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Anleitung zum Absichern von Debian
Kapitel 11 - Häufig gestellte Fragen / Frequently asked Questions (FAQ)


Dieses Kapitel führt Sie in ein paar der am häufigsten gestellten Fragen in der Security-Mailingliste von Debian ein. Sie sollten sie lesen, bevor Sie dort etwas posten, oder die Leute werden Ihnen "RTFM!" sagen.


11.1 Sicherheit im Debian Betriebssystem


11.1.1 Ist Debian sicherer als X?

Ein System ist so sicher, wie der Administrator fähig ist, es sicher zu machen. Debians Standardinstallation von Diensten zielt darauf ab, sicher zu sein. Sie ist aber nicht so paranoid wie andere Betriebssysteme, die Dienste standardmäßig abgeschaltet. In jedem Fall muss der Systemadministrator die Sicherheit des System den lokalen Sicherheitsmaßstäben anpassen.

Für eine Übersicht der Sicherheitslücken von vielen Betriebssystemen sollten Sie sich http://securityfocus.com/vulns/stats.shtml ansehen. Sind diese Daten nützlich? Die Seite führt verschiedene zu berücksichtigende Faktoren auf, wenn die Daten interpretiert werden, und warnt davor, die Verwundbarkeiten eines Betriebssystems mit denen eines anderen zu vergleichen. [55] Bedenken Sie außerdem, dass sich einige Sicherheitslücken von Bugtraq im Zusammenhang mit Debian nur auf den Unstable-Zweig beziehen.


11.1.1.1 Ist Debian sicherer als andere Linux-Distributionen (wie Red Hat, SuSE, ...)?

Der Unterschied zwischen den Linux-Distributionen ist nicht sehr groß mit Ausnahme der Basisinstallation und dem Paketmanagement. Die meisten Distributionen beinhalten zum Großteil die gleichen Anwendungen. Der Hauptunterschied besteht in den Versionen dieser Programme, die mit der stabilen Veröffentlichung der Distribution ausgeliefert werden. Zum Beispiel sind der Kernel, Bind, Apache, OpenSSH, XFree, gcc, zlib, etc. in allen Linux-Distributionen vorhanden.

Ein Beispiel: Red Hat hatte Pech und wurde veröffentlicht, als foo 1.2.3 aktuell war. Später wurde darin eine Sicherheitslücke entdeckt. Dagegen hatte Debian das Glück, dass es mit foo 1.2.4 ausgeliefert wurde, in dem der Fehler schon behoben war. Das war der Fall beim großen Problem mit rpc.statd vor ein paar Jahren.

Es besteht eine weitgehende Zusammenarbeit zwischen den jeweiligen Sicherheitsteams der großen Linux-Distributionen. Bekannte Sicherheitsaktualisierungen werden selten (wenn nicht sogar nie) von den Anbietern der Distribution nicht eingespielt. Das Wissen um eine Sicherheitslücke wird niemals vor anderen Anbietern von Distributionen geheim gehalten, da die Ausbesserungen gewöhnlich vom Programmautor oder von CERT koordiniert werden. Das hat zur Folge, dass notwendige Sicherheitsaktualisierungen üblicherweise zur selben Zeit veröffentlicht werden. Damit ist die relative Sicherheit der verschiedenen Distributionen ziemlich ähnlich.

Einer großen Vorteile von Debian in Hinblick auf die Sicherheit ist die Leichtigkeit von Systemaktualisierungen mit apt. Hier sind ein paar andere Aspekte über die Sicherheit in Debian, die Sie berücksichtigen sollten:


11.1.2 In Bugtraq gibt es viele Debian-Fehler. Heißt das, dass es sehr gefährdet ist?

Die Debian-Distribution enthält eine große und wachsende Zahl von Softwarepaketen, wahrscheinlich sogar mehr als mit vielen proprietären Betriebssystem geliefert wird. Je mehr Pakete installiert sind, desto größer ist die Möglichkeit von Sicherheitslücken in einem System.

Immer mehr Menschen untersuchen den Quellcode, um Fehler zu entdecken. Es gibt viele Anweisungen im Zusammenhang mit Audits des Quellcodes von großen Softwarekomponenten, die in Debian enthalten sind. Immer wenn ein solcher Audit Sicherheitslücken aufdeckt, werden sie ausgebessert und eine Anweisung wird an Listen wie Bugtraq geschickt.

Fehler, die in der Debian-Distribution vorhanden sind, betreffen normalerweise auch andere Anbieter und Distributionen. Prüfen Sie einfach den "Debian specific: yes/no"-Abschnitt am Anfang jeder Anweisung (DSA).


11.1.3 Hat Debian irgendein Zertifikat für Sicherheit?

Die kurze Antwort: Nein.

Die lange Antwort: Zertifikate kosten Geld (besonders ein seriöses Sicherheitszertifikat). Niemand hat die Ressourcen aufgebracht, um Debian GNU/Linux beispielsweise mit irgendeinem Level des Common Criteria zertifizieren zu lassen. Wenn Sie daran interessiert sind, eine GNU/Linux-Distribution mit Sicherheitszertifikaten zu haben, stellen Sie uns die Ressourcen zur Verfügung, um dies möglich zu machen.

Es gibt im Moment mindestens zwei Linux-Distributionen, die mit verschiedenen EAL Levels zertifiziert sind. Beachten Sie, dass einige CC-Tests im Linux Testing Project vorhanden sind, welche in Debian durch ltp angeboten wird.


11.1.4 Gibt es irgendein Abhärtungsprogramm für Debian?

Ja. Bastille Linux, das sich ursprünglich an anderen Linux-Distributionen (Red Hat und Mandrake) orientierte, funktioniert derzeit auch mit Debian. Es sind Maßnahmen eingeleitet, um Änderungen am Originalprogramm auch in das Debianpaket bastille einfließen zu lassen.

Manche Leute glauben jedoch, dass ein Absicherungsprogramm nicht die Notwendigkeit einer guten Administration ersetzt.


