export hat die Einträge Script und Image.

MIRROR

Funktion
Objekte spiegeln.
Syntax
MIRROR •..
MIRROR name..
Maustasten
Ctrl+Rechte spiegelt die Gruppe.
Siehe auch
ROTATE, LOCK, TEXT

Mit dem MIRROR-Befehl können Objekte an der y-Achse gespiegelt und damit z.B. auf der Lötseite der Platine plaziert werden.

Bauteile, Pads, Smds und Pins lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet.

Attribute von Bauteilen können dadurch selektiert werden, dass die Kombination aus Bauteilname und Attributname angegeben wird, wie etwa R5>VALUE.

Das Spiegeln von Packages ist nur mit eingeblendetem tOrigins- bzw. bOrigins-Layer möglich.

Beim Spiegeln von Elementen werden die angeschlossenen Wires auf den Außenlagen mitgespiegelt (Achtung auf Kurzschlüsse!). Vias werden dabei nicht automatisch gesetzt.

Beachten Sie bitte, dass Objekte auf Innenlagen (2...15) beim Spiegeln ihren Layer nicht wechseln. Gleiches gilt auch für Vias.

Bauteile können nicht gespiegelt werden, wenn sie gelockt sind, oder wenn eines ihrer angeschlossenen Pads aus der erlaubten Fläche hinausstehen würde (falls sie eine eingeschränkte Version von EAGLE verwenden).

Gruppe spiegeln

Will man eine Gruppe spiegeln, definiert man zuerst die Gruppe mit dem GROUP-Befehl, dann selektiert man den MIRROR-Befehl und klickt mit der rechten Maustaste die Gruppe an. Sie wird dann um die senkrechte Achse durch den dem Mauszeiger nächstgelegenen Rasterpunkt gespiegelt.

Wires, Circles, Pads und Polygone lassen sich nicht explizit spiegeln (als Bestandteile von Gruppen werden sie mitgespiegelt).

Text spiegeln

Text auf der Lötseite (Layer 'Bottom' und 'bPlace') wird automatisch gespiegelt, so dass er dann später, wenn man die Platine von der Lötseite her betrachtet, richtig lesbar ist.

Im Schaltplan führt das Spiegeln eines Textes dazu, dass er auf der anderen Seite seines Aufhängepunktes dargestellt wird; er bleibt aber nach wie vor normal lesbar.

MITER

Funktion
Wire-Verbindungsstellen abschrägen.
Syntax
MITER [radius] •..
Maustasten
Linke&Ziehen modifiziert die Abschrägung dynamisch.
Rechte schaltet zwischen runder und gerader Abschrägung hin und her.
Siehe auch
SPLIT, WIRE, ROUTE, POLYGON

Der MITER-Befehl dient dazu die Verbindungsstelle zweier Wires abzuschrägen. Die beiden existierenden Wires müssen dazu auf dem gleichen Layer liegen, die gleiche Breite und den gleichen Wire-Style haben.

Abschrägen eines Punktes

Wenn Sie einen Punkt selektieren, an dem sich genau zwei geradlinige Wires treffen, so wird ein zusätzlicher Wire zwischen diesen beiden Wires eingefügt, dessen Abmessungen sich aus dem angegebenen radius ergeben. Wenn sie Click&Drag mit der linken Maustaste an einem solchen Punkt machen, können Sie den zur Abschrägung verwendeten Wire dynamisch definieren.

Abschrägen eines Wires

Wenn sie einen Wire (der auch ein Kreisbogen sein kann) in der Mitte zwischen seinen Endpunkten selektieren, und dieser Wire mit genau zwei anderen, geradlinigen Wires (jeweils einer an jedem Ende) verbunden ist, so werden die Abmessungen dieses Wires gemäß dem angegebenen radius neu berechnet. Wenn sie Click&Drag mit der linken Maustaste an einem solchen Wire machen, können Sie den zur Abschrägung verwendeten Wire dynamisch definieren.

Geradlinige und runde Abschrägung

Ist der radius positiv, so ist der eingefügte Wire ein Kreisbogen mit dem gegebenen Radius; falls er negativ ist wird ein geradliniger Wire eingefügt (stellen Sie sich das '-' Zeichen als Indikator für "geradlinig" vor). Durch Drücken der rechten Maustaste können Sie zwischen runder und geradliniger Abschrägung hin und her schalten.

Miter-Radius und Wire-Knickwinkel

Der radius, den Sie mit dem MITER-Befehl einstellen, wird auch in allen anderen Befehlen verwendet, die Wires zeichnen, falls der Knickwinkel einer der 90- bzw. 45-Grad Winkel ist. Bei runder Abschrägung betrifft dies sowohl 90- als auch 45-Grad Winkel, bei geradliniger Abschrägung nur die 90-Grad Winkel.

MOVE

Funktion
Bewegen von Objekten.
Syntax
MOVE • •..
MOVE name •..
Maustasten
Ctrl+Linke selektiert ein Objekt an seinem Aufhängepunkt bzw. verändert es (siehe Anmerkung).
Ctrl+Rechte selektiert die Gruppe.
Linke&Ziehen bewegt das Objekt sofort.
Ctrl+Rechte&Ziehen bewegt die Gruppe sofort.
Mittlere spiegelt das Objekt bzw. die Gruppe.
Rechte dreht das selektierte Objekt bzw. die Gruppe.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Tastatur
F7: MOVE aktiviert den MOVE-Befehl.
Siehe auch
GROUP, LOCK, RATSNEST

Der MOVE-Befehl bewegt das Objekt, das dem Mauszeiger bzw. dem angegebenen Koordinatenpunkt am nächsten liegt.

Bauteile, Pads, Smds, Pins und Gatter lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet. Beim Selektieren eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils im Schaltplan muss der volle, aus dem Bauteil- und dem jeweiligen Gatternamen bestehende Name angegeben werden.

Attribute von Bauteilen können dadurch selektiert werden, dass die Kombination aus Bauteilname und Attributname angegeben wird, wie etwa R5>VALUE.

Das Bewegen von Elementen ist nur mit eingeblendetem tOrigins- bzw. bOrigins-Layer möglich.

Der MOVE-Befehl wirkt nur auf sichtbare Layer (siehe DISPLAY).

Wires, die an einem Element hängen, lassen sich an diesem Ende nicht bewegen. Beim Bewegen von Elementen bewegen sich die angeschlossenen Wires mit, sofern sie Bestandteil eines Signals sind, (Achtung auf Kurzschlüsse!).

Wird ein Objekt mit der linken Maustaste angeklickt und die Taste danach nicht wieder losgelassen, so kann das Objekt sofort bewegt werden ("Click&Drag"). Gleiches gilt für Gruppen bei Verwendung der rechten Maustaste. Es ist dann allerdings nicht möglich das Objekt während des Bewegens zu drehen oder zu spiegeln.

Bauteile können nicht bewegt werden, wenn sie gelockt sind, oder wenn eines ihrer angeschlossenen Pads aus der erlaubten Fläche hinausstehen würde (falls sie eine eingeschränkte Version von EAGLE verwenden).

Leitungen bewegen

Bewegt man mit MOVE Wires übereinander, dann werden diese Wires nicht zu einem Signal verbunden (Kurzschluss, den der DRC-Befehl feststellt).

Gruppe bewegen

Will man eine Gruppe bewegen, definiert man zuerst die Gruppe mit dem GROUP-Befehl, dann selektiert man den MOVE-Befehl und klickt mit der rechten Maustaste die Gruppe an. Jetzt lässt sich die ganze Gruppe bewegen und mit der rechten Maustaste (um den Mauszeiger) rotieren.

Hinweise für den Schaltplan

Wird ein Supply-Pin (Pin-Direction Sup) auf ein Netz plaziert, erhält dieses Netz-Segment den Namen des Supply-Pins. Werden Pins direkt aufeinander plaziert (ohne explizite Netz-Linie), sind sie verbunden.

Wird ein Element bewegt, werden beim Absetzen offene Pins dieses Elements an eventuell vorhandene Netze bzw. andere Pins angeschlossen.

Bewegt man ein Netz auf einen Pin, werden Netz und Pin nicht logisch verbunden, obwohl sie optisch verbunden sind.

Objekte an ihrem Aufhängepunkt selektieren

Normalerweise bleibt ein selektiertes Objekt in dem Raster, in dem es ursprünglich plaziert wurde. Wird beim Selektieren eines Objektes Ctrl gedrückt, so wird der Punkt, an dem das Objekt selektiert wurde, an den Mauszeiger gezogen und schnappt in das aktuelle Raster.

Wird ein Wire in der Mitte (nicht an einem seiner Endpunkte) mit gedrückter Ctrl-Taste selektiert, so bleiben die Endpunkte fixiert und der Wire kann gebogen werden, wodurch er zum Kreisbogen wird. Auf die gleiche Weise kann die Krümmung eines Kreisbogens (der im Grunde nichts anderes als ein Wire ist) verändert werden.

Wird ein Rechteck an einer seiner Ecken mit gedrückter Ctrl-Taste selektiert, so kann die Größe des Rechtecks sowohl in der Breite als auch in der Höhe verändert werden. Beim Selektieren einer Kante mit gedrückter Ctrl-Taste läßt sich nur die Breite bzw. die Höhe verändern. Selektiert man das Rechteck an seinem Mittelpunkt mit gedrückter Ctrl-Taste, so wird dieser an den Mauszeiger gezogen und in das aktuelle Raster geschnappt.

Wird ein Kreis mit gedrückter Ctrl-Taste an seinem Umfang selektiert, so bleibt sein Mittelpunkt fix und der Durchmesser kann verändert werden. Wird der Mittelpunkt auf diese Weise selektiert, so wird dieser an den Mauszeiger gezogen und in das aktuelle Raster geschnappt.

Teile einer Seite auf eine andere Seite verschieben

Sie können Teile einer Seite auf eine andere Seite des gleichen Schaltplans verschieben, ohne die Platine zu beeinflussen (falls Forward&Back Annotation aktiviert ist), indem Sie eine Gruppe definieren, die die zu verschiebenden Objekte enthält, diese mit dem MOVE-Befehl selektieren und dann auf die gewünscht Seite umschalten, wobei der MOVE-Befehl immer noch aktiv sein und die Gruppe am Mauszeiger hängen muss. In der neuen Seite ist dann der MOVE-Befehl wieder aktiv und hat die vorher definierte Gruppe am Mauszeiger. Platzieren Sie die Gruppe jetzt wie üblich, so werden alle betroffenen Objekte von der ursprünglichen Seite auf die aktuelle Seite verschoben. Falls die aktuelle Seite gleich der ursprünglichen ist, passiert nichts.

Beachten Sie, das nur solche Wires verschoben werden, die beide Enden in der Gruppe haben, und dass Bauteile, die verschoben werden, alle ihre elektrischen Verbindungen mitnehmen, auch wenn ein an einem Pin angeschlossener Net-Wire nicht verschoben wird, da sein anderes Ende nicht in der Gruppe liegt. Falls ein Pin auf der neuen Seite eine elektrische Verbindung hat, aber kein anderer Pin, Wire oder Junction daran angeschlossen ist um dies sichtbar zu machen, so wird automatisch eine Junction an dieser Stelle generiert.

Dieser Vorgang kann sogar in einem Script ausgeführt werden. Zum Beispiel würde

edit .s1
group (1 1) (1 2) (2 2) (2 1) (1 1)
move (> 0 0)
edit .s2
(0 0)
auf die erste Seite schalten, eine Gruppe definieren, diese mit MOVE selektieren, auf die zweite Seite schalten und die Gruppe absetzen. Die Koordinaten (0 0) am Schluss sind für den implizit gestarteten MOVE-Befehl.

Falls Sie lediglich die Reihenfolge der Seiten verändern wollen, so können Sie das mit dem EDIT-Befehl tun.

NAME

Funktion
Anzeigen und Ändern von Namen.
Syntax
NAME •..
NAME new_name •
NAME old_name new_name
Siehe auch
SHOW, SMASH, VALUE

Mit den NAME-Befehl kann man den Namen des selektierten Objektes anzeigen und (in einem Popup-Menü) ändern.

Bauteile, Pads, Smds, Pins und Gatter lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet. Andere Objekttypen (z.B. Netze, Busse, Signale) müssen vorher angeklickt werden.

Bibliothek

Im Bibliotheks-Editier-Modus gilt das gleiche für Pad-, Smd-, Pin- und Gate(Symbol)-Namen.

Automatische Namensvergabe

EAGLE vergibt automatisch Namen (E$.. für Elemente; S$.. für Signale; P$.. für Pads, Pins und Smds; G$.. für Gates). Zumindest in Packages und Symbolen sollte man die Pad- und Pin-Bezeichnungen durch gängige Namen (z.B. 1..14 bei einem 14pol. DIL-Gehäuse) bzw. die Signalbezeichnung ersetzen. Die automatische Namensvergabe von Bauteilen kann mit PREFIX gesteuert werden.

Schaltplan

Beim Umbenennen von Netzen und Bussen in Schaltplänen werden drei verschiedene Fälle unterschieden, da Netze und Busse aus mehreren (nicht explizit verbundenen) Segmenten bestehen und über mehrere Seiten verteilt sein können. Das in einem solchen Fall erscheinende Menü ermöglicht die Auswahl, ob

nur das selektierte Segment,
alle Segmente auf dieser Seite,
alle Segmente auf allen Seiten

mit der Maus oder durch Eingabe des entsprechenden Hot-Keys umbenannt werden sollen. Je nachdem ob das Netz bzw. der Bus nur auf dieser Seite definiert ist oder aus einem oder mehreren Segmenten besteht, entfallen einzelne Punkte des Menüs bzw. das gesamte Menü. Existiert der neue Name bereits (auf dieser oder einer anderen Seite), wird vorher noch abgefragt, ob die beiden Netze bzw. Busse verbunden werden sollen.

Polygon

Beim Umbenennen eines Signal-Polygons in einem Board kann ausgewählt werden, ob nur dieses Polygon umbenannt (und damit Bestandteil eines anderen Signals) werden soll, oder ob das gesamte Signal einen anderen Namen erhalten soll.

NET

Funktion
Zeichnen von Netzen im Schaltplan.
Syntax
NET [net_name] • [curve | @radius] •..
Maustasten
Rechte ändert den Knickwinkel (siehe SET Wire_Bend).
Shift+Rechte kehrt die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels um.
Ctrl+Rechte schaltet zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her.
Siehe auch BUS, NAME, CLASS, SET

Mit dem NET-Befehl zeichnet man Einzelverbindungen (Netze) in den Net-Layer eines Schaltplans. Der erste Mausklick gibt den Startpunkt des Netzes an, der zweite setzt die Linie ab. Zwei Mausklicks am selben Punkt beenden das Netz.

Wird ein Netz an einem Punkt abgesetzt, an dem schon ein anderes Netz, ein Bus oder ein Pin liegt, endet die Netzlinie hier. Diese Funktion kann über "SET AUTO_END_NET OFF;" oder durch Deselektieren der Option "Netze und Busse automatisch beenden" im Menü "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" abgeschaltet werden.

Wird eine Netzlinie an einem Punkt abgesetzt an dem mindestens zwei Netzlinien und/oder Pins liegen, wird automatisch ein Verknüpfungspunkt (Junction) gesetzt. Diese Funktion kann über "SET AUTO_JUNCTION OFF;" oder durch Deselektieren der Option "Junctions automatisch setzen" im Menü "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" abgeschaltet werden.

Wird der curve oder @radius Parameter angegeben, so kann ein Kreisbogen als Teil des Netzes gezeichnet werden (siehe die ausführliche Beschreibung beim WIRE-Befehl).

Bussignal auswählen

Startet man das Netz auf einem Bus, öffnet sich ein Popup-Menü, aus dem man ein Signal des Busses auswählen kann. Das Netz erhält dann den entsprechenden Namen und gehört damit zu diesem Signal. Enthält der Bus mehrere Teilbusse, öffnet sich erst ein Popup-Menü, in dem man den gewünschten Teilbus auswählen kann.

Netz-Namen

Gibt man einen Namen im NET-Befehl an, dann erhält das Netz diesen Namen.

Gibt man keinen Namen im NET-Befehl an und startet man auch nicht auf einem Bus, dann wird ein Name der Form N$1 für das Netz automatisch vergeben.

Netze oder Teile davon, die auf verschiedenen Seiten eines Schaltplans liegen und denselben Namen haben, sind miteinander verbunden.

Netznamen sollten kein Komma (',') enthalten, da dieses das Trennzeichen für Busse ist.

Linienbreite

Die Breite der Linien, die ein Netz darstellen, lässt sich mit dem Befehl
SET NET_WIRE_WIDTH width;
voreinstellen (Default: 6 Mil).

Negierte Signale

Der Name eines negierten Signals ("active low") kann überstrichen dargestellt werden, wenn ihm ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt wird, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Einzelheiten hierzu finden Sie in der Beschreibung des TEXT-Befehls.

OPEN

Funktion
Öffnen einer Bibliothek.
Syntax
OPEN library_name
Siehe auch
CLOSE, USE, EDIT, SCRIPT

Der OPEN-Befehl öffnet eine existierende Bibliothek oder legt eine neue an, falls noch keine mit dem angegebenen Namen existiert. Danach kann ein existierendes oder ein neues Symbol, Device oder Package editiert werden.

Dieser Befehl ist in erster Linie für Script-Dateien erforderlich.

OPTIMIZE

Funktion
Zusammenfassen von Wire-Segmenten.
Syntax
OPTIMIZE;
OPTIMIZE signal_name ..
OPTIMIZE •..
Maustasten
Ctrl+Rechte optimiert die Gruppe.
Siehe auch
SET, SPLIT, MOVE, ROUTE

Der OPTIMIZE-Befehl fasst Wire-Segmente, die in einer Linie liegen, zu einem Segment zusammen. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Segmente im selben Layer befinden und dass Sie dieselbe Breite haben.

Werden Signalnamen angegeben oder wird ein Signal selektiert, so wirkt der Befehl nur auf die entsprechenden Signale.

Automatische Optimierung

Diese Wire-Optimierung geschieht auch automatisch nach dem MOVE-, SPLIT und ROUTE-Befehl für den damit selektieren Wire, es sei denn, sie wurde mit dem Befehl
SET OPTIMIZING OFF;
abgeschaltet, oder beim SPLIT-Befehl wurden zwei Mausklicks auf denselben Punkt eines Wires gesetzt.