11.1.5 Ich möchte einen XYZ-Dienst laufen lassen. Welchen sollte ich benutzen?

Einer der größten Stärken von Debian ist die große Vielfalt von Paketen, die die gleichen Funktionen erfüllen (DNS-Server, Mail-Server, FTP-Server, Web-Server etc.). Das kann einen unerfahrenen Administrator verwirren, wenn er herausfinden will, welches Paket das richtige für ihn ist. Die beste Wahl hängt in der Balance zwischen Ihrem Bedürfnis nach Funktionalität und dem nach Sicherheit in der jeweiligen Situation ab. Im folgenden einige Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie zwischen ähnlichen Paketen entscheiden müssen:


11.1.6 Wie mache ich den Dienst XYZ unter Debian sicherer?

Sie werden in diesem Dokument Informationen über das Absichern von einigen Diensten (FTP, Bind) unter Debian GNU/Linux finden. Für Dienste die hier nicht abgedeckt werden, prüfen Sie die Programm-Dokumentation oder allgemeine Linux-Informationen. Die meisten Sicherheitshinweise für Unix-Systeme sind auch auf Debian anwendbar. So wird Dienst X unter Debian in den meisten Fällen wie in einer anderen Linux-Distribution (oder Un*x, was das betrifft) abgesichert.


11.1.7 Wie kann ich die Banner der Dienste entfernen?

Wenn Sie z.B. nicht wollen, dass Nutzer sich mit Ihrem POP3-Daemon verbinden und dadurch Informationen über Ihr System erlangen, sollten Sie das Banner, das der Dienst den Nutzern zeigt, entfernen (oder verändern). [57] Wie Sie das anstellen können. hängt von der Software ab, mit der Sie einen bestimmten Dienst betreiben. Für postfix stellen Sie beispielsweise das SMTP-Banner in /etc/postfix/main.cf ein:

      
       smtpd_banner = $myhostname ESMTP $mail_name (Debian/GNU)

Andere Software kann nicht so leicht verändert werden. OpenSSH muss neukompiliert werden, um die angezeigte Version zu ändern. Stellen Sie sicher, dass sie nicht den ersten Teil des Banners (SSH-2.0) entfernen, da Clients ihn verwenden, um die von Ihrem Paket unterstützten Protokolle zu identifizieren.


11.1.8 Sind alle Debian Pakete sicher?

Das Sicherheitsteam von Debian kann nicht alle Pakete aus Debian auf potenzielle Sicherheitslücken hin analysieren, da es einfach nicht genug Ressourcen gibt, um für das gesamte Projekt ein Quellcodeaudit durchzuführen. Allerdings profitiert Debian von den Quellcode-Prüfungen durch die Originalautoren.

Tatsächlich könnte ein Debian-Entwickler in einem Paket einen Trojaner verbreiten, und es gibt keine Möglichkeit das nachzuprüfen. Sogar wenn es in einen Zweig von Debian eingeführt werden würde, wäre es unmöglich, alle möglichen Situationen abzudecken, in denen der Trojaner ausgeführt werden würde. Das ist der Grund, warum Debian eine "Keine Gewährleistung"-Klausel in seiner Lizenz hat.

Allerdings können Debian-Benutzer insofern Vertrauen fassen, dass der stabile Quellcode eine breite Prüfung hinter sich hat. Die meisten Probleme würden dabei durch Benutzung entdeckt. Es ist zu empfehlen, ungetestete Software auf kritischen Systemen zu installieren, wenn Sie nicht die notwendige Code-Prüfung vornehmen können. In jedem Fall gewährleistet der Aufnahmeprozess in die Distribution (mit digitalen Signaturen), dass im Falle von in die Distribution eingeschleusten Sicherheitsproblemen das Problem letztendlich zum Entwickler zurückgeführt werden kann. Das Debian-Projekt hat diese Angelegenheiten nie auf die leichte Schulter genommen.


11.1.9 Warum sind einige Log- und Konfigurationsdateien für die Welt lesbar? Ist das nicht unsicher?

Natürlich können Sie die Standardrecht von Debian auf Ihrem System abändern. Der aktuelle Grundsatz in Bezug auf Log- und Konfigurationsdateien besagt, dass sie für die Welt lesbar sind, es sei denn, sie enthalten sensible Informationen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Änderungen vornehmen:

FIXME: Check if this is written in the Policy. Some packages (i.e. ftp daemons) seem to enforce different permissions.


11.1.10 Warum hat /root/ (oder NutzerX) die Rechte 755?

Tatsächlich kann die gleiche Frage auch für jeden anderen Nutzer gestellt werden. Da Debians Standardinstallation keine Dateien unter diesem Verzeichnis abgelegt, sind keine sensiblen Informationen vorhanden, die geschützt werden müssten. Wenn Sie denken, dass diese Rechte für Ihr System zu locker sind, können Sie sie auf 750 einschränken. Für Nutzer sollten Sie Begrenzung des Zugangs zu Informationen anderer Nutzer, Abschnitt 4.10.12.1 lesen.

Dieser Thread der Sicherheitsmailingliste von Debian hat weitere Ausführungen zu diesem Thema.


11.1.11 Nach der Installation von grsec oder einer Firewall bekomme ich viele Nachrichten auf der Konsole. Wie entferne ich sie?

Wenn Sie Nachrichten auf der Konsole empfangen und /etc/syslog.conf so eingerichtet haben, dass sie in Dateien oder auf ein spezielles TTY umgeleitet werden, sehen Sie vielleicht Nachrichten, die direkt an die Konsole geschickt werden.

Der Standardloglevel der Konsole ist bei jeden Kernel sieben, was bedeutet, dass alle Nachrichten mit einer niedrigeren Priorität auf der Konsole erscheinen werden. Für gewöhnlich haben Firewalls (die LOG-Regel) und einige andere Sicherheitswerkzeuge eine niedrigere Log-Priorität. Daher werden ihre Logs direkt an die Konsole geschickt.

Um die Nachrichten, die an die Konsole geschickt werden, nicht verringern, können Sie dmesg (Option -n, vergleichen Sie dmesg(8)) verwenden, das den Ringspeicher des Kernel untersucht und steuert. Damit das nach dem nächsten Neustart in Ordnung ist, ändern Sie in /etc/init.d/klogd

       KLOGD=""

zu

       KLOGD="-c 4"

ab.

Verwenden Sie eine niedrigere Nummer für -c, wenn Sie immer noch unerwünschte Nachrichten sehen. Eine Beschreibung der verschiedenen Loglevels befindet sich in /usr/include/sys/syslog.h:

       #define LOG_EMERG       0       /* system is unusable */
       #define LOG_ALERT       1       /* action must be taken immediately */
       #define LOG_CRIT        2       /* critical conditions */
       #define LOG_ERR         3       /* error conditions */
       #define LOG_WARNING     4       /* warning conditions */
       #define LOG_NOTICE      5       /* normal but significant condition */
       #define LOG_INFO        6       /* informational */
       #define LOG_DEBUG       7       /* debug-level messages */

11.1.12 Benutzer und Gruppen des Betriebssystems


11.1.12.1 Sind alle Systemnutzer notwendig?

Ja und nein. Debian wird mit einigen vordefinierten Nutzern (User-ID (UID) < 99, beschrieben in der Debian Policy oder in /usr/share/doc/base-passwd/README) geliefert. Dadurch wird die Installation einiger Dienste erleichtert, für die es notwendig ist, unter einem passenden Nutzer/UID zu laufen. Wenn Sie nicht vorhaben, neue Dienste zu installieren, können Sie die Nutzer entfernen, denen keine Dateien auf Ihrem System gehören und die keine Dienste laufen lassen. Unabhängig davon ist das Standardverhalten in Debian, dass UIDs von 0 bis 99 reserviert sind und UIDs von 100 bis 999 von Paketen bei der Installation erstellt werden und gelöscht werden, wenn das Pakete vollständig gelöscht wird (purge) wird.

Nutzer, denen keine Dateien gehören, finden Sie leicht mit dem folgenden Kommando (führen Sie es als Root aus, da ein normaler Nutzer nicht genügend Zugriffsrechte haben könnte, um einige sensible Verzeichnisse zu durchsuchen):

       cut -f 1 -d : /etc/passwd | \
       while read i; do find / -user "$i" | grep -q . && echo "$i"; done

Diese Nutzer kommen aus dem Paket base-passwd. Sie finden Informationen über die Behandlung dieser Nutzer unter Debian in der Dokumentation des Pakets. Es folgt nun eine Liste der Standardnutzer (mit einer entsprechenden Gruppe):

Andere Gruppe, die keinen dazugehörigen Benutzer haben:


11.1.12.2 Ich entfernte einen Systembenutzer! Wie kann ich dies rückgängig machen?

Wenn Sie einen Systembenutzer entfernt und kein Backup Ihrer password- und group-Dateien haben, können Sie versuchen, diesen mittels update-passwd (vergleichen Sie update-passwd(8)) wiederherzustellen.


11.1.12.3 Was ist der Unterschied zwischen den Gruppen adm und staff?

Die Gruppe 'adm' besteht üblicherweise aus Administratoren. Die Rechte dieser Gruppe erlauben es ihnen, Log-Dateien zu lesen, ohne su benutzen zu müssen. Die Gruppe 'staff' ist gewöhnlich für Kundendienst- und Junioradministratoren bestimmt und gibt ihnen die Möglichkeit, Dinge in /usr/local zu erledigen und Verzeichnisse in /home anzulegen.


11.1.13 Warum gibt es eine neue Gruppe, wenn ich einen neuen Nutzer anlege? (Oder warum gibt Debian jedem Nutzer eine eigene Gruppe?)

Das Standardverhalten von Debian ist, dass jeder Nutzer seine eigene, persönliche Gruppe hat. Das traditionelle UN*X-Modell weist alle Benutzer der Gruppe users zu. Zusätzliche Gruppe werden erstellt, um den Zugang zu gemeinsam genutzten Dateien, die mit verschiedenen Projektverzeichnissen verbunden sind, einzuschränken. Die Dateiverwaltung wurde schwierig, wenn ein einzelner Nutzer an verschiedenen Projekten arbeitete, da, wenn jemand eine Datei erstellte, diese mit der primären Gruppe des Erstellers (z.B. 'users') verbunden war.

Das Modell von Debian löst dieses Problem, indem es jedem Nutzer seine eigene Gruppe zuweist. So wird mit einer korrekten Umask (0002) und mit dem SETGID-Bit für ein Projektverzeichnis den Dateien, die in diesem Verzeichnis erstellt werden, automatisch die richtige Gruppe zugewiesen. Das erleichtert die Arbeit von Menschen, die an verschiedenen Projekten arbeiten, da sie nicht die Gruppe oder Umasks ändern müssen, wenn sie mit gemeinsam genutzten Dateien arbeiten.

Sie können allerdings dieses Verhalten verändern, indem Sie /etc/adduser.conf modifizieren. Ändern Sie die Variable USERGROUPS auf 'no' ab. Dadurch wird keine neue Gruppe erstellt, wenn ein neuer Nutzer angelegt wird. Sie sollten auch USERS_GID die GID der Gruppe zuweisen, der alle Nutzer angehören.


11.1.14 Fragen über Dienste und offene Ports


11.1.14.1 Warum werden Dienste während der Installation aktiviert?

Das ist der Annäherung an das Problem, auf der einen Seite sicherheitsbewusst und auf der anderen Seite benutzerfreundlich zu sein. Anders als OpenBSD, das alle Dienste abschaltet, bis sie vom Administrator aktiviert werden, aktiviert Debian GNU/Linux alle installierten Dienste, bis sie abgeschaltet werden (siehe dazu Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1). Immerhin haben Sie den Dienst installiert, oder?

Es gab viele Diskussionen auf Debian-Mailinglisten (sowohl auf debian-devel als auch auf debian-security) darüber, welches die bessere Vorgehensweise für eine Standardinstallation ist. Jedoch gab es bisher (10. März 2002) keinen Konsens.


11.1.14.2 Kann ich inetd entfernen?

Inetd ist nicht leicht zu entfernen, da netbase von dem Paket abhängt, das es enthält (netkit-inetd). Wenn Sie es entfernen wollen, können Sie es entweder abschalten (siehe Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1) oder das Paket entfernen, indem Sie das Paket equivs benutzen.


11.1.14.3 Warum muss ich Port 111 offen haben?

Port 111 ist sunrpcs Portmapper und wird standardmäßig bei der Grundinstallationen eines Debian-Systems eingerichtet, da es keine Möglichkeit gibt herauszubekommen, wann ein Programm eines Nutzers RPC gebrauchen könnte, um korrekt zu arbeiten. Jedenfalls wird es meistens von NFS benutzt. Wenn Sie kein NFS benutzen, entfernen Sie es, wie in Sichern von RPC-Diensten, Abschnitt 5.13 erklärt.

In Versionen des Pakets portmap später als 5-5 können Sie sogar den Portmapper installieren, aber ihn nur auf dem Localhost lauschen lassen (dazu müssen Sie /etc/default/portmap verändern).


11.1.14.4 Wozu ist der identd (Port 113) da?

Der Dienst Identd ist ein Authentisierungdienst, der den Besitzer einer bestimmten TCP/IP-Verbindung zu einem entfernten Server, der die Verbindung annimmt, identifiziert. Wenn ein Benutzer sich mit einem entfernten Host verbindet, schickt inetd auf dem entfernten Host üblicherweise eine Anfrage an Port 113 zurück, um Informationen über den Besitzer herauszufinden. Er wird häufig von Mail-, FTP- und IRC-Servern eingesetzt. Er kann auch dazu verwendet werden, um einen Nutzer Ihres lokalen Systems, der ein entferntes System angreift, aufzuspüren.