Der OPTIMIZE-Befehl arbeitet unabhängig von der Einstellung der Set-Variablen Optimizing, d.h. er funktioniert auch, wenn

SET OPTIMIZING OFF;
eingegeben wurde.

PACKAGE

Funktion
Zuweisung einer Package-Variante für ein Device.
Syntax
PACKAGE
PACKAGE pname vname
PACKAGE pname@lname vname
PACKAGE name
PACKAGE -old_name new_name
PACKAGE -name
Siehe auch
CONNECT, TECHNOLOGY, PREFIX

Dieser Befehl wird im Device-Editor verwendet um eine Gehäuse-Variante zu definieren, zu löschen oder umzubenennen. Im Schaltplan- oder Board-Editor verhält sich der PACKAGE-Befehl genau so wie "CHANGE PACKAGE".

Ohne Angabe von Parametern öffnet sich ein Dialog, der es erlaubt ein Gehäuse zu wählen und dessen Varianten-Namen zu definieren.

Die Parameter pname vname verknüpfen das Gehäuse pname mit der neuen Variante vname.

In der Schreibweise pname@lname vname wird das Package pname aus der Bibliothek lname geholt und eine neue Gehäuse-Variante erzeugt. Dies kann ebenso über das Kontext-Menü der Bibliotheksobjekte oder über Drag&Drop aus der Baumansicht des Control Panels erfolgen.

Der einzelne Parameter name ruft die schon vorhandene Package-Variante auf. Wurde bisher noch keine Package-Variante definiert und existiert ein Package mit dem angegebenen Namen in der Bibliothek, wird mit diesem Package eine neue Package-Variante mit Namen '' (ein "leerer" Name) erzeugt (aus Kompatibilitätsgründen zu Version 3.5 notwendig).

Gibt man -old_name new_name an, wird die Package-Variante old_name umbenannt in new_name.

Der einzelne Parameter -name löscht die angegebene Package-Variante.

Der Name der Package-Variante wird dem Device-Set-Namen hinzugefügt, so dass ein eindeutiger Device-Name entsteht. Enthält der Device-Set-Name das Zeichen '?', wird dieser Platzhalter durch den Package-Varianten-Namen ersetzt. Bitte beachten Sie, dass die Package-Variante erst nach der Technology-Funktion bearbeitet wird. Wenn der Device-Set-Name weder '*' noch '?' enthält, setzt sich der Device-Name aus Device-Set-Name+Technology+Package-Variante zusammen.

Anschließend ist der CONNECT-Befehl zu verwenden, damit festgelegt werden kann, welcher Pin (im Schaltplan-Symbol) welchem Pad des Gehäuses entspricht.

Die maximale Anzahl von Package-Varianten pro Device-Set ist 254.

Führt man im Schaltplan-Modus den BOARD-Befehl aus, so entsteht für jedes Device dasjenige Package, das mit dem PACKAGE-Befehl festgelegt wurde.

PAD

Funktion
Plazieren von Pads in Packages.
Syntax
PAD [diameter] [shape] [orientation] [flags] ['name'] •..
Maustasten
Rechte dreht das Pad.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, NAME, VIA, Design Rules

Ein Pad ist ein Bauelemente-Anschluss mit Durchkontaktierung.

Der PAD-Befehl plaziert ein Pad in einem Package. Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Pads. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Pads erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Die orientation (siehe Beschreibung bei ADD) darf jeder Winkel im Bereich R0...R359.9 sein. Das S- bzw. M-Flag kann hier nicht benutzt werden.

Beispiel

PAD 0.06 •
Falls die eingestellte Maßeinheit "Inch" ist, hat das Pad einen Durchmesser von 0.06 Zoll. Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Pad-Formen

Ein Pad kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig
Long länglich
Offset länglich mit Versatz

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Bei den länglichen Pads ist der kleinere der beiden Durchmesser als Parameter anzugeben. Das Seitenverhältnis wird über den Parameter Shapes/Elongation in den Design Rules des Boards festgelegt (Default ist 100%, also ein Seitenverhältnis von 2:1).

Die Pad-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der Pad-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem CHANGE-Befehl verändert werden, z. B.:

CHANGE SHAPE OCTAGON •
Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Da die Darstellung verschiedener Pad-Formen und der Bohrlöcher den Bildaufbau etwas verlangsamt, kann mit dem Befehl

SET DISPLAY_MODE REAL | NODRILL;
von realer auf schnelle Darstellung umgeschaltet werden.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Pad-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Bauteil verwendet wird.

Pad-Namen

Pad-Namen werden vom Programm automatisch erzeugt und können mit dem NAME-Befehl geändert werden. Der Name kann als Parameter auch im PAD-Befehl mit angegeben werden (muss in Hochkommas eingeschlossen sein).

Die Namen der Pads kann man mit dem Befehl

SET PAD_NAMES ON/OFF
ein- bzw. ausblenden. Die Änderung wird erst nach dem nächsten Bildaufbau sichtbar.

Flags

Folgende flags können dazu benutzt werden, das Erscheinungsbild eines Pads zu beeinflussen:

NOSTOP keine Lötstopmaske generieren
NOTHERMALS keine Thermals generieren
FIRST dies ist das "erste" Pad (und kann mit einer speziellen Form dargestellt werden)

Standardmäßig generieren Pads automatisch Lötstopmaske und Thermals. In speziellen Fällen kann es jedoch erwünscht sein, dass einzelne Pads dies nicht tun. Die objgen NO...-Flags können benutzt werden um diese Eigenschaften zu unterdrücken.
Falls die Design Rules eines Boards definieren, dass das "erste Pad" eines Bauteils in einer speziellen Form dargestellt werden soll, so wird das mit FIRST markierte Pad auf diese Weise dargestellt.
Ein neu gestarteter PAD-Befehl setzt alle Flags auf ihre Standardwerte zurück. Sobald ein Flag in der Kommandozeile angegeben wird, gilt es für alle nachfolgend in diesem PAD-Befehl plazierten Pads (ausgenommen FIRST, welches nur für das unmittelbar dieser Option folgende Pad gilt).

Einzelne Pads

Einzelne Pads in Platinen müssen als Package definiert und in die Platine geladen werden. Durchkontaktierungen lassen sich aber mit dem VIA-Befehl direkt in Platinen plazieren. Solche Durchkontaktierungen haben aber keinen Elementnamen und können deshalb auch nicht in der Netzliste geführt werden.

Package verändern

Es ist nicht möglich, in einem Package, das schon in einem Device verwendet wird, nachträglich ein Pad hinzuzufügen oder zu löschen, da dies die im Device definierten Pin-/Pad-Zuordnungen (CONNECT-Befehl) verändern würde.

PASTE

Funktion
Inhalt des PASTE-Puffers einfügen.
Syntax
PASTE [ orientation ] •
Maustasten
Mittlere spiegelt den PASTE-Puffer-Inhalt.
Rechte dreht den PASTE-Puffer-Inhalt.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
CUT, GROUP

Orientation siehe ADD-Befehl.

Mit CUT und PASTE lassen sich Teile einer Zeichnung/Bibliothek kopieren, auch in eine andere Zeichnung/Bibliothek.

Dabei ist folgendes zu beachten:

Befinden sich in der mit PASTE einzufügenden Zeichnung modifizierte Devices oder Packages, die in einer älteren Version schon im Schaltplan oder im Layout verwendet wurden, wird automatisch ein Library-Update gestartet, um die Elemente durch die neueren aus dem PASTE-Puffer zu ersetzen. Achtung: Nach einem Library Update sollten Sie immer einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

PIN

Funktion
Anschlusspunkte in Symbolen definieren.
Syntax
PIN 'name' options •..
Maustasten
Rechte dreht den Pin.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
NAME, SHOW, CHANGE

Options

Die options teilen sich in folgende Gruppen auf:

Direction
Function
Length
Orientation
Visible
Swaplevel

Direction

Die logische Richtung des Signalflusses. Sie ist für den Electrical Rule Check (siehe ERC-Befehl) und für die automatische Verdrahtung der Stromversorgungs-Pins von Bedeutung. Möglich sind:

NC not connected
In Eingang
Out Ausgang (totem-pole)
I/O Ein-/Ausgang (bidirektional)
OC Open Collector oder Open Drain
Hiz High-Impedance(3-State)-Ausgang
Pas passiv (für Widerstände, Kondensatoren etc.)
Pwr Power-Pin (Vcc, Gnd, Vss ...), Stromversorgungs-Eingang
Sup Stromversorgungs-Ausgang, z.B. Massesymbol.

Default: I/O

Wenn Pwr-Pins in einem Symbol vorhanden sind und im Schaltplan ein entsprechender Sup-Pin existiert, werden die Netze automatisch eingefügt. Sup-Pins werden nicht in Bauelementen verwendet.

Function

Die grafische Darstellung des Pins. Möglich sind:

None keine spezielle Funktion
Dot Invertier-Symbol
Clk Taktsymbol
DotClk Invertiertes Taktsymbol

Default: None

Length

Die Länge des Pin-Symbols. Möglich sind:

Point Pin wird ohne Linie und Beschriftung dargestellt
Short Linie ist 0.1 Zoll lang
Middle Linie ist 0.2 Zoll lang
Long Linie ist 0.3 Zoll lang

Default: Long

Orientation

Die Lage des Pins. Beim Plazieren lassen sich Pins mit der rechten Maustaste rotieren. Der Parameter "orientation" ist für die textuelle Eingabe des Pin-Befehls erforderlich, z. B. in Script-Dateien.

R0 Pin-Symbol rechts
R90 Pin-Symbol oben
R180 Pin-Symbol links
R270 Pin-Symbol unten

Default: R0

Visible

Dieser Parameter bestimmt, ob der Pin- und/oder Pad-Name im Schaltplan sichtbar sein soll.

Both Pin- und Pad-Name sind im Schaltplan sichtbar
Pad nur der Pad-Name ist im Schaltplan sichtbar
Pin nur der Pin-Name ist im Schaltplan sichtbar
Off weder Pin- noch Pad-Name im Schaltplan sichtbar

Default: Both

Swaplevel

Zahl zwischen 0 und 255. Die Zahl 0 bedeutet, dass der Pin nicht gegen einen anderen desselben Gates ausgetauscht werden darf. Jede Zahl, die größer als 0 ist, bedeutet, dass der Pin mit solchen Pins ausgetauscht werden kann, die den gleichen Swaplevel haben und im selben Symbol definiert sind. Beispiel: Die Eingangs-Pins eines NAND-Gatters können beide denselben Swaplevel bekommen, da sie äquivalent sind.

Default: 0

Anwendung des PIN-Befehls

Der PIN-Befehl dient dazu, in einem Symbol die Anschlusspunkte für Netze (Pins) zu definieren. Pins werden im Symbols-Layer dargestellt. Zusätzliche Informationen erscheinen im Pins-Layer. Mit den options lassen sich jedem Pin individuelle Eigenschaften mitgeben. Die options dürfen in jeder beliebigen Reihenfolge eingegeben werden, man kann sie aber auch ganz weglassen.

Gibt man im PIN-Befehl einen Namen an, dann muss er in Hochkommas eingeschlossen sein. Pin-Namen kann man im Symbol-Editier-Modus mit dem NAME-Befehl ändern.

Namen "hochzählen"

Will man beispielsweise Pins mit den Namen D0 bis D7 in einem Symbol plazieren, dann setzt man den ersten Pin mit dem Befehl
PIN 'D0' •
und alle weiteren nur noch mit je einem Mausklick ab. Der numerische Teil des Namens wird dann automatisch weitergezählt.

Options mit CHANGE einstellen

Alle options lassen sich auch mit dem CHANGE-Befehl voreinstellen. Sie bleiben so lange erhalten, bis sie entweder mit dem PIN- oder dem CHANGE-Befehl wieder geändert werden.

Der SHOW-Befehl zeigt den Namen des Pins sowie Direction und Swaplevel an.

Pin rotieren

Bewegt man einen Pin mit dem MOVE-Befehl, dann rotiert die rechte Maustaste den Pin.

Gleiche Pin-Namen

Wenn Sie Bausteine definieren wollen, die mehrere Pins mit gleichem Namen haben, dann gehen Sie folgendermaßen vor:

Drei Pins sollen z.B. GND heißen. Sie geben den Pins bei der Symbol-Definition die Namen GND@1, GND@2 und GND@3. Im Schaltplan sind nur die Zeichen vor dem "@" sichtbar, und die Pins werden dort auch so behandelt, als hießen Sie GND.

Es ist nicht möglich, in einem Symbol, das in einem Device verwendet wird, nachträglich einen Pin hinzuzufügen oder zu löschen, da dies die im Device definierten Pin-/Pad-Zuordnungen (CONNECT-Befehl) verändern würde.

Pin-Beschriftung

Die Position der Pin- und Pad-Namen in einem Schaltplansymbol ist relativ zum Pin-Aufhängepunkt festgelegt und kann nicht verändert werden. Ebenso ist die Schrifthöhe für Pin- und Pad-Namen fest eingestellt (60 Mil). Bitte orientieren Sie sich beim Definieren neuer Symbole an den Größenverhältnissen der in den mitgelieferten Bibliotheken vorhandenen Bausteine.

Negierte Pins

Der Name eines negierten Pins ("active low") kann überstrichen dargestellt werden, wenn ihm ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt wird, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Einzelheiten hierzu finden Sie in der Beschreibung des TEXT-Befehls.

PINSWAP

Funktion
Äquivalente Pins/Pads vertauschen.
Syntax
PINSWAP • •..
Siehe auch
PIN

In einem Schaltplan kann man mit diesem Befehl Pins vertauschen, die zum selben Device gehören und bei der Symbol-Definition denselben Swaplevel erhalten haben (Swaplevel > 0). Swaplevel siehe PIN-Befehl. Ist eine Platine über die Back-Annotation einem Schaltplan verbunden, dann lassen sich Pads nur dann vertauschen, wenn die zugehörigen Pins vertauscht werden können.

In einer Platine, zu der es keinen Schaltplan gibt, lassen sich mit zwei Pads desselben Package vertauschen. Der Swaplevel wird dabei nicht geprüft.

Die an den vertauschten Pads angeschlossenen Leitungen wandern mit, so dass es zu Kurzschlüssen kommen kann. Bitte DRC durchführen und, falls erforderlich, Fehler korrigieren.

POLYGON

Funktion
Zeichnen von Polygonflächen.
Syntax
POLYGON [signal_name] [width] • [curve | @radius] • •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Rechte ändert den Knickwinkel (siehe
SET Wire_Bend). Shift+Rechte kehrt die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels um.
Ctrl+Rechte schaltet zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her.
Ctrl+Linke beim Absetzen eines Wire-Endpunktes definiert den Kreisbogen-Radius.
Linke zweimal an der gleichen Stelle schließt das Polygon.
Siehe auch CHANGE, DELETE, RATSNEST, RIPUP, WIRE, MITER

Der POLYGON-Befehl dient zum Zeichnen von Polygonflächen. Polygone in den Layern Top, Bottom und Route2..15 werden als Signale behandelt. Polygone in den Layern t/b/vRestrict sind Sperrflächen für den Autorouter.

Wird der curve oder @radius Parameter angegeben, so kann ein Kreisbogen als Teil der Polygondefinition gezeichnet werden (siehe die ausführliche Beschreibung beim WIRE-Befehl).

Anmerkung

Sie sollten es vermeiden, sehr kleine Werte für die width eines Polygons zu verwenden, da dies zu extrem großen Datenmengen führen kann, wenn die Zeichnung mit dem CAM Prozessor ausgegeben wird.
Die Polygon-width sollte immer größer sein als die physikalische Auflösung des Ausgabegeräts. Zum Beispiel sollte bei einem Gerber Fotoplotter mit einer typischen Auflösung von 1 Mil die Polygon width nicht kleiner als zum Beispiel 6 Mil gewählt werden. Im allgemeinen sollte die Polygon width in der selben Größenordnung liegen wie die der übrigen Wires.

Falls Sie dem Polygon einen Namen geben wollen, der mit einer Ziffer beginnt (zum Beispiel 0V), so müssen Sie diesen Namen in Hochkommas einschließen, um ihn von einem width-Wert zu unterscheiden.

Die Parameter Isolate und Rank sind nur für Polygone in den Signallayern Top...Bottom relevant.

Urzustand und freigerechneter Zustand

Für Polygone, die Bestandteil eines Signals sind, gibt es zwei verschiedene Zustände:

1. Outlines: "Urzustand", also die Form in der sie vom Benutzer definiert worden sind (Umrisslinien)
2. Real mode: "freigerechneter" Zustand, also die Form wie sie vom Programm berechnet wird.

Im "Urzustand" werden Polygone mit gepunkteten Wires dargestellt, um sie von anderen Wires unterscheiden zu können. In der Board-Datei (name.brd) ist nur der Urzustand abgespeichert.

Standardmäßig werden alle Polygone am Bildschirm im Urzustand dargestellt, da das Freirechnen ein rechenintensiver und damit zeitaufwendiger Vorgang ist. Es werden dabei nur die vom Benutzer definierten Umrisslinien dargestellt.

Bei der Ausgabe mit dem CAM-Prozessor werden auf jeden Fall alle Polygone freigerechnet.

Das Freirechnen der Polygone wird mit dem RATSNEST-Befehl ausgelöst (mit SET POLYGON_RATSNEST OFF; kann das verhindert werden). Ein Klick auf das Stop-Icon bricht das Freirechnen ab. Alle bis dahin freigerechneten Polygone liegen dann im freigerechneten Zustand vor, alle anderen (auch das gerade in der Berechnung befindliche!) liegen im Urzustand vor.

Ein freigerechnetes Polygon kann durch Anklicken mit dem RIPUP-Befehl wieder in den Urzustand zurückversetzt werden.

Bei CHANGE-Operationen wird ein Polygon neu freigerechnet, wenn es vor dem CHANGE bereits freigerechnet war.

Andere Befehle und Polygone

Polygone werden an den Kanten selektiert (wie normale Wires)

SPLIT: fügt neue Polygonkanten ein.

DELETE: löscht eine Polygon-Ecke (falls nur noch drei Ecken vorhanden sind, wird das ganze Polygon gelöscht).

CHANGE LAYER: ändert den Layer des gesamten Polygons.

CHANGE WIDTH: ändert den Parameter Width des gesamten Polygons.

MOVE: bewegt Polygonkante oder -ecke (wie bei normalen Wire-Zügen).

COPY: kopiert ganzes Polygon.

NAME: Falls das Polygon in einem Signal-Layer liegt, wird der Name des Signals geändert.

Polygon-Parameter

Width

Linienbreite der Polygonkanten. Wird auch zum Ausfüllen verwendet.

Layer

Polygone können in jeden Layer gezeichnet werden. Polygone in Signal-Layern sind Bestandteil eines Signals und werden 'freigestellt', d.h. potentialfremde Anteile werden 'abgezogen'. Polygone in Signallayern gehören zu einem Signal und halten Mindestabstände zu anderen Signalen, die in den Design Rules oder über die Netzklasse definiert wurden, ein. Von Polygonen im Top-Layer werden auch Objekte im Layer tRestrict abgezogen (entsprechendes gilt für Bottom und bRestrict). Damit ist es z. B. möglich, eine negative Beschriftung innerhalb einer Massefläche zu erzeugen.

Pour

Füllmodus (Solid = ganz gefüllt [Default], Hatch = schraffiert).

Rank

Legt fest wie Polygone voneinander subtrahiert werden. Polygone mit einem niedrigeren 'Rank' "erscheinen zuerst" (haben eine höhere Priorität) und werden somit von Polygonen mit einem höheren 'Rank' abgezogen.
Für Polygone in Signallayern (im Layout gezeichnet) sind die Werte 1..6 erlaubt, für Polygone in Packages die Werte 0 oder 7. Polygone mit gleichem Rank werden vom Design Rule Check gegeneinander geprüft. Der Parameter 'Rank' ist nur für Polygone in Signallayern (1..16) relevant und wird von Polygonen in anderen Layern ignoriert. Der Standardwert ist 1 für Signal-Polygone und 7 für Package-Polygone.

Thermals

Bestimmt wie potentialgleiche Pads und Smds angeschlossen werden (On = es werden Thermals generiert [default], Off = keine Thermals).

Spacing

Abstand der Füll-Linien bei Pour=Hatch (Default: 50 Mil).

Isolate

Abstand der freigestellten Polygonkanten zu potentialfremdem Kupfer bzw. Objekten im Dimension-Layer (default: 0). Dieser Wert ist nur dann maßgeblich, wenn er größer ist als der jeweilige Wert in den Design Rules bzw. Netzklassen. Siehe auch Design Rules unter Distance bzw. Supply. Bitte beachten Sie, dass, wenn Sie einem Polygon einen Isolate-Wert geben, der größer ist als der aus den Design Rules bzw. Netzklassen, kleine Lücken entstehen können zwischen dem freigerechneten Polygon und Objekten, die zum gleichen Signal gehören wie das Polygon selber, was zu Problemen bei der Fertigung führen kann! Es wird daher empfohlen, diesen Parameter auf dem Wert 0 zu belassen, es sei denn, Sie wissen genau, was Sie tun!

Orphans

Beim Freistellen von Polygonen kann es passieren, dass das ursprüngliche Polygon in mehrere Teile zerfällt. Falls sich in einem solchen Teil kein Aufhängepunkt eines Objektes des zugehörigen Signals befindet, entsteht eine 'Insel' ohne elektrische Verbindung zum zugehörigen Signal. Sollen solche Inseln (oder 'verwaiste' Flächen) erhalten bleiben, ist der Parameter Orphans auf On zu setzen. Bei Orphans = Off [default] werden sie eliminiert. Besteht ein Signal nur aus Polygonen und hat keine anderen, elektrisch angeschlossenen Objekte, so werden alle Teile unabhängig von der Einstellung des Parameters Orphans dargestellt.

Unter gewissen Umständen, insbesondere mit Orphans = Off, kann ein Polygon vollständig verschwinden. In diesem Fall werden auf dem Bildschirm die Linien im Urzustand dargestellt um es dem Benutzer zu ermöglichen, das Polygon zu löschen oder anderweitig zu verändern. Mit dem Drucker oder dem CAM-Prozessor werden diese Linien nicht ausgegeben, um keine Kurzschlüsse zu verursachen. Ein Polygon wird auch dann in seinem Urzustand dargestellt, wenn das Signal andere nicht-Polygon-Objekte enthält, von denen keines mit dem Polygon verbunden ist.

Stegbreite bei Thermals

Die Breite der Stege bei Thermals ist:

Konturdaten

Der Signalname _OUTLINES_ gibt dem Polygon besondere Eigenschaften, die man zur Erzeugung von Konturdaten (z. B. zum Fräsen von Prototypen) benötigt. Dieser Name sollte ansonsten nicht verwendet werden.

Schraffierte Polygone und Luftlinien

Abhängig vom Wert des spacing-Parameters können Pads, Smds, Vias und Wires innerhalb eines schraffierten Polygons, die zum selben Signal gehören wie das Polygon, durch das Raster fallen, und erhalten daher Luftlinien um Ihre Verbindung zu dem Signal anzuzeigen.

Bei der Beurteilung, ob ein solches Objekt tatsächlich eine solide Verbindung zum schraffierten Polygon hat, wird das Objekt auf einige "Kontrollpunkte" reduziert. Für ein rundes Pad wären das zum Beispiel der nördliche, östliche, westliche und südliche Punkt auf seinem Umfang. Für einen Wire wären es seine beiden Endpunkte. Eine solide Verbindung besteht dann, wenn es im berechneten Polygon mindestens eine Linie (Umriß- oder Schraffurlinie) gibt, deren Mittellinie durch diese Punkte verläuft.

Thermal- und Annulus-Ringe innerhalb eines schraffierten Polygons, die keinen soliden Kontakt zu den Polygon-Linien haben, werden nicht erzeugt.

PREFIX

Funktion
Präfix für Schaltzeichen festlegen.
Syntax
PREFIX prefix_string;
Siehe auch
CONNECT, PACKAGE, VALUE

Dieser Befehl wird im Device-Editier-Modus angewendet. Er legt fest, mit welchem Zeichen oder welcher Zeichenfolge der automatisch vergebene Name beginnen soll, wenn das Element mit dem ADD-Befehl im Schaltplan plaziert wird.

Beispiel

PREFIX U;
Wird dieser Befehl ausgeführt, während man das Device 7400 editiert, dann bekommen später die mit ADD im Schaltplan plazierten NAND-Gatter die Namen U1, U2, U3 und so weiter. Diese Namen lassen sich mit dem NAME-Befehl ändern.

PRINT

Funktion
Druckt eine Zeichnung auf dem System-Drucker aus.
Syntax
PRINT [factor] [-limit] [options] [;]
Siehe auch
CAM-Prozessor, Drucken auf dem System-Drucker

Der PRINT-Befehl druckt die gerade editierte Zeichnung auf dem System-Drucker aus.

Farben und Füllmuster werden aus dem Editor-Fenster übernommen, falls nicht die Optionen SOLID oder BLACK angegeben werden. Als Farbpalette wird beim Ausdruck immer diejenige für weißen Hintergrund verwendet.

Wenn Sie Pads und Vias "ausgefüllt" drucken wollen (ohne sichtbare Bohrlöcher), benutzen Sie den Befehl

SET DISPLAY_MODE NODRILL;
Bitte beachten Sie, dass Polygone in Platinen beim Ausdrucken mit dem PRINT-Befehl nicht automatisch freigerechnet werden! Es werden lediglich die Umrisse dargestellt. Um die Polygone freigerechnet auszudrucken führen Sie bitte vorher den RATSNEST-Befehl aus.

Es kann ein factor angegeben werden um die Ausgabe zu skalieren.

Mit dem Parameter limit kann die maximale Anzahl von Blättern angegeben werden, die für die Ausgabe verwendet werden soll. Diese Zahl muss mit einem vorangestellten '-' angegeben werden, um sie vom factor unterscheiden zu können. Sollte die Zeichnung nicht auf die vorgegebene Anzahl von Blättern passen, so wird der factor so lange verkleinert, bis sie gerade noch passt. Setzen Sie diesen Parameter auf -0 um beliebig viele Blätter zuzulassen (und damit sicherzustellen, dass der Ausdruck genau mit dem angegebenen Faktor skaliert wird).

Wird der PRINT-Befehl nicht mit einem ';' abgeschlossen, so erscheint ein Druck-Dialog in dem alle Druck-Optionen eingestellt werden können. Bitte beachten Sie, dass Optionen, die über die Kommandozeile eingegeben wurden, nur dann dauerhaft in den Druckeinstellungen gespeichert werden, wenn sie über den Druck-Dialog bestätigt wurden (d.h. wenn der Befehl nicht mit einem ';' abgeschlossen wurde).

Folgende options stehen zur Verfügung:

MIRROR spiegelt die Ausgabe
ROTATE dreht die Ausgabe um 90°
UPSIDEDOWN dreht die Ausgabe um 180°. Zusammen mit ROTATE, wird die Zeichnung um insgesamt 270° gedreht
BLACK ignoriert die Farbeinstellungen der Layer und zeichnet alles in Schwarz
SOLID ignoriert die Füllmuster der Layer und zeichnet alles voll ausgefüllt
CAPTION druckt eine Bildunterschrift
FILE leitet die Ausgabe in eine Datei um; der Dateiname muss unmittelbar nach dieser Option folgen
PRINTER druckt auf einen bestimmten Drucker; der Druckername muss unmittelbar nach dieser Option folgen
PAPER druckt auf das angegebene Papierformat; das Papierformat muss unmittelbar nach dieser Option folgen
SHEETS druckt den angegebenen Bereich von Schaltplanseiten; der Bereich (von-bis) muss unmittelbar nach dieser Option folgen
WINDOW druckt den momentan sichtbaren Ausschnitt der Zeichnung
PORTRAIT druckt in Hochformat
LANDSCAPE druckt in Querformat

Wird einer der options MIRROR...CAPTION ein '-' vorangestellt, so wird diese Option ausgeschaltet, falls sie zur Zeit eingeschaltet ist (von einem vorhergehenden PRINT). Ein '-' allein schaltet alle options aus.

Drucken in eine Datei

Die FILE Option kann dazu benutzt werden in eine Datei zu drucken. Falls diese Option angegeben wird, muss der Dateiname unmittelbar nach ihr folgen.

Hat der Dateiname die Extension ".pdf" (wobei die Groß-/Kleinschreibung keine Rolle spielt), so wird eine PDF-Datei erzeugt. Eine PDF-Datei kann auch durch Auswahl von "In Datei drucken (PDF)" aus der "Drucker" Combo-Box im Druck-Dialog erzeugt werden. Texte in einer PDF-Datei können in einem PDF-Betrachter durchsucht werden, solange sie nicht den Vektor-Font verwenden.

Hat der Dateiname die Extension ".ps" (wobei die Groß-/Kleinschreibung keine Rolle spielt), so wird eine Postscript-Datei erzeugt.

Besteht der Dateiname nur aus einem "*" oder "*.ext" (ein Stern gefolgt von einer Extension, wie etwa "*.pdf"), so wird ein Datei-Dialog geöffnet über den der Benutzer den tatsächlichen Dateinamen auswählen oder eingeben kann.

Besteht der Dateiname nur aus einer Extension, wie etwa ".pdf", so wird der Name der Ausgabedatei aus dem Namen der Zeichnungsdatei gebildet, indem dessen Extension durch den angegebenen String ersetzt wird.

Der Dateiname kann einen oder mehrere der folgenden Platzhalter enthalten, die durch den entsprechenden Text ersetzt werden:

%E die Extension der geladenen Datei (ohne den '.')
%N der Name der geladenen Datei (ohne Pfad und Extension)
%P Verzeichnis-Pfad der geladenen Datei (ohne Dateinamen)
%% das Zeichen '%'

Zum Beispiel würde der Dateiname

%N.cmp.pdf

den Namen boardname.cmp.pdf erzeugen.

Wurde sowohl die FILE als auch die PRINTER Option angegeben, so wird nur die zuletzt angegebene berücksichtigt.

Auf eine bestimmte Papiergröße drucken

Die PAPER-Option gibt an, auf welche Papiergröße gedruckt werden soll. Ihr muss unmittelbar einer der Namen für Papiergrößen folgen, die in der Combo-Box Papier des Drucken-Dialogs aufgelistet sind, wie etwa A4, Letter etc. Soll eine benutzerdefinierte Papiergröße benutzt werden, so muss diese im Format
Breite x Höhe Einheit
(ohne Leerzeichen) angegeben werden, wie in
PRINT PAPER 200x300mm
PRINT PAPER 8.0x11.5inch
Breite und Höhe können Dezimalzahlen sein, und die Einheit ist entweder mm oder inch (letztere kann abgekürzt werden als in). Papiernamen müssen vollständig angegeben werden, wobei die Groß-/Kleinschreibung keine Rolle spielt. Wird sowohl die PRINTER- als auch die PAPER-Option benutzt, muss die PRINTER-Option zuerst angegeben werden. Benutzerdefinierte Papiergrößen funktionieren nicht unbedingt mit allen Druckern. Sie sind hauptsächlich für die Ausgabe in Postscript- bzw. PDF-Dateien gedacht.

Einen Bereich von Schaltplanseiten drucken

Mit der SHEETS Option kann ein ausgewählter Bereich von Schaltplanseiten gedruckt werden. Der Bereich wird in Form von zwei Zahlen angegeben, die durch '-' getrennt werden, etwa 2-15. Ohne diese Option wird nur die aktuell im Editor befindliche Seite gedruckt. Um alle Seiten auszudrucken, kann der Bereich ALL benutzt werden (wobei Groß-/Kleinschreibung egal ist, das Wort aber voll ausgeschrieben werden muss). Ein Bereich kann auch aus einer einzelnen Zahl bestehen, etwa 42, wodurch genau diese Seite gedruckt wird. Ist kein Schaltplan geladen, so hat diese Option keine Bedeutung.

Beispiele

PRINT öffnet den Print Dialog für die Eingabe der Druckeinstellungen
PRINT; druckt die Zeichnung ohne weiteren Dialog, mit default Einstellungen
PRINT - MIRROR BLACK SOLID; druckt die Zeichnung gespiegelt, alles in Schwarz und voll ausgefüllt
PRINT 2.5 -1; druckt die Zeichnung um den Faktor 2.5 vergrößert, wobei aber sichergestellt wird, dass nicht mehr als ein Blatt verwendet wird
PRINT FILE .pdf; druckt die Zeichnung in eine PDF-Datei mit dem gleichen Namen wie die Zeichnungsdatei
PRINT SHEETS 2-15 FILE .pdf; druckt die Seiten 2 bis 15 in eine PDF-Datei mit dem gleichen Namen wie die Zeichnungsdatei

QUIT

Funktion
Beendet die Arbeit mit EAGLE
Syntax
QUIT
Dieser Befehl beendet die Arbeit mit EAGLE. Sind seit dem letzten Abspeichern der Zeichnung oder der Bibliothek Änderungen vorgenommen worden, erscheint ein Popup-Menü, das nachfragt, ob die die Zeichnung vorher abgespeichert werden soll. Beantwortet man diese Frage mit no (n), dann wird das Programm ohne Abspeichern der Zeichnung beendet. Bei Cancel bleibt man im Programm.

Sie können das Programm von jeder Stelle aus mit Alt+X verlassen.

RATSNEST

Funktion
Neuberechnen der Luftlinien und Polygone.
Syntax
RATSNEST
RATSNEST signal_name ..
RATSNEST ! signal_name ..
Siehe auch
SIGNAL, MOVE, POLYGON, RIPUP

Der RATSNEST-Befehl berechnet die Luftlinien neu, damit man z. B. nach einer Änderung der Bauelemente-Plazierung wieder die kürzesten Verbindungen erhält. Auch nach dem Einlesen einer Netzliste (mit dem SCRIPT-Befehl) ist es sinnvoll, den RATSNEST-Befehl aufzurufen, da dabei im allgemeinen nicht die kürzesten Luftlinien entstehen.

Der RATSNEST-Befehl berechnet auch alle Polygone neu, die zu einem Signal gehören. Dies ist notwendig, damit für bereits durch Polygonflächen verbundene Pads keine Luftlinien mehr erzeugt werden. Alle zugehörigen Polygonflächen sind dann in realer Darstellung zu sehen. Auf Umriss-Darstellung kann mit dem RIPUP-Befehl gewechselt werden. Die automatische Berechnung der Polygone kann mit

SET POLYGON_RATSNEST OFF;
ausgeschaltet werden.
RATSNEST berechnet keine Luftlinien für Signale, für die es einen eigenen Versorgungs-Layer gibt (z.B. Layer $GND für Signal GND), es sei denn für Smd-Bauelemente, die an das nächstgelegene GND-Pad angeschlossen werden.

Beachten Sie bitte, dass RATSNEST die Board-Zeichnung nicht als verändert kennzeichnet, da die berechneten Polygon-Daten (falls vorhanden) nicht in der Datei abgespeichert werden, und die neuberechneten Luftlinien keine wirkliche Veränderung der Zeichnung darstellen.

Luftlinien der Länge Null

Enden zwei oder mehr Wires desselben Signals am selben Punkt, aber auf unterschiedlichen Layern, und sind die Signale nicht über eine Durchkontaktierung verbunden, dann wird eine Luftline der Länge Null erzeugt und als X-förmiges Kreuz im Unrouted-Layer dargestellt. Dasselbe gilt für gegenüberliegende SMDs (auf Top- und Bottom-Layer), die zum selben Signal gehören.

Solche Luftlinen der Länge Null können mit dem ROUTE-Befehl wie andere Luftlinien angeklickt werden. Top- und Bottom-Seite können an diesen Stellen auch durch Plazieren eines Vias verbunden werden.

Überprüfen, ob alles geroutet ist

Wenn kein unverdrahtetes Signal mehr vorhanden ist, gibt der RATSNEST-Befehl die Meldung
Ratsnest: Nichts zu tun!
aus. Andernfalls erscheint die Meldung
Ratsnest: Luftlinien: xx
wobei xx die Zahl der ungerouteten Luftlinien repräsentiert.