Es gab ausführliche Diskussionen über die Sicherheit von identd (siehe in den Archiven der Mailingliste. Im Allgemeinen ist identd auf Multi-User-Systemen nützlicher als auch einer Workstation mit nur einem Benutzer. Wenn Sie keine Verwendung von ihn haben, sollten Sie ihn abschalten, damit Sie keinen Dienst für die Außenwelt offen lassen. Wenn Sie sich entscheiden, den identd-Port mit einer Firewall zu blockieren, benutzen Sie bitte die Regel 'reject' und nicht die Regel 'deny', da andernfalls eine Verbindung zu einem Server, die identd verwendet, bis zu einer Zeitüberschreitung hängen bleiben wird (lesen Sie dazu reject or deny issues).


11.1.14.5 Ich habe Dienste, die die Ports 1 und 6 verwenden. Welche sind das und wie kann ich sie entfernen?

Sie führen den Befehl netstat -an aus und erhalten Folgendes:

       Active Internet connections (servers and established)
       Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State
       PID/Program name
       raw        0      0 0.0.0.0:1               0.0.0.0:*               7
       -
       raw        0      0 0.0.0.0:6               0.0.0.0:*               7
       -

Sie sehen nicht Prozesse, die auf dem TCP/UDP-Port 1 und 6 lauschen. Tatsächlich sehen Sie einen Prozess, der auf einem Raw-Socket für Protokoll 1 (ICMP) und 6 (TCP) lauscht. Ein solches Verhalten ist für Trojaner und einige Systeme zur Eindringlingserkennung wie iipl, iplogger und portsentry üblich. Wenn Sie diese Paket besitzen, löschen Sie sie einfach. Falls nicht, versuchen Sie mit netcats Option -p (Prozess) herauszufinden, welcher Prozess diese Lauscher betreibt.


11.1.14.6 Ich habe festgestellt, dass ich den folgenden Port (XYZ) offen habe. Kann ich ihn schließen?

Ja, natürlich. Die Ports, die Sie offen lassen, hängen von Ihrem individuellen Regelwerk bezüglich öffentlich zugänglicher Dienste ab. Prüfen Sie, ob sie von inetd (siehe Abschalten von inetd oder seinen Diensten, Abschnitt 3.6.2) oder von anderen installierten Paketen geöffnet werden, und leiten Sie passende Maßnahmen ein (d.h. konfigurieren Sie inetd, entfernen Sie das Paket, verhindern Sie, dass der Dienst beim Booten gestartet wird).


11.1.14.7 Hilft das Löschen von Diensten aus /etc/services, um meinen Rechner abzusichern.

Nein, /etc/services stellt nur eine Verbindung zwischen virtuellem Namen und Portnummer her. Das Entfernen von Namen aus dieser Datei verhindert (üblicherweise) nicht, dass ein Dienst gestartet wird. Manche Daemonen starten vielleicht nicht, wenn /etc/services verändert wurde, aber das ist nicht die Norm. Um einen Dienst richtig abzuschalten, sehen Sie sich Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1 an.


11.1.15 Allgemeine Sicherheitsfragen


11.1.15.1 Ich habe mein Passwort vergessen und kann auf das System nicht mehr zugreifen!

Die nötigen Schritte, um wieder Zugriff erhalten, hängen davon ab, ob Sie die vorgeschlagene Prozedur zum Absichern von lilo und BIOS durchgeführt haben oder nicht.

Wenn Sie beides eingeschränkt haben, müssen Sie im BIOS erlauben, von anderen Medien als der Festplatte zu booten, bevor Sie weitermachen können. Wenn Sie auch Ihr BIOS-Passwort vergessen haben, müssen Sie Ihr BIOS zurücksetzen. Dazu öffnen Sie das PC-Gehäuse und entfernen die BIOS-Batterie.

Sobald Sie das Booten von CD-ROM oder Diskette eingeschaltet haben, sollten Sie Folgendes ausprobieren:

Dies entfernt das vergessene Root-Passwort, das sich im ersten durch Doppelpunkte abgetrennten Feld nach dem Nutzernamen befand. Speichern Sie die Datei ab, starten Sie das System neu und melden Sie sich als Root mit einem leeren Passwort an. Dies wird funktionieren, außer wenn Sie Ihr System etwas sicherer eingestellt haben, d.h. wenn Sie nicht erlauben, dass Nutzer leere Passwörter haben, oder dass Root sich auf einer Konsole einloggen kann.

Falls Sie derartige Maßnahmen getroffen haben, müssen Sie im Single-User-Modus starten. Wenn Sie LILO eingeschränkt haben, müssen lilo erneut ausführen, nachdem Sie das Root-Passwort zurückgesetzt haben. Das ist ziemlich verzwickt, da Ihre /etc/lilo3>11.1.14 Fragen über Dienste und offene Ports


11.1.14.1 Warum werden Dienste während der Installation aktiviert?

Das ist der Annäherung an das Problem, auf der einen Seite sicherheitsbewusst und auf der anderen Seite benutzerfreundlich zu sein. Anders als OpenBSD, das alle Dienste abschaltet, bis sie vom Administrator aktiviert werden, aktiviert Debian GNU/Linux alle installierten Dienste, bis sie abgeschaltet werden (siehe dazu Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1). Immerhin haben Sie den Dienst installiert, oder?

Es gab viele Diskussionen auf Debian-Mailinglisten (sowohl auf debian-devel als auch auf debian-security) darüber, welches die bessere Vorgehensweise für eine Standardinstallation ist. Jedoch gab es bisher (10. März 2002) keinen Konsens.


11.1.14.2 Kann ich inetd entfernen?

Inetd ist nicht leicht zu entfernen, da netbase von dem Paket abhängt, das es enthält (netkit-inetd). Wenn Sie es entfernen wollen, können Sie es entweder abschalten (siehe Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1) oder das Paket entfernen, indem Sie das Paket equivs benutzen.


11.1.14.3 Warum muss ich Port 111 offen haben?

Port 111 ist sunrpcs Portmapper und wird standardmäßig bei der Grundinstallationen eines Debian-Systems eingerichtet, da es keine Möglichkeit gibt herauszubekommen, wann ein Programm eines Nutzers RPC gebrauchen könnte, um korrekt zu arbeiten. Jedenfalls wird es meistens von NFS benutzt. Wenn Sie kein NFS benutzen, entfernen Sie es, wie in Sichern von RPC-Diensten, Abschnitt 5.13 erklärt.