Platzhalter

Falls der signal_name-Parameter angegeben wurde, so sind die Zeichen '*', '?' und '[]' Platzhalter und haben folgende Bedeutung:

* steht für eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen
? steht für genau ein Zeichen
[...]steht für irgend eines der Zeichen zwischen den Klammern

Soll eines dieser Zeichen genau so gesucht werden, wie es ist, so muss es in eckige Klammern eingeschlossen werden. Zum Beispiel findet abc[*]ghi die Zeichenfolge abc*ghi, aber nicht abcdefghi.

Ein Bereich von Zeichen kann als [a-z] angegeben werden, was für eines der Zeichen aus dem Bereich 'a'...'z' steht.

Ausgewählte Luftlinien ausblenden

Manchmal kann es sinnvoll sein, die Luftlinien von bestimmten Signalen auszublenden, zum Beispiel wenn diese später durch ein Polygon verbunden werden. Typischerweise sind dies Versorgungssignale die viele Luftlinien haben, aber nicht explizit geroutet werden, und so nur die Luftlinien anderer Signale verdecken.

Um Luftlinien auszublenden kann der RATSNEST-Befehl mit einem Ausrufezeichen ('!'), gefolgt von einer Liste von Signalnamen, aufgerufen werden:

RATSNEST ! GND VCC
Hiermit würden die Luftlinien der Signale GND und VCC ausgeblendet.
Um die Luftlinien wieder einzublenden geben Sie einfach den RATSNEST-Befehl ohne das Zeichen '!' mit der Liste der Signale ein:
RATSNEST GND VCC
Damit wird die Anzeige der Luftlinien der Signale GND und VCC aktiviert und diese auch gleich neu berechnet. Auf diese Weise lassen sich auch die Luftlinien und Polygone nur für bestimmte Signale neu berechnen.

Die Signalnamen können Platzhalter enthalten, und die beiden Varianten können kombiniert werden, wie in

RATSNEST D* ! ?GND VCC
womit die Luftlinien aller Signale, deren Namen mit 'D' beginnen, neu berechnet und angezeigt werden, und die Luftlinien der verschiedenen GND-Signale (wie AGND, DGND etc.) und des VCC-Signals ausgeblendet werden. Beachten Sie, dass der Befehl von links nach rechts abgearbeitet wird, so dass für den Fall, dass es ein DGND-Signal gibt, dieses im Beispiel zuerst für die Anzeige neu berechnet wird, seine Luftlinien dann aber ausgeblendet werden.

Ausgeblendete Luftlinien werden mit SHOW nicht angezeigt und können auch nicht selektiert werden.

Um sicherzustellen, dass alle Luftlinien eingeblendet sind, geben Sie ein

RATSNEST *
Beachten Sie, das der SIGNAL-Befehl automatisch die Luftlinien eines Signals einblendet, wenn eine neue Luftlinie für dieses Signal erzeugt wird. Der RIPUP-Befehl hingegen ändert nichts an der Sichtbarkeit von Luftlinien, wenn ein Wire eines Signals in eine Luftlinie verwandelt wird.

RECT

Funktion
Rechteck in eine Zeichnung einfügen.
Syntax
RECT [orientation] • •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Siehe auch
CIRCLE

Mit diesem Befehl zeichnet man Rechtecke in den aktiven Layer. Die beiden Punkte legen gegenüberliegende Ecken des Rechtecks fest. Die mittlere Maustaste wechselt den aktiven Layer.

Die orientation (siehe Beschreibung bei ADD) darf jeder Winkel im Bereich R0...R359.9 sein. Das S- bzw. M-Flag kann hier nicht benutzt werden. Beachten Sie bitte, dass die Koordinaten immer bezogen auf einen Winkel R0 angegeben werden. Die Möglichkeit der Eingabe eines Winkels beim RECT-Befehl ist hauptsächlich für die Benutzung in Scripts vorgesehen, wobei die Daten des Rechtecks etwa durch ein User Language Programm aus dem UL_RECTANGLE-Objekt ermittelt wurden. Bei interaktiver Eingabe eines Winkels ungleich 0 kann es sein, dass die Ecken des Rechtecks nicht an der aktuellen Position des Mauszeigers erscheinen. Benutzen Sie den ROTATE-Befehl um ein Rechteck interaktiv zu drehen.

Sperrflächen

Der RECT-Befehl in den Layern tRestrict, bRestrict und vRestrict dient zum Anlegen von Sperrflächen für den Autorouter.

Nicht Bestandteil von Signalen

Rechtecke in den Layer Top, Bottom oder Route2...15 gehören nicht zu Signalen. Der DRC meldet deshalb Fehler, wenn sie mit Wires, Pads usw. überlappen.

REDO

Funktion
Befehl erneut ausführen.
Syntax
REDO;
Tastatur
F10: REDO REDO-Befehl ausführen.
Shift+Alt+BS: REDO
Siehe auch
UNDO, Forward&Back-Annotation

Die mit UNDO rückgängig gemachten Befehle lassen sich mit REDO erneut ausführen. Damit kann man ganze Abläufe rekonstruieren. Die Befehle EDIT, OPEN, AUTO und REMOVE löschen die Vorgeschichte.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

REMOVE

Funktion
Löschen von Dateien, Devices, Symbolen, Packages und Schaltplanseiten.
Syntax
REMOVE name
REMOVE name.Sxx
Siehe auch
OPEN, RENAME

Dateien löschen

Der REMOVE-Befehl löscht im Platinen- und Schaltplan-Editier-Modus die mit name angegebene Datei.

Devices, Symbole, Packages

Im Bibliotheks-Editier-Modus löscht der REMOVE-Befehl aus der aktiven Bibliothek das unter dem Namen name gespeicherte Device, Symbol oder Package. Der Name kann mit einer Erweiterung (z. B. REMOVE name.pac) angegeben werden. Wenn Sie den Namen ohne Erweiterung angeben, müssen Sie sich im entsprechenden Editier-Modus des Bibliotheks-Editors befinden um ein Objekt zu löschen (z. B. im Package-Editor um ein Package zu löschen).

Symbole/Packages lassen sich nur löschen, wenn sie in keinem Device verwendet werden.

Ist ein Symbol, Device oder Package zum Editieren geladen, wirkt der Befehl auf den entsprechenden Typ. Ansonsten werden die Namen als Device-Namen interpretiert, falls das Schaltplan-Modul vorhanden ist, und als Package-Namen, falls kein Schaltplan-Modul vorhanden ist.

Schaltplan-Seiten

Der REMOVE-Befehl kann auch zum Löschen von Seiten aus einem Schaltplan verwendet werden, dabei kann der Name der geladenen Zeichnung entfallen.

Beispiel

REMOVE .S3
löscht Seite Nr. 3 aus dem gegenwärtig geladenen Schaltplan.

In der Syntax-Beschreibung entspricht xx der Nummer der zu löschenden Seite. Falls xx gleich der Nummer der gerade editierten Seite ist, wird Seite Nummer 1 geladen. Alle Seiten mit Nummern, die größer sind als xx , erhalten eine um 1 verminderte Nummer. Das Löschen einer Seite löscht auch den Undo-Puffer und kann daher nicht rückgängig gemacht werden! Da alle Seiten eines Schaltplans in einer Datei gespeichert sind (name.sch), kann beim versehentlichen Löschen einer Seite aber immer noch auf die alte Version zurückgegriffen werden - falls die gerade editierte Version nach dem Löschen der Seite nicht zurückgeschrieben wurde!

REMOVE löscht den Undo-Puffer.

RENAME

Funktion
Symbole, Devices oder Packages in einer Bibliothek umbenennen.
Syntax
RENAME old_name new_name;
Siehe auch
OPEN

Mit RENAME kann der Name eines Symbols, Device oder Package geändert werden. Die Bibliothek muss vorher mit OPEN geöffnet worden sein.

Der Name darf mit der Namenserweiterung angegeben werden (zum Beispiel RENAME name1.pac name2[.pac] - die Erweiterung im zweiten Parameter ist optional). Wird der erste Parameter ohne Erweiterung angegeben, müssen Sie sich im entsprechenden Editier-Modus (z. B. im Package-Modus um Packages umzubenennen) befinden.

RENAME löscht den Undo-Puffer.

REPLACE

Funktion
Bauteil austauschen.
Syntax
REPLACE •..
REPLACE device_name •..
REPLACE part_name device_name ..
REPLACE package_name •..
REPLACE element_name package_name ..
Siehe auch
SET, UPDATE

Der REPLACE-Befehl kann dazu benutzt werden, ein Bauteil gegen ein anderes (auch aus einer anderen Bibliothek) auszutauschen. Altes und neues Bauteil müssen kompatibel sein, das heisst ihre benutzten Gatter und angeschlossenen Pins bzw. Pads müssen entweder über ihre Namen oder ihre Koordinaten zusammenpassen.

Ohne Parameter öffnet der REPLACE-Befehl einen Dialog, über den ein Bauteil aus allen momentan in Verwendung befindlichen Bibliotheken ausgewählt werden kann. Nach dieser Auswahl führen weitere Mausklicks auf Bauteile dazu, dass diese (soweit möglich) gegen das ausgewählte Bauteil getauscht werden.

Wird ein device_name angegeben, so wird dieses Bibliothekselement für die Austausch-Operation verwendet.

Wird sowohl ein part_name als auch ein device_name angegeben, so wird das Bauteil part_name gegen das Bibliothekselement device_name ausgetauscht (was nützlich ist, wenn mit Skripten gearbeitet wird).

Falls nur ein Board (ohne Schaltplan) bearbeitet wird, oder falls Bauteile im Board ersetzt werden sollen die kein entsprechendes Bauteil im Schaltplan haben, so kennt REPLACE-Befehl zwei verschiedene Betriebsarten, die mit dem SET-Befehl eingestellt werden.

Gleiche Namen

Die erste Betriebsart wird mit
SET REPLACE_SAME NAMES;
aktiviert; sie ist beim Programmstart eingestellt. In dieser Betriebsart kann man einem Element im Schaltplan ein anderes Package zuweisen, bei dem dieselben Pad- und Smd-Namen vorhanden sind.

Das neue Package kann aus einer anderen Bibliothek stammen, und es darf zusätzliche Pads und Smds enthalten. Die Lage der Anschlüsse ist beliebig.

Anschlüsse des alten Package, die mit Signalen verbunden sind, müssen entsprechend auch im neuen Package vorhanden sein. Das neue Package darf auch weniger Anschlüsse haben, solange diese Bedingung erfüllt ist.

Gleiche Koordinaten

Die zweite Betriebsart wird mit
SET REPLACE_SAME COORDS;
aktiviert. Sie erlaubt es, einem Element in einem Schaltplan ein anderes Package zuweisen, bei dem auf denselben Koordinaten (relativ zum Ursprung des Package) Pads oder Smds liegen müssen. Die Namen dürfen unterschiedlich sein.

Das neue Package kann aus einer anderen Bibliothek stammen, und es darf zusätzliche Pads und Smds enthalten. Anschlüsse des alten Package, die mit Signalen verbunden sind, müssen entsprechend auch im neuen Package vorhanden sein. Das neue Package darf auch weniger Anschlüsse haben, solange diese Bedingung erfüllt ist.

REPLACE funktioniert nur mit eingeblendetem tOrigins- bzw. bOrigins-Layer.

Existiert bereits ein Package mit demselben Namen (aus derselben Bibliothek) in der Zeichnung, und wurde die Bibliothek seit dem Plazieren des Bauteils modifiziert, wird automatisch ein Library-Update gestartet. Dabei werden Sie gefragt, ob die Objekte in der Zeichnung durch die neueren aus der Bibliothek ersetzt werden sollen.

Achtung: Eine REPLACE-Operation aktualisiert automatisch je nach Bedarf alle betroffenen Bibliotheksobjekte. Dies bedeutet, dass auch andere Bauteile (auf anderen Schaltplanseiten oder an anderen Stellen des Boards) verändert werden können. Starten Sie den Design Rule Check (DRC) und den Electrical Rule Check (ERC) nach jeder REPLACE-Operation!

RIPUP

Funktion
Verdrahtete in unverdrahtete Signale (Luftlinien) verwandeln.
Polygondarstellung auf "Umrisse".
Syntax
RIPUP;
RIPUP [ @ ] [ ! ] •..
RIPUP [ @ ] [ ! ] signal_name..
Maustasten
Ctrl+Rechte verwandelt die Signale in der Gruppe in Luftlinien.
Siehe auch
DELETE, GROUP, POLYGON, RATSNEST

Der Befehl RIPUP wird dazu verwendet, bereits verlegte Signale wieder in Luftlinien zu verwandeln. Der Befehl kann verwendet werden für:

Wird mit RIPUP auf eine Luftlinie geklickt, so werden die an dieser Luftlinie angrenzenden verlegten Wires und Vias bis hin zum nächsten Pad, SMD oder der nächsten Luftlinie in Luftlinien verwandelt.
RIPUP signal_name..
Wirkt auf das gesamte Signal "signal_name" (mehrere Signale sind möglich, z.B. Ripup D0 D1 D2;)
RIPUP •..
Wirkt auf das durch den Mausklick selektierte Segment (bis zum nächsten Pad/Smd). Bei
RIPUP;
werden nur solche Signale berücksichtigt, die an Elementen angeschlossen sind (z.B. die Eckwinkel zur Platinenbegrenzung bleiben erhalten). Das gleiche gilt, wenn der RIPUP-Befehl auf eine Gruppe angewendet wird.

Achtung: in allen Fällen wirkt der RIPUP-Befehl nur auf Objekte in Layern, die momentan eingeblendet sind!

Platzhalter

Falls der signal_name-Parameter angegeben wurde, so sind die Zeichen '*', '?' und '[]' Platzhalter und haben folgende Bedeutung:

* steht für eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen
? steht für genau ein Zeichen
[...]steht für irgend eines der Zeichen zwischen den Klammern

Soll eines dieser Zeichen genau so gesucht werden, wie es ist, so muss es in eckige Klammern eingeschlossen werden. Zum Beispiel findet abc[*]ghi die Zeichenfolge abc*ghi, aber nicht abcdefghi.

Ein Bereich von Zeichen kann als [a-z] angegeben werden, was für eines der Zeichen aus dem Bereich 'a'...'z' steht.

Polygone

Falls der RIPUP-Befehl mit einem Namen auf ein Signal angewendet wird, zu dem ein Polygon gehört, wird das Polygon anschließend mit seinen Umrissen dargestellt (schnellerer Bildaufbau!). Soll das Polygon wieder freigerechnet werden, ist der Befehl RATSNEST auszuführen.

ROTATE

Funktion
Drehen von Objekten.
Syntax
ROTATE orientation •..
ROTATE orientation name..
Maustasten
Ctrl+Rechte dreht die Gruppe.
Linke&Ziehen rotiert das Objekt um beliebige Winkel.
Ctrl+Rechte&Ziehen rotiert die Gruppe um beliebige Winkel.
Siehe auch
ADD, MIRROR, MOVE, LOCK, GROUP

Mit dem ROTATE-Befehl kann man die Orientierung von Objekten ändern.

Wird orientation (siehe Beschreibung bei ADD) angegeben, so wird stattdessen die angegebene Orientation zu der Orientation des selektierten Objektes hinzugefügt.

Wird der angegebenen orientation das Zeichen '=' vorangestellt, so wird der Wert nicht hinzugefügt, sondern absolut eingestellt.

Bauteile, Pads, Smds und Pins lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet.

Zum Beispiel würde

ROTATE =MR90 IC1

die Orientierung des Elements IC1 auf MR90 einstellen, unabhängig davon, welchen Wert diese vorher hatte.

Attribute von Bauteilen können dadurch selektiert werden, dass die Kombination aus Bauteilname und Attributname angegeben wird, wie etwa R5>VALUE.

Falls name mit einem Wert für die Orientierung verwechselt werden könnte muss der Name in Hochkommas eingeschlossen werden, wie in

ROTATE R45 'R1'

Mit Click&Drag können Sie ein Objekt um einen beliebigen Winkel drehen. Klicken Sie dazu auf das Objekt und bewegen Sie die Maus (mit gedrückter Maustaste) vom Objekt weg. Nachdem Sie die Maus eine kurze Strecke bewegt haben beginnt das Objekt sich zu drehen. Bewegen Sie die Maus bis der gewünschte Winkel erreicht ist und lassen Sie dann die Maustaste los. Sollten Sie es sich zwischenzeitlich anders überlegt haben und das Objekt lieber doch nicht rotieren wollen, so können Sie (bei immer noch gedrückter Maustaste) die Esc-Taste drücken um den Vorgang abzubrechen. Die gleiche Operation kann auch auf eine Gruppe angewendet werden indem die rechte Maustaste verwendet wird. Die Gruppe wird um den Punkt rotiert, an dem die Maustaste gedrückt wurde.

Bauteile können nicht rotiert werden, wenn sie gelockt sind, oder wenn eines ihrer angeschlossenen Pads aus der erlaubten Fläche hinausstehen würde (falls sie eine eingeschränkte Version von EAGLE verwenden).

Elemente

Beim Drehen von Elementen bewegen sich die angeschlossenen Leitungen mit (Achtung auf Kurzschlüsse!).

Elemente lassen sich nur drehen, wenn der tOrigins- bzw. der bOrigins-Layer sichtbar ist.

Texte

Text wird immer so dargestellt, dass er von vorne oder von rechts zu lesen ist - auch wenn er rotiert wird. Nach zweimaligem Rotieren erscheint er deshalb wieder gleich, aber der Aufhängepunkt liegt nicht mehr links unten, sondern rechts oben. Denken Sie daran, wenn sich ein Text scheinbar nicht mehr selektieren lässt.

Wenn Sie einen Text "auf dem Kopf stehend" darstellen wollen, so können Sie das "Spin"-Flag für diesen Text setzen.

ROUTE

Funktion
Luftlinien in Leiterbahnen umwandeln.
Syntax
ROUTE [width] • [curve | @radius] •..
ROUTE name ..
Maustasten
Ctrl+Linke startet den Routevorgang an einem beliebigen Punkt eines Wires oder Vias.
Shift+Linke startet den Routevorgang mit der gleichen Breite wie ein bestehender Wire.
Mittlere wählt den Layer.
Rechte ändert den Knickwinkel (siehe
SET Wire_Bend).
Shift+Rechte kehrt die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels um.
Ctrl+Rechte schaltet zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her.
Shift+Linke beim Absetzen setzt ein Via.
Ctrl+Linke beim Absetzen eines Wire-Endpunktes definiert den Kreisbogen-Radius.
Siehe auch AUTO, UNDO, WIRE, MITER, SIGNAL, SET, RATSNEST

Der ROUTE-Befehl dient dazu, die unverdrahteten Signale (dargestellt als Luftlinien im Unrouted-Layer) in verdrahtete (also Wires in den Signal-Layern) umzuwandeln.