In Versionen des Pakets portmap später als 5-5 können Sie sogar den Portmapper installieren, aber ihn nur auf dem Localhost lauschen lassen (dazu müssen Sie /etc/default/portmap verändern).


11.1.14.4 Wozu ist der identd (Port 113) da?

Der Dienst Identd ist ein Authentisierungdienst, der den Besitzer einer bestimmten TCP/IP-Verbindung zu einem entfernten Server, der die Verbindung annimmt, identifiziert. Wenn ein Benutzer sich mit einem entfernten Host verbindet, schickt inetd auf dem entfernten Host üblicherweise eine Anfrage an Port 113 zurück, um Informationen über den Besitzer herauszufinden. Er wird häufig von Mail-, FTP- und IRC-Servern eingesetzt. Er kann auch dazu verwendet werden, um einen Nutzer Ihres lokalen Systems, der ein entferntes System angreift, aufzuspüren.

Es gab ausführliche Diskussionen über die Sicherheit von identd (siehe in den Archiven der Mailingliste. Im Allgemeinen ist identd auf Multi-User-Systemen nützlicher als auch einer Workstation mit nur einem Benutzer. Wenn Sie keine Verwendung von ihn haben, sollten Sie ihn abschalten, damit Sie keinen Dienst für die Außenwelt offen lassen. Wenn Sie sich entscheiden, den identd-Port mit einer Firewall zu blockieren, benutzen Sie bitte die Regel 'reject' und nicht die Regel 'deny', da andernfalls eine Verbindung zu einem Server, die identd verwendet, bis zu einer Zeitüberschreitung hängen bleiben wird (lesen Sie dazu reject or deny issues).


11.1.14.5 Ich habe Dienste, die die Ports 1 und 6 verwenden. Welche sind das und wie kann ich sie entfernen?

Sie führen den Befehl netstat -an aus und erhalten Folgendes:

       Active Internet connections (servers and established)
       Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State
       PID/Program name
       raw        0      0 0.0.0.0:1               0.0.0.0:*               7
       -
       raw        0      0 0.0.0.0:6               0.0.0.0:*               7
       -

Sie sehen nicht Prozesse, die auf dem TCP/UDP-Port 1 und 6 lauschen. Tatsächlich sehen Sie einen Prozess, der auf einem Raw-Socket für Protokoll 1 (ICMP) und 6 (TCP) lauscht. Ein solches Verhalten ist für Trojaner und einige Systeme zur Eindringlingserkennung wie iipl, iplogger und portsentry üblich. Wenn Sie diese Paket besitzen, löschen Sie sie einfach. Falls nicht, versuchen Sie mit netcats Option -p (Prozess) herauszufinden, welcher Prozess diese Lauscher betreibt.


11.1.14.6 Ich habe festgestellt, dass ich den folgenden Port (XYZ) offen habe. Kann ich ihn schließen?

Ja, natürlich. Die Ports, die Sie offen lassen, hängen von Ihrem individuellen Regelwerk bezüglich öffentlich zugänglicher Dienste ab. Prüfen Sie, ob sie von inetd (siehe Abschalten von inetd oder seinen Diensten, Abschnitt 3.6.2) oder von anderen installierten Paketen geöffnet werden, und leiten Sie passende Maßnahmen ein (d.h. konfigurieren Sie inetd, entfernen Sie das Paket, verhindern Sie, dass der Dienst beim Booten gestartet wird).


11.1.14.7 Hilft das Löschen von Diensten aus /etc/services, um meinen Rechner abzusichern.

Nein, /etc/services stellt nur eine Verbindung zwischen virtuellem Namen und Portnummer her. Das Entfernen von Namen aus dieser Datei verhindert (üblicherweise) nicht, dass ein Dienst gestartet wird. Manche Daemonen starten vielleicht nicht, wenn /etc/services verändert wurde, aber das ist nicht die Norm. Um einen Dienst richtig abzuschalten, sehen Sie sich Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1 an.


11.1.15 Allgemeine Sicherheitsfragen


11.1.15.1 Ich habe mein Passwort vergessen und kann auf das System nicht mehr zugreifen!

Die nötigen Schritte, um wieder Zugriff erhalten, hängen davon ab, ob Sie die vorgeschlagene Prozedur zum Absichern von lilo und BIOS durchgeführt haben oder nicht.

Wenn Sie beides eingeschränkt haben, müssen Sie im BIOS erlauben, von anderen Medien als der Festplatte zu booten, bevor Sie weitermachen können. Wenn Sie auch Ihr BIOS-Passwort vergessen haben, müssen Sie Ihr BIOS zurücksetzen. Dazu öffnen Sie das PC-Gehäuse und entfernen die BIOS-Batterie.

Sobald Sie das Booten von CD-ROM oder Diskette eingeschaltet haben, sollten Sie Folgendes ausprobieren:

Dies entfernt das vergessene Root-Passwort, das sich im ersten durch Doppelpunkte abgetrennten Feld nach dem Nutzernamen befand. Speichern Sie die Datei ab, starten Sie das System neu und melden Sie sich als Root mit einem leeren Passwort an. Dies wird funktionieren, außer wenn Sie Ihr System etwas sicherer eingestellt haben, d.h. wenn Sie nicht erlauben, dass Nutzer leere Passwörter haben, oder dass Root sich auf einer Konsole einloggen kann.

Falls Sie derartige Maßnahmen getroffen haben, müssen Sie im Single-User-Modus starten. Wenn Sie LILO eingeschränkt haben, müssen lilo erneut ausführen, nachdem Sie das Root-Passwort zurückgesetzt haben. Das ist ziemlich verzwickt, da Ihre /etc/lilo3>11.1.14 Fragen über Dienste und offene Ports


11.1.14.1 Warum werden Dienste während der Installation aktiviert?

Das ist der Annäherung an das Problem, auf der einen Seite sicherheitsbewusst und auf der anderen Seite benutzerfreundlich zu sein. Anders als OpenBSD, das alle Dienste abschaltet, bis sie vom Administrator aktiviert werden, aktiviert Debian GNU/Linux alle installierten Dienste, bis sie abgeschaltet werden (siehe dazu Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1). Immerhin haben Sie den Dienst installiert, oder?

Es gab viele Diskussionen auf Debian-Mailinglisten (sowohl auf debian-devel als auch auf debian-security) darüber, welches die bessere Vorgehensweise für eine Standardinstallation ist. Jedoch gab es bisher (10. März 2002) keinen Konsens.


11.1.14.2 Kann ich inetd entfernen?

Inetd ist nicht leicht zu entfernen, da netbase von dem Paket abhängt, das es enthält (netkit-inetd). Wenn Sie es entfernen wollen, können Sie es entweder abschalten (siehe Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1) oder das Paket entfernen, indem Sie das Paket equivs benutzen.


11.1.14.3 Warum muss ich Port 111 offen haben?

Port 111 ist sunrpcs Portmapper und wird standardmäßig bei der Grundinstallationen eines Debian-Systems eingerichtet, da es keine Möglichkeit gibt herauszubekommen, wann ein Programm eines Nutzers RPC gebrauchen könnte, um korrekt zu arbeiten. Jedenfalls wird es meistens von NFS benutzt. Wenn Sie kein NFS benutzen, entfernen Sie es, wie in Sichern von RPC-Diensten, Abschnitt 5.13 erklärt.

In Versionen des Pakets portmap später als 5-5 können Sie sogar den Portmapper installieren, aber ihn nur auf dem Localhost lauschen lassen (dazu müssen Sie /etc/default/portmap verändern).


11.1.14.4 Wozu ist der identd (Port 113) da?

Der Dienst Identd ist ein Authentisierungdienst, der den Besitzer einer bestimmten TCP/IP-Verbindung zu einem entfernten Server, der die Verbindung annimmt, identifiziert. Wenn ein Benutzer sich mit einem entfernten Host verbindet, schickt inetd auf dem entfernten Host üblicherweise eine Anfrage an Port 113 zurück, um Informationen über den Besitzer herauszufinden. Er wird häufig von Mail-, FTP- und IRC-Servern eingesetzt. Er kann auch dazu verwendet werden, um einen Nutzer Ihres lokalen Systems, der ein entferntes System angreift, aufzuspüren.

Es gab ausführliche Diskussionen über die Sicherheit von identd (siehe in den Archiven der Mailingliste. Im Allgemeinen ist identd auf Multi-User-Systemen nützlicher als auch einer Workstation mit nur einem Benutzer. Wenn Sie keine Verwendung von ihn haben, sollten Sie ihn abschalten, damit Sie keinen Dienst für die Außenwelt offen lassen. Wenn Sie sich entscheiden, den identd-Port mit einer Firewall zu blockieren, benutzen Sie bitte die Regel 'reject' und nicht die Regel 'deny', da andernfalls eine Verbindung zu einem Server, die identd verwendet, bis zu einer Zeitüberschreitung hängen bleiben wird (lesen Sie dazu reject or deny issues).


11.1.14.5 Ich habe Dienste, die die Ports 1 und 6 verwenden. Welche sind das und wie kann ich sie entfernen?

Sie führen den Befehl netstat -an aus und erhalten Folgendes:

       Active Internet connections (servers and established)
       Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State
       PID/Program name
       raw        0      0 0.0.0.0:1               0.0.0.0:*               7
       -
       raw        0      0 0.0.0.0:6               0.0.0.0:*               7
       -

Sie sehen nicht Prozesse, die auf dem TCP/UDP-Port 1 und 6 lauschen. Tatsächlich sehen Sie einen Prozess, der auf einem Raw-Socket für Protokoll 1 (ICMP) und 6 (TCP) lauscht. Ein solches Verhalten ist für Trojaner und einige Systeme zur Eindringlingserkennung wie iipl, iplogger und portsentry üblich. Wenn Sie diese Paket besitzen, löschen Sie sie einfach. Falls nicht, versuchen Sie mit netcats Option -p (Prozess) herauszufinden, welcher Prozess diese Lauscher betreibt.


11.1.14.6 Ich habe festgestellt, dass ich den folgenden Port (XYZ) offen habe. Kann ich ihn schließen?

Ja, natürlich. Die Ports, die Sie offen lassen, hängen von Ihrem individuellen Regelwerk bezüglich öffentlich zugänglicher Dienste ab. Prüfen Sie, ob sie von inetd (siehe Abschalten von inetd oder seinen Diensten, Abschnitt 3.6.2) oder von anderen installierten Paketen geöffnet werden, und leiten Sie passende Maßnahmen ein (d.h. konfigurieren Sie inetd, entfernen Sie das Paket, verhindern Sie, dass der Dienst beim Booten gestartet wird).


11.1.14.7 Hilft das Löschen von Diensten aus /etc/services, um meinen Rechner abzusichern.

Nein, /etc/services stellt nur eine Verbindung zwischen virtuellem Namen und Portnummer her. Das Entfernen von Namen aus dieser Datei verhindert (üblicherweise) nicht, dass ein Dienst gestartet wird. Manche Daemonen starten vielleicht nicht, wenn /etc/services verändert wurde, aber das ist nicht die Norm. Um einen Dienst richtig abzuschalten, sehen Sie sich Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1 an.


11.1.15 Allgemeine Sicherheitsfragen


11.1.15.1 Ich habe mein Passwort vergessen und kann auf das System nicht mehr zugreifen!

Die nötigen Schritte, um wieder Zugriff erhalten, hängen davon ab, ob Sie die vorgeschlagene Prozedur zum Absichern von lilo und BIOS durchgeführt haben oder nicht.

Wenn Sie beides eingeschränkt haben, müssen Sie im BIOS erlauben, von anderen Medien als der Festplatte zu booten, bevor Sie weitermachen können. Wenn Sie auch Ihr BIOS-Passwort vergessen haben, müssen Sie Ihr BIOS zurücksetzen. Dazu öffnen Sie das PC-Gehäuse und entfernen die BIOS-Batterie.

Sobald Sie das Booten von CD-ROM oder Diskette eingeschaltet haben, sollten Sie Folgendes ausprobieren:

Dies entfernt das vergessene Root-Passwort, das sich im ersten durch Doppelpunkte abgetrennten Feld nach dem Nutzernamen befand. Speichern Sie die Datei ab, starten Sie das System neu und melden Sie sich als Root mit einem leeren Passwort an. Dies wird funktionieren, außer wenn Sie Ihr System etwas sicherer eingestellt haben, d.h. wenn Sie nicht erlauben, dass Nutzer leere Passwörter haben, oder dass Root sich auf einer Konsole einloggen kann.