Ist der ROUTE-Befehl aktiviert, kann die Breite (width) des entstehenden Wires unmittelbar von der Tastatur aus eingegeben werden.

Nachdem man den ROUTE-Befehl aktiviert hat, setzt man den ersten Punkt an einem Ende der Luftlinie an und bewegt den Mauszeiger in die Richtung, in die man die Leitung legen will. EAGLE ersetzt dann die Luftlinie durch einen Wire oder zwei Wire-Stücke (je nach eingestelltem Knickwinkel) im gerade aktiven Signal-Layer.

Die linke Maustaste erneut betätigt, setzt das Leitungsstück ab. Wird beim Absetzen die Shift-Taste gedrückt, so wird (falls möglich und die Luftlinie nicht bereits ohnehin komplett geroutet ist) ein Via an der Absetzstelle gesetzt (entweder mit passender Länge oder, falls sich eine solche nicht ermitteln lässt, durchgehend von Layer 1 bis 16).

Mit der mittleren Maustaste wechselt man die Ebene. Durchkontaktierungen (Vias) werden automatisch gesetzt. Bitte beachten Sie, dass von den Signal-Layern (1 bis 16) nur diejenigen zur Verfügung stehen, die im Layer-Setup in den Design Rules eingetragen sind.

Es wird nur das minimal nötige Via (gemäß dem Layer-Setup in den Design Rules) gesetzt. Dabei kann es vorkommen, dass ein bereits vorhandenes Via des selben Signals entsprechend verlängert wird, oder dass vorhandene Vias zusammengefasst werden um ein längeres Via zu bilden, falls dies nötig ist um den gewünschten Layer-Übergang zu ermöglichen. Wird ein Via am Anfangs- oder Endpunkt gesetzt und es befindet sich an dieser Stelle ein SMD-Pad, so wird ein Micro-Via erzeugt falls der aktuelle Route-Layer eine Ebene vom Layer des SMDs entfernt ist (dies trifft nur dann zu wenn in den Design Rules Micro-Vias erlaubt sind).

Die rechte Maustaste ändert den Knickwinkel (siehe SET Wire_Bend).

Ist eine Luftlinie komplett verdrahtet, ertönt ein Piepston.

Wird der curve oder @radius Parameter angegeben, so kann ein Kreisbogen als Teil des Leiterbahnzugs gezeichnet werden (siehe die ausführliche Beschreibung beim WIRE-Befehl).

Wird der Startpunkt mit gedrückter Ctrl-Taste angeklickt und befindet sich dort keine Luftlinie, so wird automatisch eine neue Luftlinie erzeugt. Der Startpunkt dieser Luftlinie ist derjenige Punkt auf dem selektierten Wire oder Via, der dem Mauszeiger am nächsten liegt (möglicherweise auf den nächstgelegenen Rasterpunkt geschnappt). Das ferne Ende der Luftlinie zeigt dynamisch auf ein Zielsegment, welches nicht das ausgewählte Segment ist. Sollte das selektierte Signal bereits vollständig geroutet sein, so zeigt das ferne Ende zum Startpunkt. Ist der selektierte Wire ein Kreisbogen, so beginnt die Luftlinie am nächstgelegenen Endpunkt des Wires.

Wird ein name angegeben, so wird die Luftlinie dieses Signals selektiert, die dem Mauszeiger am nächsten liegt. Falls name als with, curve oder @radius Parameter interpretiert werden könnte, so muss er in Hochkommas eingeschlossen werden.

Auswahl des Routing-Layers und der Wire-Breite

Wenn Sie eine Luftlinie selektieren wird der Layer in dem geroutet wird durch Betrachtung der am Startpunkt vorhandenen Objekte wie folgt ermittelt: Beim Selektieren einer Luftlinie wird die Wire-Breite zum Routen auf den Wert gesetzt, der sich aus den Design-Regeln und der Netzklasse des selektierten Signals ergibt, wenn der Schalter "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes/Width und Drill bei Route autom. setzen" eingeschaltet ist. Während die Luftlinie am Cursor hängt können Sie eine andere Breite einstellen, und die Verbindung wird dann mit der neuen Breite berechnet. Gleiches gilt für die Daten von Vias.

Wenn eine Luftlinie geroutet wird, die an einem bereits verlegten Wire beginnt, so übernimmt der neu verlegte Wire die Breite des bereits existierenden Wires, wenn beim Selektieren der Luftlinie die Shift-Taste gedrückt wird.

Fangfunktion

Der Endpunkt der dynamisch berechneten Luftlinie wird immer als zusätzlicher Rasterpunkt benutzt, auch wenn er nicht auf dem aktuellen Raster liegt. Hat die verbleibende Luftlinie eine Länge, die kürzer als SNAP_LENGTH ist, so schnappt der zu verlegende Wire automatisch auf den Endpunkt der Luftlinie, und bleibt dort, bis der Mauszeiger mindestens SNAP_LENGTH von diesem Punkt entfernt wird. Mit
SET SNAP_LENGTH number;
kann der Grenzwert für die Fangfunktion eingestellt werden, wobei number in der aktuellen Grid-Einheit anzugeben ist. Default ist 20 Mil.

Follow-me-Router

Mit den speziellen Knickwinkeln 8 und 9 arbeitet der ROUTE-Befehl als "Follow-me"-Router. Das bedeutet, dass die selektierte Luftlinie vollautomatisch vom Autorouter verlegt wird.

Knickwinkel 8 verlegt nur das kürzere Ende der selektierten Luftlinie, während 9 beide Seiten verlegt. Sobald die automatische Wegesuche beendet ist (was einige Zeit dauern kann, haben Sie also bitte Geduld), wird die Luftlinie durch die konkreten Wires und Vias ersetzt. Konnte keine Verbindung gefunden werden (etwa aufgrund von Beschränkungen durch die Design-Regeln), so wechselt der Cursor in ein "Verbotszeichen". Mit Knickwinkel 9 kann es vorkommen, dass nur eine Seite der Luftlinie verlegt werden kann und die andere nicht.

Bei jeder Mausbewegung wird das bisherige Ergebnis verworfen und eine neue Berechnung gestartet. Sobald das Ergebnis akzeptabel ist, klicken Sie mit der linken Maustaste um es abzulegen.

Der Follow-me-Router arbeitet so, dass er den Rasterpunkt an der aktuellen Mausposition als Startpunkt nimmt und den Autorouter benutzt um eine Verbindung von diesem Punkt zu einem Punkt auf dem Signal-Segment zu finden, an dem die Luftlinie endet (was nicht unbedingt der genaue Endpunkt der Luftlinie sein muss). Der Startpunkt berücksichtigt auch den momentan gewählten Layer, wundern Sie sich also nicht, wenn der Router an dieser Stelle ein Via setzt. Durch Ändern des aktuellen Layers kann das Routing-Ergebnis beeinflusst werden.

Als Routing-Raster wird das zum Zeitpunkt des Selektierens der Luftlinie eingestellte Raster verwendet.

Die Routing-Parameter (wie etwa Kostenfaktoren, Vorzugsrichtungen etc.) werden im Dialog des AUTO-Befehls definiert.

Folgende Besonderheiten gelten:

RUN

Funktion
Führt ein User-Language-Programm aus.
Syntax
RUN file_name [argument ...]
Siehe auch SCRIPT

Der RUN-Befehl startet das User-Language-Programm mit dem Namen file_name.
Das optionale Argument-Liste ist für das ULP über die Builtin-Variablen argc und argv verfügbar.

ULP von Script-Datei ausführen

Wenn ein ULP von einer Script-Datei aufgerufen wird und das Programm einen Wert ungleich 0 zurückgibt (durch einen Aufruf der Funktion exit() oder weil das STOP-Symbol angeklickt wurde), wird die Ausführung der Script-Datei beendet.

Editor-Befehle von einem ULP ausführen

Ein ULP kann die exit()-Funktion auch mit einem string-Parameter verwenden, um einen Befehl direkt in einem Editor-Fenster auszuführen.

SCRIPT

Funktion
Befehls-Datei ausführen.
Syntax
SCRIPT file_name;
Siehe auch
SET, MENU, ASSIGN, EXPORT, RUN

Der SCRIPT-Befehl stellt eine Möglichkeit dar, Befehlssequenzen auszuführen, die in einer Datei abgelegt sind. Gibt man den Befehl über die Tastatur ein, so wird, falls keine Extension angegeben wurde, ".scr" als Default verwendet.

Beispiele

SCRIPT nofill ruft nofill.scr auf
SCRIPT myscr. ruft myscr (ohne Suffix!) auf
SCRIPT myscr.old ruft myscr.old auf

Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des EXPORT-Befehls im Zusammenhang mit Script-Dateien!

Wählt man den Befehl mit Hilfe der Maus, dann zeigt ein Popup-Menü alle Dateien mit der Erweiterung .scr an. Man kann dann die gewünschte Datei auswählen.

Der SCRIPT-Befehl bietet die Möglichkeit, das Programm an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Unter anderem kann man damit:

SCRIPT-Dateien enthalten EAGLE-Befehle, entsprechend den Syntax-Regeln. Zeilen, die mit '#' beginnen, sind Kommentarzeilen.

Fortsetzungszeilen

Bei manchen Befehlen kann es erforderlich sein, mehrere Zeilen zu belegen. Das Zeichen '\' am Ende einer Kommandozeile sorgt dafür, dass das erste Wort der nächsten Zeile nicht als Befehl interpretiert wird. Damit lassen sich in vielen Fällen Hochkommas vermeiden.

Start-Parameter setzen

Die SCRIPT-Datei eagle.scr wird jedesmal ausgeführt wenn eine Zeichnung neu in einem Editor-Fenster geladen wird, oder der Editier-Modus in einer Bibliothek gewechselt wird, sofern eagle.scr im Projekt-Verzeichnis oder im Script-Pfad steht.

Script-Datei im Bibliotheks-Editor ausführen

Alle Layer werden nur dann erkannt, wenn vorher der Bibliotheks-Editor neu geöffnet worden ist.

SET

Funktion
Systemparameter verändern.
Syntax
SET
SET options;
Mit dem SET-Befehl können Parameter festgelegt werden, die das Verhalten des Programms, die Bildschirmdarstellung und die Benutzeroberfläche betreffen. Die genaue Syntax ist im folgenden beschrieben.

Wird der SET-Befehl ohne Parameter aufgerufen, so erscheint ein Dialog in dem alle Parameter eingestellt werden können.

Benutzer-Interface

Fangfunktion SET SNAP_LENGTH number;
Fangradius: Damit lässt sich der Grenzwert für die Fangfunktion des ROUTE-Befehls in der aktuellen Einheit einstellen.
Default: 20 Mil
Verlegt man mit dem ROUTE-Befehl Leitungen zu Pads, die nicht im Raster liegen, dann sorgt die Fangfunktion dafür, dass man innerhalb der Snap_length zu diesem Pad routen kann.
SET CATCH_FACTOR value;
Fangfaktor: Legt fest, bis zu welchem Abstand vom Mauszeiger Objekte beim Anklicken mit der Maus berücksichtigt werden. Der Wert wird relativ zur Höhe (bzw. Breite, falls diese kleiner ist) des gegenwärtigen Bildausschnitts angegeben. Er gilt bei einer Zoomstufe die mindestens einen Bereich von 100mm darstellt und steigt beim Hineinzoomen logarithmisch an. Der Wert 0 setzt diese Einschränkung ausser Kraft. Werte < 1 werden als Faktor, Werte ≥ 1 als Prozentzahl interpretiert.
Default: 0.05 (5%).
SET SELECT_FACTOR value;
Selektionsfaktor: Damit stellt man ein, bis zu welchem Abstand vom Mauszeiger benachbarte Objekte zur Auswahl vorgeschlagen werden. Der Wert wird relativ zur Höhe (bzw. Breite, falls diese kleiner ist) des gegenwärtigen Bildausschnitts angegeben. Werte < 1 werden als Faktor, Werte ≥ 1 als Prozentzahl interpretiert.
Default: 0.02 (2%).
Inhalt von Menüs SET USED_LAYERS name | number;
Legt die Layer fest, die in den entsprechenden EAGLE-Menüs angezeigt werden. Siehe Beispieldatei mylayers.scr.
Die Layer Pads, Vias, Unrouted, Dimension, Drills und Holes sowie die Schaltplan-Layer bleiben auf jeden Fall im Menü. Auch alle benutzten Signal-Layer bleiben aktiv. SET Used_Layers All aktiviert alle Layer.
SET WIDTH_MENU value..;
SET DIAMETER_MENU value..;
SET DRILL_MENU value..;
SET SMD_MENU value..;
SET SIZE_MENU value..;
SET ISOLATE_MENU value..;
SET SPACING_MENU value..;
SET MITER_MENU value..;
Für die Parameter width etc. kann der Inhalt der entsprechenden Popup-Menüs mit obigen Befehlen konfiguriert werden. Je Menü sind max. 16 Werte möglich (beim Smd-Menü max. 16 Wertepaare). Wird kein Wert angegeben (also z.B. SET WIDTH_MENU;), so werden die programminternen Standardwerte gesetzt.
Beispiel:
Grid Inch;
Set Width_Menu 0.1 0.2 0.3;
Knickwinkel für Wires SET WIRE_BEND bend_nr;
bend_nr kann einer der folgenden Werte sein:
0: Startpunkt - waagrecht - senkrecht - Endpunkt
1: Startpunkt - waagrecht - 45° - Endpunkt
2: Startpunkt - Endpunkt (direkte Verbindung)
3: Startpunkt - 45° - waagrecht - Endpunkt
4: Startpunkt - senkrecht - waagrecht - Endpunkt
5: Startpunkt - Kreisbogen - waagrecht - Endpunkt
6: Startpunkt - waagrecht - Kreisbogen - Endpunkt
7: "Freihand" (Kreisbogen passend zum Wire am Startpunkt, ansonsten gerade)
8: Kurzes Ende der Luftlinie im Follow-me-Router verlegen
9: Beide Enden der Luftlinie im Follow-me-Router verlegen
Beachten Sie bitte, dass 0, 1, 3 und 4 zusätzliche Wires zur Abschrägung enthalten können (siehe MITER).
SET WIRE_BEND @ bend_nr ...;
Legt fest welche Knickwinkel beim Weiterschalten mit der rechten Maustaste tatsächlich durchlaufen werden sollen.
SET WIRE_BEND @;
Schaltet zurück auf alle Knickwinkel.
Piepston ein/aus SET BEEP OFF | ON;

Bildschirmdarstellung

Farbe für Grid-Linien SET COLOR_GRID color;
Farbe für Layer SET COLOR_LAYER layer color;
Füllmuster für Layer SET FILL_LAYER layer fill;
Raster-Parameter SET MIN_GRID_SIZE pixels;
Das Grid wird nur dann gezeichnet, wenn der Rasterabstand größer ist als die eingestellte Zahl von Pixeln.
Min. darg. Textgröße SET MIN_TEXT_SIZE size;
Texte, die weniger als size Bildpunkte hoch sind, werden auf dem Bildschirm als Rechtecke dargestellt. Einstellung 0 bedeutet: alle Texte werden lesbar dargestellt.
Netz-Linien-Darstellung SET NET_WIRE_WIDTH width;
Pad-Darstellung SET DISPLAY_MODE REAL | NODRILL;
REAL: Pads werden dargestellt, wie sie geplottet werden.
NODRILL: Pads werden ohne Bohrung dargestellt.
SET PAD_NAMES OFF | ON;
Pad-Namen werden ein-/ausgeblendet.
Bus-Linien-Darstellung SET BUS_WIRE_WIDTH width;
DRC-Parameter SET DRC_FILL fill_name;
Polygon-Berechnung SET POLYGON_RATSNEST OFF | ON;
Siehe POLYGON-Befehl.
Vector Font SET VECTOR_FONT OFF | ON;
Siehe TEXT-Befehl.
Querverweis-Labels SET XREF_LABEL_FORMAT string;
Siehe LABEL-Befehl.
Bauteil-Querverweise SET XREF_PART_FORMAT string;
Siehe TEXT-Befehl.

Mode-Parameter

Package-Check SET CHECK_CONNECTS OFF | ON;
Der ADD-Befehl prüft, ob bei einem Device jedem Pin ein Pad (mit CONNECT) zugewiesen ist. Diese Prüfung lässt sich abschalten. Allerdings kann keine Platine aus einem Schaltplan erzeugt werden, falls ein Device ohne Gehäuse gefunden wird.
REPLACE-Modus SET REPLACE_SAME NAMES | COORDS;
UNDO-Puffer ein/aus SET UNDO_LOG OFF | ON;
Wire-Optim. ein/aus SET OPTIMIZING OFF | ON;
Wires, die nach MOVE, ROUTE oder SPLIT in einer Linie liegen, werden zu einem Wire zusammengefasst, falls On eingestellt ist. Siehe auch OPTIMIZE.
Autom. Bestätigung SET CONFIRM OFF | NO | YES;
Ermöglicht die automatische Behandlung von Bestätigungs-Dialogen (weiteres siehe unten).

Farben

Es gibt drei Paletten für schwarzen, weißen und farbigen Hintergrund. Jede Palette hat 64 Farb-Einträge, die auf jeden beliebigen ARGB-Wert gesetzt werden können. Der Paletten-Eintrag 0 wird für die Hintergrundfarbe verwendet (in der "weißen" Palette ist dieser Eintrag nicht veränderbar, da diese Palette auch zum Ausdrucken verwendet wird, wo der Hintergrund immer weiß ist).

Die Farbpaletten können entweder über den Dialog unter "Optionen/Einstellungen/Farben" verändert werden, oder mittels des Befehls

SET PALETTE index argb
wobei index eine Zahl im Bereich 0..63 und argb ein hexadezimaler Wert ist, der die Alpha-, Rot-, Grün- und Blau-Komponenten der Farbe definiert, etwa 0xFFFFFF00 (was ein helles Gelb ergeben würde). Die Alpha-Komponente gibt an wie "deckend" die Farbe ist. Ein Wert von 0x00 bedeutet, dass die Farbe vollkommen transparent ist (d.h. unsichtbar), während 0xFF für eine vollkommen deckende Farbe steht. Die Alpha-Komponente der Hintergrundfarbe ist immer 0xFF. Beachten Sie bitte, dass der ARGB-Wert mit "0x" beginnen muss, ansonsten würde er als dezimale Zahl interpretiert werden. Mit dem Befehl
SET PALETTE BLACK|WHITE|COLORED
können Sie auf die Palette für schwarzen, weißen oder farbigen Hintergrund umschalten. Beachten Sie bitte, dass nach diesem Befehl kein automatisches Neuzeichnen des Zeichenfensters stattfindet; Sie sollten daher anschließend den Befehl WINDOW; ausführen.

Standardmäßig werden nur die Paletten-Einträge 0..15 benutzt und diese enthalten die unten aufgeführten Farben.

Die Paletten-Einträge sind unterteilt in "normale" und "hervorgehobene" Farben. Es gibt immer 8 "normale" Farben, gefolgt von den 8 zugehörigen "hervorgehobenen" Farben. Die Farben 0..7 sind somit "normale" Farben, 8..15 sind ihre "hervorgehobenen" Werte, 16..23 sind weitere 8 "normale" Farben mit 24..31 als deren "hervorgehobene" Werte und so weiter. Die "hervorgehobenen" Farben werden benutzt um Objekte hervorzuheben, wie zum Beispiel im SHOW-Befehl.

Color, geordnet nach Farbnummern, die anstelle von color verwendet werden können. Damit legt man die Farbe fest:

0 Black
1 Blue
2 Green
3 Cyan
4 Red
5 Magenta
6 Brown
7 LGray
8 DGray
9 LBlue
10 LGreen
11 LCyan
12 LRed
13 LMagenta
14 Yellow
15 White

Fill legt die Art fest, wie Wires und Rectangles in einem bestimmten Layer gefüllt werden sollen. Auch dieser Parameter kann durch die am Anfang der Zeile stehende Zahl ersetzt werden:

0 Empty
1 Solid
2 Line
3 LtSlash
4 Slash
5 BkSlash
6 LtBkSlash
7 Hatch
8 XHatch
9 Interleave
10 WideDot
11 CloseDot
12 Stipple1
13 Stipple2
14 Stipple3
15 Stipple4

Automatische Bestätigung

Manchmal zeigt EAGLE dem Benutzer Informationen bzw. Warnungen an, oder verlangt nach einer Entscheidung, wie weiter verfahren werden soll. Dies mag bei automatisierten Abläufen (wie
Skripten) unerwünscht sein. Der Befehl
SET CONFIRM YES
sorgt dafür, dass jeder Mitteilungs-Dialog automatisch so bestätigt wird, als hätte der Benutzer den "positiven" Button ("OK" bzw. "Ja") angeklickt. Der Dialog selbst wird überhaupt nicht dargestellt. Entsprechend wirkt der Befehl
SET CONFIRM NO
als hätte der Benutzer den "negativen" Button ("Nein") angeklickt, falls ein solcher vorhanden ist. Andernfalls wird der Dialog einfach bestätigt. Schließlich schaltet
SET CONFIRM OFF
die automatische Bestätigung wieder aus. Wird die automatische Bestätigung nicht explizit ausgeschaltet, so fällt sie automatisch auf OFF zurück, sobald das Editor-Fenster wieder eine interaktive Eingabe des Benutzers annimmt.

Sie sollten nicht ein SET CONFIRM YES an den Anfang eines Scripts setzen und dann viele Befehle "im Stillen" ausführen. Besser ist es, dies gezielt auf einzelne Befehle anzuwenden, wie in

SET CONFIRM YES
REMOVE filename
SET CONFIRM OFF
Seien Sie extrem vorsichtig bei der Verwendung dieses Befehls! Mitteilungs-Dialoge blind zu bestätigen kann dazu führen, dass wichtige Mitteilungen übersehen werden. Das Ergebnis kann dann unter Umständen nicht das sein, was der Benutzer erwartet.

EagleRc-Parameter

Manchmal ist es notwendig, ein kleines Funktionsdetail einstellbar zu machen, zum Beispiel weil einige Benutzer es unbedingt anders haben wollen. Diese Parameter sind nicht in irgendwelchen Dialogen verfügbar, sondern können ausschließlich über einen Eintrag in der eaglerc-Datei verändert werden. Um dieses zu vereinfachen wird jeder Parameter, der nicht in obigen Schlüsselwörtern gefunden wurde, in den eaglerc-Parametern gesucht und kann so mit dem SET-Befehl verändert werden. Beachten Sie bitte, dass die Parameternamen vollständig und genau so, wie unten aufgelistet, angegeben werden müssen (auch bezüglich Groß-/Kleinschreibung). Der Parameterwert ist typischerweise '0' oder '1', um eine Funktion aus- bzw. einzuschalten. Nach der Veränderung eines Parameters, der die Bildschirmdarstellung beeinflußt, kann es nötig sein, das Zeichenfenster aufzufrischen.

Beispiel

SET Option.DrawUnprocessedPolygonEdgesContinuous 1;
Folgende eaglerc-Parameter stehen zur Verfügung:

Cmd.Delete.WireJointsWithoutCtrl
Falls Sie wollen, dass der DELETE-Befehl Wire-Verbindungspunkte löscht, ohne dass die Ctrl-Taste gedrückt wird, so können Sie diesen Parameter auf '1' setzen.
Cmd.Name.RenameEntireNetByDefault
Besteht ein Netz aus mehreren Segmenten, so wirkt der NAME-Befehl standardmäßig nur auf das selektierte Segment. Wird dieser Parameter auf '1' gesetzt, so wird standardmäßig das gesamte Netz umbenannt. Dieser Parameter gilt auch für Busse.
Cmd.Name.RenameEntireSignalByDefault
Enthält ein Signal ein Polygon, und der NAME-Befehl wird auf dieses Polygon angewendet, so wird standardmäßig nur das Polygon umbenannt. Wird dieser Parameter auf '1' gesetzt, so wird standardmäßig das gesamte Signal umbenannt.
Cmd.Wire.IgnoreCtrlForRadiusMode
Falls Sie die spezielle Funktion beim Zeichnen eines Wires, mit der man durch Drücken von Ctrl den Radius eines Arcs definieren kann, nicht haben wollen, so können Sie diesen Parameter auf '1' setzen. Dadurch wird dieses Feature für alle Befehle, die Wires zeichnen, abgeschaltet.
ControlPanel.View.AutoOpenProjectFolder
Das automatische Öffnen des Projekt-Verzeichnisses beim Programmstart (bzw. wenn ein Projekt durch Klicken auf seinen grauen Button aktiviert wird) kann durch Setzen dieses Parameters auf '0' abgeschaltet werden.
Erc.AllowUserOverrideConsistencyCheck
Um Boards/Schematics bearbeiten zu können, die nur geringfügige Inkonsistenzen aufweisen, können Sie durch Setzen dieses Parameters auf '1' einen Dialog aktivieren der es Ihnen erlaubt den Editor dazu zu zwingen, die Forward-/Backannotation durchzuführen, selbst wenn der ERC die Dateien als inkonsistent erkannt hat. BEACHTEN SIE BITTE, DASS SIE DIES AUF EIGENES RISIKO MACHEN - sollten die Dateien danach zerstört werden, kann womöglich niemand mehr sie wiederherstellen. Schließlich hat der ERC ja gemeldet, dass die Dateien inkonsistent sind!
Interface.MouseButtonReleaseTimeout
Die Zeit (in Millisekunden) innerhalb der das Loslassen einer Maustaste, welches dem Drücken der Maustaste auf einem Button (zum Beispiel in einer Toolbar) folgt, die Funktion des Buttons auslöst, selbst wenn das Loslassen der Maustaste ausserhalb der Fläche des Buttons erfolgte. Standardwert ist 500, der Wert 0 schaltet diese Funktion ab. Hat dieser Parameter beim Programmstart den Wert 0, so wirken sich etwaige Änderungen erst nach einem erneuten Programmstart aus.
Interface.PreferredUnit
Bei der Anzeige numerischer Werte in Dialog-Eingabefeldern werden die Einheiten automatisch so ermittelt, dass sich die kleinste Anzahl von Nachkommastellen ergibt. Dies kann beeinflusst werden durch Setzen dieses Parameters auf '0' für automatische Wahl der Einheiten (default), '1' für zöllige Einheiten, '2' für metrische Einheiten.
Interface.UseCtrlForPanning
Das Verschieben des Zeichnungsauschnittes erfolgt durch Click&Drag mit der mittleren Maustaste (nicht mehr durch Drücken der Ctrl-Taste wie in älteren Versionen). Falls Sie die alte Verhaltensweise wiederhaben wollen, können Sie dies erreichen, indem Sie diesen Parameter auf '1' setzen. Beachten Sie aber bitte, dass die Ctrl-Taste jetzt für spezielle Funktionen einiger Befehle benutzt wird (zum Beispiel zum Selektieren von Objekten an ihrem Aufhängepunkt bei MOVE), so dass Sie, bei Benutzung dieser speziellen Funktionen, dann unter Umständen das Zeichenfenster unbeabsichtigt verschieben können.
Option.AutoLoadMatchingDrawingFile
Falls Sie ein Board- und Schaltplaneditor-Fenster offen haben und in einem dieser Fenster ein anderes Board (bzw. einen anderen Schaltplan) laden, und wenn es für diese andere Zeichnung einen zugehörigen Schaltplan (bzw. ein zugehöriges Board) gibt, so fragt EAGLE, ob diese andere Zeichnung ebenfalls geladen werden soll. Indem Sie diesen Parameter auf '1' setzen, kann diese Frage unterdrückt werden, und EAGLE lädt die andere Datei dann immer automatisch mit.
Option.DrawUnprocessedPolygonEdgesContinuous
Falls Ihnen die Art, wie die Kanten von nicht berechneten Polygonen dargestellt werden (als gepunktete Linien), nicht zusagt, so können Sie diesen Parameter auf '1' setzen. Die Kanten von nicht berechneten Polygonen werden dann wieder als durchgezogene Linien dargestellt, wie es vor Version 5 der Fall war (allerdings nicht hell).
Option.LayerSequence
Die internen Layer werden in der Reihenfolge dargestellt, die dem tatsächlichen Lagenaufbau entspricht, so dass das Ergebnis auch auf Druckern und PDF- bzw. Postscript-Dateien brauchbar aussieht, wo die Layer nicht transparent sind. Manchmal kann es erforderlich sein, dass benutzerdefinierte Layer vor den internen Layern dargestellt werden müssen, anstatt nach diesen. Mit diesem Parameter kann die Reihenfolge, in der die Layer dargestellt werden, festgelegt werden. Er besteht aus einer Folge von Layer-Nummern bzw. Layer-Bereichen, optional gefolgt von 't' oder 'b'.
123 stellt Layer 123 dar
123tstellt Layer 123 dar, wenn die Ausgabe "von oben gesehen" erfolgt (nicht gespiegelt)
123bstellt Layer 123 dar, wenn die Ausgabe "von unten gesehen" erfolgt (gespiegelt)
123-140stellt die Layer 123 bis 140 in der angegeben Reihenfolge dar
140-123stellt die Layer 140 bis 123 in der angegeben Reihenfolge dar
*fügt die Standard-Sequenz der internen Layer ein
123b * 123tsorgt dafür, dass Layer 123 immer als erster dargestellt wird
Beachten Sie, dass jeder Layer nur einmal dargestellt wird, auch wenn er mehrmals aufgeführt ist. Die Standard-Sequenz der internen Layer ist
48t 49t 19t 47t 20t 46t 23 27 25 59 57 55 53 50 51 21 44t 45t 37 35 31 29 33 39 41 43t 18t 17t 1-16 17b 18b 43b 42 40 34 30 32 36 38 45b 44b 22 52 54 56 58 60 26 28 24 46b 20b 47b 19b 49b 48b 61-99.
Bei Ansicht von oben, wird die Layer-Sequenz von rechts nach links abgearbeitet, während sie bei Ansicht von unten (gespiegelt) von links nach rechts abgearbeitet wird. Zum Beispiel ist Layer 48 (Document) als 48t und 48b enthalten, damit dieser immer als letzter dargestellt wird. Die Layer 21 (tPlace) und 22 (bPlace) hingegen sind nur jeweils einmal aufgelistet, damit Sie an der richtigen Stelle erscheinen, je nachdem, ob die Ausgabe gespiegelt erfolgt oder nicht.
Alle nicht explizit in der Layer-Sequenz aufgeführten Layer werden nach der gegebenen Sequenz, in aufsteigender Reihenfolge, dargestellt.
Option.RatsnestLimit
Der RATSNEST-Befehl verwendet alle Punkte eines Signals, auch wenn dieses sehr komplex ist (in früheren Versionen blieben Wire-Endpunkte unberücksichtigt, wenn die Gesamtzahl der Anknüpfungspunkte größer als 254 war). Hierfür wird mehr Speicherplatz beim Berechnen des Ratsnest benötigt. Falls dies auf Ihrem System ein Problem darstellen sollte, so können Sie auf die ursprüngliche Methode zurückschalten indem Sie diesen Parameter auf '254' setzen. Der angegebene Wert ist die Anzahl der Anknüpfungspunkte bis zu der Wire- Endpunkte berücksichtigt werden und beschränkt somit den Speicherbedarf (die Berechnung benutzt Speicher bis zum Quadrat des angegebenen Wertes, so dass ein Wert von 1024 den verwendeten Speicher auf 1MB beschränkt). Ein Wert von '0' steht für "keine Begrenzung". Ein Wert von '1' bewirkt, das Luftlinien ausschließlich an Pads, Smds und Vias anknüpfen.
Option.RepositionMouseCursorAfterContextMenu
Normalerweise verändert EAGLE die Position des Mauszeigers nicht von sich aus. Es gibt allerdings Benutzer, die möchten, dass der Mauszeiger auf den Punkt zurückpositioniert wird, an dem er war, bevor ein Kontext-Menü im Zeichnungseditor geöffnet wurde. Setzen Sie diesen Parameter auf '1' um diese Funktionalität zu erhalten.
Option.ShowPartOrigins
Die Aufhängepunkte von Bauteilen in einem Schaltplan werden durch kleine Kreuze gekennzeichnet. Setzen Sie diesen Parameter auf '0' um dies abzuschalten.
Option.ShowTextOrigins
Die Aufhängepunkte von Texten werden durch kleine Kreuze gekennzeichnet. Setzen Sie diesen Parameter auf '0' um dies abzuschalten.
Option.ToggleCtrlForGroupSelectionAndContextMenu
Da die Kontext-Menü-Funktion über die rechte Maustaste im Konflikt mit der Selektion einer Gruppe, wie sie vor Version 5 erfolgte, steht, wird eine Gruppe jetzt mit Ctrl plus rechte Maustaste selektiert. Falls Sie die bisherige Art der Gruppenselektierung wieder haben wollen, so können Sie diesen Parameter auf '1' setzen. Damit können Gruppen wieder mit der rechten Maustaste allein selektiert werden und Kontext-Menüs werden mit Ctrl plus rechte Maustaste geöffnet.
Sch.Cmd.Add.AlwaysUseDeviceNameAsValue
Einige Benutzer wollen immer den Device-Namen als Bauteilwert verwenden, selbst wenn das Bauteil einen benutzerdefinierten Wert bräuchte. Wer das will kann diesen Parameter auf '1' setzen.
Warning.PartHasNoUserDefinableValue
Falls Sie die Warnung bezüglich Bauteilen, die keinen vom Benutzer zu vergebenden Wert haben, nicht haben wollen, können Sie diesen Parameter auf '0' setzen.
Warning.SupplyPinAutoOverwriteGeneratedNetName
Manche Benutzer wollen nicht gewarnt werden, wenn ein Supply-Pin den generierten Namen eines bestehenden Netzsegments überschreibt. Wird dieser Parameter auf '1' gesetzt, so wird diese Warnung abgeschaltet.

SHOW

Funktion
Stellt Objekte hervorgehoben dar.
Syntax
SHOW •..
SHOW name..
SHOW @ name..
Maustasten
Ctrl+Linke invertiert die Hervorhebung des selektierten Objekts.
Siehe auch
INFO

Der SHOW-Befehl dient zum Hervorheben von Objekten. Einzelheiten werden in der Statuszeile aufgelistet. Mit SHOW kann man auch ganze Signale und Netze hervorheben (auf dem Bildschirm heller dargestellt). Wird ein Bus ausgewählt, so werden auch alle zu diesem Bus gehörenden Netze hervorgehoben.

Quervergleich zwischen Platine und Schaltplan

Bei aktivierter Forward&Back-Annotation wird ein Objekt, das mit Hilfe des SHOW-Befehls heller dargestellt wird, sowohl im Schaltplan als auch in der Platine heller dargestellt.

Mehrere Objekte

Wenn Sie mehrere Objekte mit dem SHOW-Befehl selektieren, wird jedes einzelne hell dargestellt. Sie können mehrere Objekte gleichzeitig hervorheben indem Sie diese jeweils mit gedrückter Ctrl-Taste anklicken. Klicken Sie mit gedrückter Ctrl-Taste auf ein Objekt, das bereits hervorgehoben dargestellt ist, so wird dieses Objekt wieder in den nicht hervorgehobenen Zustand versetzt.

Werden mehrere Namen in einer Zeile eingegeben, so werden alle entsprechenden Objekte gleichzeitig hell dargestellt.

Kleine Objekte

Wird das Zeichen @ in der Kommandozeile angegeben, so wird ein Rechteck um das hervorgehobene Objekt gezeichnet. Dies ist hilfreich bei der Suche nach kleinen Objekten, die durch bloßes Hervorheben nicht leicht zu finden wären. Wird mehr als ein Objekt hervorgehoben, so wird das Rechteck um alle Objekte gezeichnet. Um das Rechteck zu sehen, kann es erforderlich sein, aus der Zeichnung herauszuzoomen (oder WINDOW FIT einzugeben). Soll ein Objekt mit dem Namen @ hervorgehoben werden, so muss der Name in einfache Hochkommas eingeschlossen werden.