Falls Sie derartige Maßnahmen getroffen haben, müssen Sie im Single-User-Modus starten. Wenn Sie LILO eingeschränkt haben, müssen lilo erneut ausführen, nachdem Sie das Root-Passwort zurückgesetzt haben. Das ist ziemlich verzwickt, da Ihre /etc/lilo3>11.1.14 Fragen über Dienste und offene Ports


11.1.14.1 Warum werden Dienste während der Installation aktiviert?

Das ist der Annäherung an das Problem, auf der einen Seite sicherheitsbewusst und auf der anderen Seite benutzerfreundlich zu sein. Anders als OpenBSD, das alle Dienste abschaltet, bis sie vom Administrator aktiviert werden, aktiviert Debian GNU/Linux alle installierten Dienste, bis sie abgeschaltet werden (siehe dazu Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1). Immerhin haben Sie den Dienst installiert, oder?

Es gab viele Diskussionen auf Debian-Mailinglisten (sowohl auf debian-devel als auch auf debian-security) darüber, welches die bessere Vorgehensweise für eine Standardinstallation ist. Jedoch gab es bisher (10. März 2002) keinen Konsens.


11.1.14.2 Kann ich inetd entfernen?

Inetd ist nicht leicht zu entfernen, da netbase von dem Paket abhängt, das es enthält (netkit-inetd). Wenn Sie es entfernen wollen, können Sie es entweder abschalten (siehe Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1) oder das Paket entfernen, indem Sie das Paket equivs benutzen.


11.1.14.3 Warum muss ich Port 111 offen haben?

Port 111 ist sunrpcs Portmapper und wird standardmäßig bei der Grundinstallationen eines Debian-Systems eingerichtet, da es keine Möglichkeit gibt herauszubekommen, wann ein Programm eines Nutzers RPC gebrauchen könnte, um korrekt zu arbeiten. Jedenfalls wird es meistens von NFS benutzt. Wenn Sie kein NFS benutzen, entfernen Sie es, wie in Sichern von RPC-Diensten, Abschnitt 5.13 erklärt.

In Versionen des Pakets portmap später als 5-5 können Sie sogar den Portmapper installieren, aber ihn nur auf dem Localhost lauschen lassen (dazu müssen Sie /etc/default/portmap verändern).


11.1.14.4 Wozu ist der identd (Port 113) da?

Der Dienst Identd ist ein Authentisierungdienst, der den Besitzer einer bestimmten TCP/IP-Verbindung zu einem entfernten Server, der die Verbindung annimmt, identifiziert. Wenn ein Benutzer sich mit einem entfernten Host verbindet, schickt inetd auf dem entfernten Host üblicherweise eine Anfrage an Port 113 zurück, um Informationen über den Besitzer herauszufinden. Er wird häufig von Mail-, FTP- und IRC-Servern eingesetzt. Er kann auch dazu verwendet werden, um einen Nutzer Ihres lokalen Systems, der ein entferntes System angreift, aufzuspüren.

Es gab ausführliche Diskussionen über die Sicherheit von identd (siehe in den Archiven der Mailingliste. Im Allgemeinen ist identd auf Multi-User-Systemen nützlicher als auch einer Workstation mit nur einem Benutzer. Wenn Sie keine Verwendung von ihn haben, sollten Sie ihn abschalten, damit Sie keinen Dienst für die Außenwelt offen lassen. Wenn Sie sich entscheiden, den identd-Port mit einer Firewall zu blockieren, benutzen Sie bitte die Regel 'reject' und nicht die Regel 'deny', da andernfalls eine Verbindung zu einem Server, die identd verwendet, bis zu einer Zeitüberschreitung hängen bleiben wird (lesen Sie dazu reject or deny issues).


11.1.14.5 Ich habe Dienste, die die Ports 1 und 6 verwenden. Welche sind das und wie kann ich sie entfernen?

Sie führen den Befehl netstat -an aus und erhalten Folgendes:

       Active Internet connections (servers and established)
       Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State
       PID/Program name
       raw        0      0 0.0.0.0:1               0.0.0.0:*               7
       -
       raw        0      0 0.0.0.0:6               0.0.0.0:*               7
       -

Sie sehen nicht Prozesse, die auf dem TCP/UDP-Port 1 und 6 lauschen. Tatsächlich sehen Sie einen Prozess, der auf einem Raw-Socket für Protokoll 1 (ICMP) und 6 (TCP) lauscht. Ein solches Verhalten ist für Trojaner und einige Systeme zur Eindringlingserkennung wie iipl, iplogger und portsentry üblich. Wenn Sie diese Paket besitzen, löschen Sie sie einfach. Falls nicht, versuchen Sie mit netcats Option -p (Prozess) herauszufinden, welcher Prozess diese Lauscher betreibt.


11.1.14.6 Ich habe festgestellt, dass ich den folgenden Port (XYZ) offen habe. Kann ich ihn schließen?

Ja, natürlich. Die Ports, die Sie offen lassen, hängen von Ihrem individuellen Regelwerk bezüglich öffentlich zugänglicher Dienste ab. Prüfen Sie, ob sie von inetd (siehe Abschalten von inetd oder seinen Diensten, Abschnitt 3.6.2) oder von anderen installierten Paketen geöffnet werden, und leiten Sie passende Maßnahmen ein (d.h. konfigurieren Sie inetd, entfernen Sie das Paket, verhindern Sie, dass der Dienst beim Booten gestartet wird).


11.1.14.7 Hilft das Löschen von Diensten aus /etc/services, um meinen Rechner abzusichern.

Nein, /etc/services stellt nur eine Verbindung zwischen virtuellem Namen und Portnummer her. Das Entfernen von Namen aus dieser Datei verhindert (üblicherweise) nicht, dass ein Dienst gestartet wird. Manche Daemonen starten vielleicht nicht, wenn /etc/services verändert wurde, aber das ist nicht die Norm. Um einen Dienst richtig abzuschalten, sehen Sie sich Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1 an.


11.1.15 Allgemeine Sicherheitsfragen


11.1.15.1 Ich habe mein Passwort vergessen und kann auf das System nicht mehr zugreifen!

Die nötigen Schritte, um wieder Zugriff erhalten, hängen davon ab, ob Sie die vorgeschlagene Prozedur zum Absichern von lilo und BIOS durchgeführt haben oder nicht.

Wenn Sie beides eingeschränkt haben, müssen Sie im BIOS erlauben, von anderen Medien als der Festplatte zu booten, bevor Sie weitermachen können. Wenn Sie auch Ihr BIOS-Passwort vergessen haben, müssen Sie Ihr BIOS zurücksetzen. Dazu öffnen Sie das PC-Gehäuse und entfernen die BIOS-Batterie.

Sobald Sie das Booten von CD-ROM oder Diskette eingeschaltet haben, sollten Sie Folgendes ausprobieren:

  • Booten Sie von eine Rettungsdiskette und starten den Kernel.
  • Wechseln Sie mit Alt+F2 auf eine virtuelle Konsole.
  • Mounten Sie die Partition, auf der sich Ihr /root befindet.
  • Editieren Sie (auf der Rettungsdiskette von Debian 2.2 befindet sich ae, Debian 3.0 enthält nano-tiny, der vi ähnelt) die Datei /etc/shadow und ändern Sie die Zeile:
           root:asdfjl290341274075:XXXX:X:XXXX:X::: (X=irgendeine Ziffer)
    

    in:

           root::XXXX:X:XXXX:X:::
    

Dies entfernt das vergessene Root-Passwort, das sich im ersten durch Doppelpunkte abgetrennten Feld nach dem Nutzernamen befand. Speichern Sie die Datei ab, starten Sie das System neu und melden Sie sich als Root mit einem leeren Passwort an. Dies wird funktionieren, außer wenn Sie Ihr System etwas sicherer eingestellt haben, d.h. wenn Sie nicht erlauben, dass Nutzer leere Passwörter haben, oder dass Root sich auf einer Konsole einloggen kann.

Falls Sie derartige Maßnahmen getroffen haben, müssen Sie im Single-User-Modus starten. Wenn Sie LILO eingeschränkt haben, müssen lilo erneut ausführen, nachdem Sie das Root-Passwort zurückgesetzt haben. Das ist ziemlich verzwickt, da Ihre /etc/lilo3>11.1.14 Fragen über Dienste und offene Ports


11.1.14.1 Warum werden Dienste während der Installation aktiviert?

Das ist der Annäherung an das Problem, auf der einen Seite sicherheitsbewusst und auf der anderen Seite benutzerfreundlich zu sein. Anders als OpenBSD, das alle Dienste abschaltet, bis sie vom Administrator aktiviert werden, aktiviert Debian GNU/Linux alle installierten Dienste, bis sie abgeschaltet werden (siehe dazu Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1). Immerhin haben Sie den Dienst installiert, oder?

Es gab viele Diskussionen auf Debian-Mailinglisten (sowohl auf debian-devel als auch auf debian-security) darüber, welches die bessere Vorgehensweise für eine Standardinstallation ist. Jedoch gab es bisher (10. März 2002) keinen Konsens.


11.1.14.2 Kann ich inetd entfernen?

Inetd ist nicht leicht zu entfernen, da netbase von dem Paket abhängt, das es enthält (netkit-inetd). Wenn Sie es entfernen wollen, können Sie es entweder abschalten (siehe Daemons abschalten, Abschnitt 3.6.1) oder das Paket entfernen, indem Sie das Paket equivs benutzen.


11.1.14.3 Warum muss ich Port 111 offen haben?

Port 111 ist sunrpcs Portmapper und wird standardmäßig bei der Grundinstallationen eines Debian-Systems eingerichtet, da es keine Möglichkeit gibt herauszubekommen, wann ein Programm eines Nutzers RPC gebrauchen könnte, um korrekt zu arbeiten. Jedenfalls wird es meistens von NFS benutzt. Wenn Sie kein NFS benutzen, entfernen Sie es, wie in Sichern von RPC-Diensten, Abschnitt 5.13 erklärt.

In Versionen des Pakets portmap später als 5-5 können Sie sogar den Portmapper installieren, aber ihn nur auf dem Localhost lauschen lassen (dazu müssen Sie /etc/default/portmap verändern).


11.1.14.4 Wozu ist der identd (Port 113) da?

Der Dienst Identd ist ein Authentisierungdienst, der den Besitzer einer bestimmten TCP/IP-Verbindung zu einem entfernten Server, der die Verbindung annimmt, identifiziert. Wenn ein Benutzer sich mit einem entfernten Host verbindet, schickt inetd auf dem entfernten Host üblicherweise eine Anfrage an Port 113 zurück, um Informationen über den Besitzer herauszufinden. Er wird häufig von Mail-, FTP- und IRC-Servern eingesetzt. Er kann auch dazu verwendet werden, um einen Nutzer Ihres lokalen Systems, der ein entferntes System angreift, aufzuspüren.

Es gab ausführliche Diskussionen über die Sicherheit von identd (siehe in den Archiven der Mailingliste. Im Allgemeinen ist identd auf Multi-User-Systemen nützlicher als auch einer Workstation mit nur einem Benutzer. Wenn Sie keine Verwendung von ihn haben, sollten Sie ihn abschalten, damit Sie keinen Dienst für die Außenwelt offen lassen. Wenn Sie sich entscheiden, den identd-Port mit einer Firewall zu blockieren, benutzen Sie bitte die Regel 'reject' und nicht die Regel 'deny', da andernfalls eine Verbindung zu einem Server, die identd verwendet, bis zu einer Zeitüberschreitung hängen bleiben wird (lesen Sie dazu reject or deny issues).


11.1.14.5 Ich habe Dienste, die die Ports 1 und 6 verwenden. Welche sind das und wie kann ich sie entfernen?

Sie führen den Befehl netstat -an aus und erhalten Folgendes:

       Active Internet connections (servers and established)
       Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State
       PID/Program name
       raw        0      0 0.0.0.0:1               0.0.0.0:*               7
       -
       raw        0      0 0.0.0.0:6               0.0.0.0:*               7
       -

Sie sehen nicht Prozesse, die auf dem TCP/UDP-Port 1 und 6 lauschen. Tatsächlich sehen Sie einen Prozess, der auf einem Raw-Socket für Protokoll 1 (ICMP) und 6 (TCP) lauscht. Ein solches Verhalten ist für Trojaner und einige Systeme zur Eindringlingserkennung wie iipl, iplogger und portsentry üblich. Wenn Sie diese Paket besitzen, löschen Sie sie einfach. Falls nicht, versuchen Sie mit netcats Option -p (Prozess) herauszufinden, welcher Prozess diese Lauscher betreibt.


11.1.14.6 Ich habe festgestellt, dass ich den folgenden Port (XYZ) offen habe. Kann ich ihn schließen?

Ja, natürlich. Die Ports, die Sie offen lassen, hängen von Ihrem individuellen Regelwerk bezüglich öffentlich zugänglicher Dienste ab. Prüfen Sie, ob sie von inetd (siehe Abschalten von inetd oder seinen Diensten, Abschnitt 3.6.2) oder von anderen installierten Paketen geöffnet werden, und leiten Sie passende Maßnahmen ein (d.h. konfigurieren Sie inetd, entfernen Sie das Paket, verhindern Sie, dass