Platzhalter

Falls der name-Parameter angegeben wurde, so sind die Zeichen '*', '?' und '[]' Platzhalter und haben folgende Bedeutung:

* steht für eine beliebige Anzahl beliebiger Zeichen
? steht für genau ein Zeichen
[...] steht für irgend eines der Zeichen zwischen den Klammern

Soll eines dieser Zeichen genau so gesucht werden, wie es ist, so muss es in eckige Klammern eingeschlossen werden. Zum Beispiel findet abc[*]ghi die Zeichenfolge abc*ghi, aber nicht abcdefghi.

Ein Bereich von Zeichen kann als [a-z] angegeben werden, was für eines der Zeichen aus dem Bereich 'a'...'z' steht.

Die spezielle Zeichenfolge [Zahl..Zahl] stellt einen Busnamen mit Index dar und wird deshalb im Schaltplan nicht als Platzhalter behandelt.

Objekte auf anderen Seiten

Wird ein namentlich genanntes Objekt nicht auf der aktuellen Schaltplanseite gefunden, so erscheint ein Dialog mit einer Liste aller Seiten, auf denen dieses Objekt gefunden wurde. Wurde das Objekt auf keiner Seite gefunden, so wird als Seitennummer in dieser Liste '-' angezeigt. Beachten Sie bitte, dass dieser Dialog nur dann erscheint, wenn mindestens eines der durch Namen (bzw. Platzhalter) angegebenen Objekte nicht auf der aktuellen Seite gefunden wurde. Wurden alle Objekte auf der aktuellen Seite gefunden, so erscheint kein Dialog (selbst, wenn einige Objekte auch auf anderen Seiten vorkommen). Wenn der Dialog erscheint, dann enthält er alle gefundenen Objekte, auch diejenigen auf der aktuellen Seite.

Beispiele

SHOW IC1
IC1 wird hell und bleibt hell, bis der SHOW-Befehl beendet oder ein anderer Name eingegeben wird.
SHOW IC*
Zeigt alle Objekte an deren Namen mit "IC" beginnt.

SIGNAL

Funktion
Signale definieren.
Syntax
SIGNAL • •..
SIGNAL signal_name • •..
SIGNAL signal_name element_name pad_name..;
Siehe auch
AUTO, ROUTE, NAME, CLASS, WIRE, RATSNEST, EXPORT

Mit dem SIGNAL-Befehl definiert man Signale, also die Verbindungen zwischen den Anschlüssen der Packages. Es sind mindestens zwei Stützstellen anzugeben, da sonst keine Luftlinie entstehen kann.

Mauseingabe

Man selektiert mit der Maus der Reihe nach die Anschlüsse, die miteinander verbunden werden sollen. EAGLE stellt die Signale als Luftlinien im Unrouted-Layer dar.

Gibt man signal_name mit ein, dann erhält das Signal den angegebenen Namen.

Texteingabe

Man kann ein Signal aber auch vollständig textuell definieren. Die Eingabe
SIG GND IC1 7 IC2 7 IC3 7;
würde z.B. die Pads mit dem Namen '7' der ICs 1...3 miteinander verbinden. Denken Sie an diese Möglichkeit im Zusammenhang mit Script-Dateien. Sie können beispielsweise komplette Netzlisten mit Hilfe von Script-Dateien eingeben.

Kurzschluss-Check

Versucht man, mit SIGNAL zwei Pads zu verbinden, die bereits unterschiedlichen Signalen angehören, dann wird in einem Popup-Menü nachgefragt, ob die beiden Signale verbunden werden sollen und welchen Namen sie erhalten sollen.

Konturdaten

Der Signalname _OUTLINES_ gibt dem Polygon besondere Eigenschaften, die man zur Erzeugung von Konturdaten (z. B. zum Fräsen von Prototypen) benötigt. Dieser Name sollte ansonsten nicht verwendet werden.

SMASH

Funktion
Loslösen von Text-Variablen und Attributen von Bauteilen.
Syntax
SMASH •..
Maustasten
Ctrl+Rechte wirkt auf die Gruppe. Shift+Linke macht die Loslösung der Texte wieder rückgängig. Ctrl+Shift+Rechte macht die Loslösung der Texte für die Gruppe wieder rückgängig.
Siehe auch
NAME, VALUE, TEXT, ATTRIBUTE

Den SMASH-Befehl wendet man auf Bauteile an, damit man anschließend die zugehörigen Texte, die den aktuellen Namen, Wert bzw. Attribute repräsentieren, separat bewegen kann (MOVE). Das ist vor allem für Schalt- und Bestückungspläne nützlich.

Bauteile lassen sich auch mit ihrem Namen selektieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn sich das Objekt ausserhalb des gerade dargestellten Bildausschnitts befindet. Beim Selektieren eines aus mehreren Gattern bestehenden Bauteils im Schaltplan muss der volle, aus dem Bauteil- und dem jeweiligen Gatternamen bestehende Name angegeben werden.

Nach dem SMASH-Befehl kann man die >NAME- und >VALUE-Texte behandeln wie alle anderen Texte. Allerdings lässt sich ihr Inhalt nicht mit CHANGE TEXT ändern.

Ein "gesmashtes" Element kann in den "nicht gesmashten" Zustand zurückgeführt werden, indem es bei gedrückter Shift-Taste (und natürlich aktiviertem SMASH-Befehl) angeklickt wird.

SMD

Funktion
Plazieren von Smds in Packages.
Syntax
SMD [x_width y_width] [-roundness] [orientation] [flags] ['name'] •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Rechte dreht das SMD.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
PAD, CHANGE, NAME, ROUTE, Design Rules

Smd: Anschlussfläche für SMD-Bauelemente.

Der SMD-Befehl plaziert einen SMD-Anschluss in einem Package. Die Eingabe der Länge und Breite vor dem Plazieren ändert die Größe des Smds. Die Parameter werden in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Sie dürfen maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die orientation (siehe Beschreibung bei ADD) darf jeder Winkel im Bereich R0...R359.9 sein. Das S- bzw. M-Flag kann hier nicht benutzt werden.

Die eingegebene Smd-Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Roundness

Der Wert für roundness kann ganzzahlig - mit negativen Vorzeichen, um es vom width-Parameter zu unterscheiden - zwischen 0 und 100 angegeben werden. Der Wert 0 erzeugt rechteckige SMDs, während der Wert 100 die Ecken der SMDs vollständig rundet. Der Befehl
SMD 50 50 -100 '1' •
erzeugt zum Beispiel ein rundes SMD mit dem Namen '1' an der Position des Mausklicks. Dieses kann man für ein BGA-Gehäuse (Ball Grid Array) verwenden.

Namen

Smd-Namen werden vom Programm automatisch erzeugt und können mit dem NAME-Befehl geändert werden. Der Name kann als Parameter auch im SMD-Befehl mit angegeben werden (muss in Hochkommas eingeschlossen sein).

Flags

Folgende flags können dazu benutzt werden, das Erscheinungsbild eines Smds zu beeinflussen:

NOSTOP keine Lötstopmaske generieren
NOTHERMALS keine Thermals generieren
NOCREAM keine Lotpastenmaske generieren

Standardmäßig generieren Smds automatisch Lötstopmaske, Lotpastenmaske und Thermals. In speziellen Fällen kann es jedoch erwünscht sein, dass einzelne Smds dies nicht tun. Die obigen NO...-Flags können benutzt werden um diese Eigenschaften zu unterdrücken.
Ein neu gestarteter SMD-Befehl setzt alle Flags auf ihre Standardwerte zurück. Sobald ein Flag in der Kommandozeile angegeben wird, gilt es für alle nachfolgend in diesem SMD-Befehl plazierten Smds.

Einzelne Smds

Einzelne Smds in Platinen sind als Package zu realisieren und dann in die Platine zu holen.

Package verändern

Es ist nicht möglich, in einem Package, das in einem Device verwendet wird, nachträglich ein Smd hinzuzufügen oder zu löschen, da dies die im Device definierten Pin-/Pad-Zuordnungen (CONNECT-Befehl) verändern würde.

SPLIT

Funktion
Knicke in Wires einfügen.
Syntax
SPLIT • [curve | @radius] •..
Maustasten
Rechte ändert den Knickwinkel (siehe SET Wire_Bend).
Shift+Rechte kehrt die Richtung des Weiterschaltens des Knickwinkels um.
Ctrl+Rechte schaltet zwischen korrespondierenden Knickwinkeln hin und her.
Ctrl+Linke beim Absetzen eines Wire-Endpunktes definiert den Kreisbogen-Radius.
Tastatur
F8: SPLIT aktiviert den SPLIT-Befehl.
Siehe auch MITER, MOVE, OPTIMIZE, SET

Den SPLIT-Befehl benötigt man, wenn nachträglich in Wires oder Polygonen noch eine Abknickung erforderlich ist. SPLIT teilt Wires am Anklickpunkt. Das kürzere Stück verläuft gemäß dem eingestellten Knickwinkel (Wire_Bend), das längere verläuft in gerader Linie zum nächsten Aufhängepunkt.

Wird der curve oder @radius Parameter angegeben, so kann ein Kreisbogen als Teil des Linienzuges gezeichnet werden (siehe die ausführliche Beschreibung beim WIRE-Befehl).

Nach dem SPLIT-Befehl werden die betroffenen Wire-Segmente wieder optimiert (entsprechend dem OPTIMIZE-Befehl), sofern nicht zuvor der Befehl

SET OPTIMIZING OFF;
eingegeben wurde. Hat man diesen Befehl eingegeben, bleiben die Trennstellen in den Wires erhalten. Sie bleiben auch dann erhalten, wenn man im SPLIT-Befehl dieselbe Stelle zweimal mit der Maus anklickt.

Leitung verjüngen

Dazu selektiert man den SPLIT-Befehl, markiert den zu verjüngenden Abschnitt mit zwei Mausklicks, gibt den Befehl
CHANGE WIDTH breite
ein und klickt mit der Maus das gewünschte Segment an.

TECHNOLOGY

Funktion
Definiert eventuell vorhandene Technologien für ein Device.
Syntax
TECHNOLOGY name ..;
TECHNOLOGY -name ..;
TECHNOLOGY -* ..;
Siehe auch
PACKAGE, ATTRIBUTE

Dieser Befehl wird im Device-Editor verwendet, um die verschiedenen Technologien eines Bauteils im Device-Namen zu bestimmen. Im Schaltplan- oder Board-Editor verhält sich der TECHNOLOGY-Befehl genau so wie "CHANGE TECHNOLOGY".

Einer der Namen, die mit dem TECHNOLOGY-Befehl definiert wurden, ersetzt den Platzhalter '*' im Device-Set-Namen, sobald man das Device in einem Schaltplan plaziert. Der Begriff Technology stammt von der hauptsächlichen Verwendung dieser Funktion verschiedene Varianten eines Devices zu erzeugen, die alle dasselbe Schaltplan-Symbol, dieselbe(n) Package-Variante(n) und dieselben Pin/Pad-Zuordnungen haben. Die Devices unterscheiden sich nur im Namen, der sich beispielsweise für die TTL-Bausteine im Bezug auf Ihre Technologie, wie "L", "LS", oder "HCT" unterscheiden.

Der TECHNOLOGY-Befehl kann nur angewendet werden, wenn schon vorher eine Package-Variante über den PACKAGE-Befehl definiert wurde.

Ist kein '*'-Platzhalter im Device-Set-Namen angegeben, wird der Device-Set-Name um die Technologie-Angabe zu einem vollständigen Device-Namen ergänzt. Bitte beachten Sie, dass die Technologie vor der Package-Variante eingefügt wird. Ist weder '*' noch '?' angegeben, setzt sich der Device-Name aus Device-Set-Name+Technology+Package-Variante zusammen.

Die Namen (name), die mit dem TECHNOLOGY-Befehl angegeben sind, werden zu einer schon vorhandenen Liste des aktuellen Devices hinzugefügt. Geben Sie einen Namen mit '-' an, wird diese Bezeichnung aus der Liste entfernt. Soll der Name mit einem '-' beginnen, muss dieser in einfachen Hochkommas angegeben werden. -* löscht alle Technologien.

Es sind nur die ASCII-Zeichen 33..126 als Technologie-Bezeichnung erlaubt (Kleinbuchstaben werden in Großbuchstaben gewandelt). Die maximale Anzahl von Technologie-Varianten pro Device ist 254.

Die besondere "leere" Technologie kann in mit zwei Hochkommas angegeben werden, also '' (ohne Namen).

Beachten Sie bitte, dass der "Technologien"-Dialog alle Technologien aller Devices in der geladenen Bibliothek enthält, wobei diejenigen, die vom aktuellen Device verwendet werden, markiert sind.

Beispiel

In einem Device mit dem Namen "74*00" löscht der Befehl
TECHNOLOGY -* '' L LS S HCT;
zunächst alle bisherigen Technologien und erzeugt anschließend die folgenden Technologie-Varianten:
7400
74L00
74LS00
74S00
74HCT00

TEXT

Funktion
Plazieren von Text.
Syntax
TEXT beliebige_zeichen orientation •..
TEXT 'beliebige_zeichen' orientation •..
Maustasten
Mittlere wählt den Layer.
Rechte dreht den Text.
Shift+Rechte kehrt die Richtung der Drehung um.
Siehe auch
CHANGE, MOVE, MIRROR, ROTATE, ATTRIBUTE

Der TEXT-Befehl plaziert einen Text in einer Zeichnung, oder in einem Bibliothekselement. Bei der Eingabe mehrerer Texte geht man sinnvollerweise so vor, dass man zuerst den TEXT-Befehl aktiviert, dann tippt man den ersten Begriff ein und setzt ihn mit der linken Maustaste ab, dann den zweiten usw.

Schreibrichtung

Mit der rechten Maustaste dreht man den Text.

Als Option kann die Schreibrichtung (orientation) auch textuell angegeben werden. Das ist vor allem für Script-Dateien sinnvoll. Die entsprechenden Schlüsselwörter sind im ADD-Befehl aufgeführt (R0, R90 usw.).

Text wird immer so dargestellt, dass er von vorne oder von rechts zu lesen ist - auch wenn er rotiert wird. Nach zweimaligem Rotieren erscheint er deshalb wieder gleich, aber der Aufhängepunkt liegt nicht mehr links unten, sondern rechts oben. Denken Sie daran, wenn sich ein Text scheinbar nicht mehr selektieren lässt.

Wenn Sie einen Text "auf dem Kopf stehend" darstellen wollen, so können Sie das "Spin"-Flag für diesen Text setzen.

Text auf Lötseite

Texte in den Layern Bottom und bPlace werden automatisch gespiegelt.

Leerzeichen oder Strichpunkt

Sollen in einem Text mehrere aufeinanderfolgende Leerzeichen oder ein Strichpunkt enthalten sein, dann setzt man den ganzen String in Hochkommas. Sollen Hochkommas gedruckt werden, dann ist jedes einzelne in Hochkommas einzuschließen.

Schlüsselwörter

Ist der TEXT-Befehl aktiv und enthält der einzugebende Text Wörter, die EAGLE für Befehle oder Orientation-Schlüsselwörter hält (z. B. und für UNDO), dann sind diese Wörter oder der gesamte Text in Hochkommas einzuschließen.

Texthöhe

Die Zeichengröße und die Strichstärke ändert man mit den Befehlen:
CHANGE SIZE text_size •..
CHANGE RATIO ratio •..
Maximale Texthöhe: ca. 2 Zoll.
Maximale Strichstärke: 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm)
Parameter "ratio": 0...31 (% der Texthöhe).

Schriftart

Texte können in drei Schriftarten verwendet werden:
Vector der programm-interne Vektor-Font
Proportional ein Proportional-Pixel-Font (üblicherweise 'Helvetica')
Fixed ein Monospaced-Pixel-Font (üblicherweise 'Courier')

Die Schriftart wird mit CHANGE verändert:

CHANGE FONT VECTOR|PROPORTIONAL|FIXED •..
Das Programm versucht die Nicht-Vector-Schriftarten so gut wie möglich auszugeben. Da diese jedoch vom Grafik-Interface Ihres Systems gezeichnet werden, können bei Proportional- und Fixed-Schriftart Abweichungen in der Größe bzw. Länge entstehen.

Setzen Sie die Option "Immer Vektor-Schrift" im User-Interface-Dialog, werden alle Texte mit dem programm-internen Vektor-Font dargestellt und ausgegeben. Diese Einstellung ist dann sinnvoll, wenn vom System die anderen Schriftarten nicht korrekt angezeigt werden.
Beim Anlegen eines neuen Boards oder Schaltplans wird die aktuelle Einstellung in der Zeichnungsdatei gespeichert. So wird sicher gestellt (auch bei der Weitergabe an Dritte, die evtl. mit anderen Einstellungen arbeiten), dass die Datei mit Ihren Einstellungen ausgegeben wird.
Verwenden Sie SET VECTOR_FONT OFF|ON, um die Einstellungen für ein bestehendes Layout oder einen Schaltplan zu ändern.

Wenn Sie Daten mit dem CAM-Prozessor erzeugen, werden Texte immer mit Vector-Font ausgegeben. Andere Fonts werden nicht unterstützt.

Soll ein Text in einem Nicht-Vector-Font von einem Signal-Polygon subtrahiert werden, wird nur das umschließende Rechteck ausgespart. Aufgrund der oben angeführten Probleme bzgl. Einhalten von Größe und Länge der Texte, kann es sein, dass der Text über das umschließende Rechteck hinausgeht. Sollten Sie also Texte von Polygonen subtrahieren wollen, ist es höchst empfehlenswert nur den Vector-Font zu verwenden.

Der Parameter Ratio hat für Nicht-Vector-Fonts keine Bedeutung.

Zeichensatz

Eine korrekte Darstellung wird nur für die Zeichen im ASCII-Code unter 128 garantiert. Alle anderen Zeichen darüber können systemabhängig zu unterschiedlichen Darstellungen in den unterschiedlichen Schriftarten führen.

Spezielle Platzhalter-Texte

Spezielle Texte in einer Symbol- oder Package-Zeichnung, die mit '>' gekennzeichnet sind, werden durch konkreten Werten im Schaltplan bzw. Board ersetzt:

>NAME Bauteilname (ggf.+Gate-Name) 1)
>VALUE Bauteilwert/-typ 1)
>PART Bauteilname 2)
>GATE Gate-Name 2)
>XREF Bauteil-Querverweis 2)
>CONTACT_XREF Kontaktspiegel 2)
>DRAWING_NAME Zeichnungsname
>LAST_DATE_TIME Datum/Zeit der letzten Änderung
>PLOT_DATE_TIME Datum/Zeit der Plot-Erstellung
>SHEETNR Seitennummer eines Schaltplans 3)
>SHEETS Gesamtzahl der Seiten eines Schaltplans 3)
>SHEET entspricht ">SHEETNR/>SHEETS" 3)

1) Nur im Package und Symbol
2) Nur im Symbol
3) Nur im Symbol oder Schaltplan

Das Format, in welchem ein Bauteil-Querverweis angezeigt wird, kann über die "Format für Bauteil-Querverweise" Zeichenfolge im Dialog "Optionen/Einstellungen/Verschiedenes" oder über den SET Befehl festgelegt werden. Folgende Platzhalter sind definiert und können in beliebiger Reihenfolge verwendet werden:

%S die Seitennummer
%C die Spalte auf der Seite
%R die Zeile auf der Seite

Das Standard-Format ist "/%S.%C%R". Neben den definierten Platzhaltern können Sie auch beliebige andere ASCII-Zeichen verwenden.

Attribute

Soll in einer Symbol- oder Package-Zeichnung ein Attribut des konkreten Bauteils dargestellt werden, so kann hierfür ein Text mit dem Namen des Attributs und vorangestelltem '>' benutzt werden. Standardmäßig wird nur der Wert des gegebenen Attributs dargestellt. Folgt auf den Namen des Attributs eines der Zeichen '=', '~' oder '!', so geschieht die Darstellung wie folgt:

>ABC 123
>ABC=ABC = 123
>ABC~ABC
>ABC!nothing
Beachten Sie bitte, dass es für jeden Attribut-Namen nur einen solchen Text pro Symbol bzw. Package geben sollte. Werden mehrere solcher Texte in einem Symbol bzw. Package verwendet, die alle den gleichen Attribut-Namen referenzieren, so wird nur einer davon angezeigt, wenn das Bauteil, welches dieses Symbol bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch
REDO, SET, Forward&Back-Annotation

Mit dem Befehl UNDO kann man Befehle rückgängig machen. Das ist insbesondere dann nützlich, wenn man z. B. versehentlich etwas gelöscht hat. Die mehrmalige Eingabe von UNDO macht entsprechend viele Befehle rückgängig. Das geht bis zum Zustand nach dem letzen EDIT-, OPEN-, AUTO oder REMOVE-Befehl. Diese Befehle löschen die Vorgeschichte.

Die UNDO-Funktion benötigt Platz auf der Platte und kann die Eingabe von Script-Dateien erheblich verlangsamen. Sie lässt sich bei Bedarf mit dem Befehl

SET UNDO_LOG OFF;
abschalten.

UNDO/REDO ist vollkommen in den Mechanismus der Forward&Back-Annotation integriert.

UPDATE

Funktion
Aktualisiert Bibliotheks-Elemente.
Syntax
UPDATE
UPDATE;
UPDATE library_name..;
UPDATE package_name@library_name..;
UPDATE +@ | -@ [library_name..];
UPDATE old_library_name = new_library_name;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der UPDATE-Befehl vergleicht Bauteile in einem Layout oder Schaltplan mit den zugehörigen Bibliothekselementen und aktualisiert diese, sofern Unterschiede festgestellt werden. Wird UPDATE im Bibliotheks-Editor ausgeführt, so werden die in der geladenen Bibliothek befindlichen Packages aus den angegebenen Bibliotheken aktualisiert.

Wird der UPDATE-Befehl ohne Parameter aufgerufen, öffnet sich ein Datei-Dialog, aus dem man die Bibliothek wählt, deren Bauteile mit den Definitionen in der Zeichnung verglichen werden soll.

Werden eine oder mehrere Bibliotheken angegeben, überpüft das Programm alle Bauteile aus diesen Bibliotheken. Der Bibliotheksname kann entweder als einfacher Name (wie "ttl" oder "ttl.lbr") oder mit voller Pfadangabe (wie "/home/mydir/myproject/ttl.lbr" oder "../lbr/ttl") angegeben werden.

Update im Layout oder Schaltplan

Wird der Befehl ohne Parameter mit einem ';' abgeschlossen, werden alle Bauteile überprüft.

Falls der erste Parameter '+@' ist, werden die Namen der angegebenen Bibliotheken (oder aller Bibliotheken, falls keine angegeben wurden) um das '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl erweitert. Dies kann dazu benutzt werden um sicherzustellen, dass die in einer Zeichnung enthaltenen Bibliotheken nicht verändert werden wenn ein Bauteil aus einer neueren Bibliothek gleichen Namens in die Zeichnung eingefügt wird. Bibliotheksnamen die bereits mit dem '@'-Zeichen gefolgt von einer Zahl enden werden nicht verändert.

Falls der erste Parameter '-@' ist, wird das '@'-Zeichen (gefolgt von einer Zahl) vom Ende der angegebenen Bibliotheksnamen (oder aller Bibliotheksnamen, falls keine angegeben wurden) entfernt. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn sich noch keine Bibliothek mit diesem neuen Namen in der Zeichnung befindet.

Bitte beachten Sie, dass "UPDATE +@;" gefolgt von "UPDATE -@;" (und umgekehrt) nicht unbedingt die ursprüngliche Folge von Bibliotheksnamen ergeben muss, da die Reihenfolge, in der die Namen bearbeitet werden, von der Reihenfolge der Bibliotheken in der Zeichnungsdatei abhängt.

Die Bibliotheksdefinitionen, die in einem Schaltplan oder Board gespeichert sind, werden nur anhand des Bibliotheksnamens (z. B. "ttl") identifiziert. Bei der Entscheidung ob das Bauteil überprüft werden soll oder nicht, wird nur dieser Name berücksichtigt. Die Bibliotheken werden in den unter "Libraries" im Directories-Dialog angegebenen Verzeichnissen, von links nach rechts, gesucht. Die erste Bibliothek mit dem angegebenen Namen, die in den Verzeichnissen gefunden wird, wird verwendet. Bitte beachten Sie, dass bei den Bibliotheksnamen nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Es ist nicht relevant ob die gesuchte Bibliothek zur Zeit "in use" ist oder nicht. Kann eine Bibliothek nicht gefunden werden, findet auch kein Update statt. In diesem Fall wird keine Fehlermeldung ausgegeben.

Wird der UPDATE-Befehl in einem Schaltplan oder Board gestartet, und sind diese über die Forward&Back Annotation verbunden, aktualisiert EAGLE die Bauteile in beiden Dateien.

In manchen Fällen wird es notwendig sein anzugeben, ob Gates, Pins oder Pads aufgrund ihres Namens oder ihrer Koordinaten zugeordnet werden sollen. Das ist dann der Fall, wenn die zugehörigen Bibliotheksobjekte verschoben oder umbenannt wurden. Wenn zuviele Änderungen gemacht wurden (z. B. wurde ein Pin verschoben und umbenannt), ist ein automatisches Aktualisieren nicht möglich. In diesem Fall sollte man die Bibliotheksänderung entweder in mehreren Schritten machen (erst Umbenennen, dann Verschieben) oder das ganze Element umbenennen, so dass es nicht getauscht wird.

In der Notation old_library_name = new_library_name (beachten Sie, dass vor und nach dem '=' Zeichen jeweils mindestens ein Leerzeichen stehen muss) sucht der UPDATE-Befehl die Bibliothek old_library_name im aktuellen Board oder Schaltplan und aktualisiert diese mit dem Inhalt von new_library_name. Hierbei ist zu beachten, dass old_library_name ein reiner Bibliotheksname sein muss, ohne Pfad, während new_library_name ein vollständiger Pfadname sein kann. Wurde der Update erfolgreich ausgeführt, so wird auch die Bibliothek im aktuellen Board oder Schaltplan entsprechend umbenannt - aus diesem Grund ist diese ganze Operation natürlich nur dann möglich, wenn new_library_name bisher im aktuellen Board oder Schaltplan noch nicht verwendet wurde.

Achtung: Nach jedem Library Update in einem Layout oder Schaltplan sollten Sie unbedingt einen Design Rule Check (DRC) und einen Electrical Rule Check (ERC) durchführen!

Update in einer Bibliothek

Beim Update in einer Bibliothek werden alle in dieser befindlichen Packages durch die entsprechenden Versionen aus den angegebenen Bibliotheken ersetzt.

Durch die Angabe des Package-Namens (package_name@library_name) kann dafür gesorgt werden, dass nur ein ganz bestimmtes Package ersetzt wird.

USE

Funktion
Bibliothek zur Benutzung markieren.
Syntax
USE
USE -*;
USE library_name..;
Siehe auch
ADD, REPLACE

Der USE-Befehl markiert eine Bibliothek so, dass sie für die Befehle ADD oder REPLACE verfügbar ist.

Rufen Sie den USE-Befehl ohne Parameter auf, öffnet sich ein Datei-Dialog aus dem man eine Bibliotheksdatei auswählen kann. Falls für Bibliotheken im "Optionen/Verzeichnisse"-Dialog ein Pfad definiert wurde, erscheinen im Datei-Dialog die Bibliotheken aus diesem Verzeichnis.

Der spezielle Parameter -* bewirkt, dass alle bisher markierten Bibliotheken aufgegeben werden.

library_name kann der volle Name einer Bibliothek oder ein teilqualifizierter Name sein. Falls library_name der Name eines Verzeichnisses ist, werden alle Bibliotheken aus diesem Verzeichnis markiert.

Der Suffix .lbr braucht nicht angegeben zu werden.

EAGLE übernimmt die komplette Bibliotheksinformation in die Zeichnung, deshalb ist die Bibliothek zum Bearbeiten fertiger Platinen nicht mehr erforderlich.

Änderungen an einer Bibliothek wirken sich nicht auf Elemente in den schon bestehenden Zeichnungen aus. Siehe UPDATE-Befehl, um Bauteile durch aktualisierte Bibliothekselemente zu ersetzen.

Auswählen der Bibliotheken über das Control Panel

Wenn eine Bibliothek, die Sie benutzen wollen im Bibliotheks-Editor verändert und noch nicht gespeichert wurde, werden Sie gefragt, ob die Datei jetzt gespeichert werden soll oder nicht. Beantworten Sie diese Frage mit Yes, wird die Datei gespeichert und Sie benutzen die modifizierte Datei. Antworten Sie mit No, wird die Datei nicht gespeichert und Sie benutzen die Bibliothek unverändert, so wie sie auf der Festplatte gespeichert ist. Die Schaltfläche Cancel bricht den Befehl ab, so dass weder die Datei gespeichert noch diese Bibliothek "in use" ist. Bibliotheken können im Control Panel als "in use" markiert werden, indem Sie auf den Marker klicken, der seine Farbe ändert, um anzuzeigen, ob die Bibliothek "in use" ist, oder durch die Auswahl des Punkts "Use" im Kontext-Menü des Bibliothekseintrags in der Baumansicht. Im Kontext-Menü gibt es die Möglichkeit alle all oder keine none der Bibliotheken zu wählen.

Bibliotheken "in use" und Projekte

Die Bibliotheken, die "in use" sind, werden in der Projekt-Datei (eagle.epf) gespeichert, sofern ein Projekt geladen ist.

Beispiele

USE öffnet den Datei-Dialog zur Auswahl einer Bibliothek
USE -*; gibt alle vorher mit USE markierten Bibliotheken auf
USE demo trans*; markiert die Bibliothek demo.lbr und alle Bibliotheken mit Namen trans*.lbr
USE -* /eagle/lbr; gibt zunächst alle bereits makierten Bibliotheken auf und markiert dann alle Bibliotheken aus dem Verzeichnis /eagle/lbr

VALUE

Funktion
Elementwert eintragen und ändern.
Syntax
VALUE •..
VALUE wert •..
VALUE name wert ..
VALUE ON;
VALUE OFF;
Siehe auch
NAME, SMASH

In Platine und Schaltplan

Elemente kann man mit einem Wert versehen, etwa 10k bei einem Widerstand. Bei ICs trägt man anstelle des Wertes sinnvollerweise den Typ ein (z. B. 7400). Den Wert bzw. Typ trägt man mit dem VALUE-Befehl ein. Der Befehl selektiert das nächstgelegene Element und öffnet ein Popup-Menü, in dem man einen neuen Wert festlegen oder den bisherigen verändern kann.

Gibt man wert an, bevor man das Element mit der Maus selektiert, dann erhalten alle nachfolgend selektierten Elemente diesen Wert. Das ist sehr praktisch, wenn man z. B. eine ganze Reihe von ICs auf denselben Wert setzen will.

Werden name und wert angegeben, so erhält das Element name den angegebenen Wert.

Beispiel

VALUE R1 10k R2 100k
Hier wurde mehreren Elementen in einem Befehl je ein Wert zugewiesen. Diese Möglichkeit lässt sich auch in Script-Dateien nach folgendem Muster ausnutzen:
VALUE R1   10k \
      R2  100k \
      R3  5.6k \
      C1  10uF \
      C2  22nF \
      ...
Der Backslash ('\') verhindert, dass in der nächsten Zeile ein Parameter mit einem Schlüsselwort verwechselt wird.

Im Device: Wert oder Typ

Wendet man den VALUE-Befehl im Device-Editier-Modus an, dann sind die Parameter On und Off zulässig.

On: Anstelle des Platzhalters VALUE (im Symbol definiert) kann im Schaltplan der aktuelle Wert eingegeben werden.

Off: Anstelle des Platzhalters VALUE erscheint im Schaltplan der Device-Name (z.B. 74LS00N). Er lässt sich im Schaltplan nur nach Rückfrage mit dem VALUE-Befehl verändern.

VIA

Funktion
Plazieren von Durchkontaktierungen in Platinen.
Syntax
VIA ['signal_name'] [diameter] [shape] [layers] [flags] •..
Siehe auch
SMD, CHANGE, DISPLAY, SET, PAD, Design Rules

Der VIA-Befehl plaziert ein Via in einer Platine. Dabei fügt er das Via zu einem Signal hinzu (falls es auf einer Leitung plaziert wird). Werden durch das Via zwei oder mehrere Signale verbunden, so erfolgt eine Nachfrage, ob dies wirklich beabsichtgt ist.

Signalname

Der Parameter signal_name ist in erster Linie für die Anwendung in Script-Dateien gedacht, die generierte Daten einlesen. Wenn ein Signalname angegeben ist, werden alle folgenden Vias mit diesem Signal verbunden, und es wird keine automatische Prüfung durchgeführt.
Diese Möglichkeit ist mit großer Vorsicht einzusetzen, da es zu Kurzschlüssen kommen kann, wenn ein Via so plaziert wird, dass es unterschiedliche Signale verbindet. Bitte führen Sie deshalb einen Design Rule Check durch, nachdem Sie den VIA-Befehl mit dem Parameter signal_name benutzt haben!

Via-Durchmesser und Bohrdurchmesser

Die Eingabe eines Durchmessers vor dem Plazieren ändert die Größe des Vias. Der Durchmesser wird in der aktuellen Maßeinheit angegeben. Er darf maximal 0.51602 Zoll (ca. 13.1 mm) betragen.

Die eingegebene Größe bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Der Bohrdurchmesser entspricht dem Durchmesser, der für Pads eingestellt ist. Er lässt sich mit

CHANGE DRILL durchmesser •
einstellen und verändern.

Vias erzeugen Bohrsymbole im Layer Drills und die Lötstopmaske in den Layern tStop/bStop.

Via-Form

Ein Via kann eine der folgenden Formen (shape) haben:

Square quadratisch
Round rund
Octagon achteckig

Diese Formen gelten nur für die Aussenlagen (Top bzw. Bottom). In den Innenlagen ist die Form immer "rund".

Die Via-Form kann entweder (wie der Durchmesser) eingegeben werden, während der VIA-Befehl aktiv ist, oder sie kann mit dem Befehl

CHANGE SHAPE shape •
verändert werden.

Die eingegebene Form bleibt für nachfolgende Operationen erhalten.

Beachten Sie bitte, dass die tatsächlichen Werte für Via-Form und -Durchmesser durch die Design Rules des Boards bestimmt werden, in dem das Via verwendet wird.

l bzw. Package verwendet, gesmasht wird.

Überstrichener Text

Text kann überstrichen werden, was zum Beispiel sinnvoll ist für die Namen von negierten Signalen ("active low", siehe auch NET, BUS und PIN). Hierfür muss dem Text ein Ausrufezeichen ('!') vorangestellt werden, wie in
  !RESET
was als
  _____
  RESET
dargestellt würde. Diese Möglichkeit ist nicht auf Signalnamen beschränkt, sondern kann in allen Texten benutzt werden. Man kann auch nur einen Teil eines Textes überstreichen, wie in
  !RST!/NMI
  R/!W
was als
  ___
  RST/NMI
    _
  R/W
dargestellt würde. Beachten Sie das zweite Ausrufezeichen, welches das Ende des Überstrichs markiert. Ein Text kann beliebig viele Überstriche enthalten. Soll ein Text ein Ausrufezeichen enthalten, welches keinen Überstrich erzeugt, so muss diesem ein Backslash vorangestellt werden. Um die Notwendigkeit von Backslashes auf ein Minimum zu reduzieren startet ein Ausrufezeichen einen Überstrich dann nicht, wenn es das letzte Zeichen eines Textes ist, oder wenn es unmittelbar von einem Leerzeichen, einem weiteren Ausrufezeichen, einem Apostroph, einem Anführungszeichen oder einer schließenden runden, eckigen oder geschweiften Klammer gefolgt wird. Ein Ausrufezeichen bzw. Komma ohne vorangestellten Backslash, das nach einem Ausrufezeichen steht, welches einen Überstrich begonnen hat, beendet den Überstrich (dass das Komma einen Überstrich beendet ist notwendig für Busse).

UNDO

Funktion
Vorhergehende Befehle zurücknehmen.
Syntax
UNDO;
Tastatur
F9: UNDO UNDO-Befehl ausführen. Alt+BS: UNDO
Siehe auch